DAAD-Preis

Die Universität Greifswald verleiht den DAAD-Preis an einen herausragenden ausländischen Studierenden bzw. Doktorand*in, der/die sich durch besondere akademische Leistungen und bemerkenswertes gesellschaftliches oder interkulturelles Engagement hervorgetan hat.

Der mit 1.000 € dotierte DAAD-Preis, der seit mehr als zehn Jahren vergeben wird, soll dazu beitragen, den großen Zahlen internationaler Studierender an deutschen Hochschulen Gesichter zu geben und sie mit Geschichten zu verbinden. Damit wird deutlich, dass jeder einzelne internationale Studierende ein Stück von Deutschland in seine Heimat mitnimmt und etwas von sich in Deutschland lässt – eine Bereicherung für beide Seiten.

    Voraussetzungen

    • Sie sind Bildungsausländer*in, an der Universität Greifswald eingeschrieben und erbringen gute bis sehr gute Leistungen
    • Sie halten sich vorrangig in Deutschland auf (keine Gast- bzw. Austauschstudierende)
    • Sie befinden sich im fortgeschrittenen Stadium des Bachelorstudiums (mindestens 2. oder 3. Studienjahr) bzw. Masterstudiums (mindestens 2. Semester)
    • Engagieren sich gesellschaftlich-sozial
    • Darüber hinaus können auch Jung-Examinierte (d.h. der Abschluss ist i.d.R. nicht länger als 3 Monate her) und Doktoranden und Doktorandinnen sich bewerben.

    Aktueller Preisträger: Quang Trung Tran

    Tran studierte an der Hue Universität für Medizin und Pharmazie in Vietnam Medizin mit Schwerpunkt Gastroenterologie. Dank der Kooperationsbeziehung zwischen der Hue Universität und der Universität Greifswald lernte der Student über Dr. Seiberling, den Leiter des Zentrums für Forschungsförderung und Transfer der Universität Greifswald, seinen späteren Doktorvater, Prof. Dr. Lerch von der Universitätsmedizin Greifswald, kennen. Nach seinem Studium bildete sich der talentierte junge Mann in Japan auf dem Gebiet der gastrointestinalen Endoskopie weiter. 2018 erhielt der Nachwuchswissenschaftler die Gelegenheit, über das DAAD-Forschungsstipendienprogramm sein PhD-Studium in Greifswald im Bereich der Gastroenterologie aufzunehmen. Bevor er mit seiner Familie nach Greifswald zog, hieß es drei Monate lang Deutsch lernen in Berlin. Medizinische Fachbezeichnungen festigt er inzwischen im Deutschkurs-Tutorium der medizinischen Abteilung.

    Schnell wurde der neu Zugezogene ein geschätztes Mitglied der vietnamesischen Gemeinde hier in Greifswald. Als Vietnam von Überschwemmungen, Erdrutschen und Sturzfluten heimgesucht wurde, sammelte er aktiv Spenden für sein Heimatland. Zu Beginn der Corona-Pandemie aktivierte der junge Mediziner seine vietnamesische Community, Mund-Nasenschutz-Masken aus den Materialien zu nähen, die durch die Aktion „Ich schütze Dich – Du schützt mich“ des Nordverbunds Niere „Save the Kidney“ finanziert werden konnten. Diese Masken wurden an Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen sowie Feuerwehren in Wolgast, Neubrandenburg und Greifswald gespendet zum Schutz der Einsatz- und Pflegekräfte. Darüber hinaus wandte sich der engagierte junge Mann mit Unterstützung von Frau Prof. Endlich an die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern mit der Bitte, sich dafür einzusetzen, dass Deutschland sein Heimatland mit dringend benötigtem Impfstoff gegen Covid-19 unterstütze. Minister Pegel nahm diesen Ball auf und ca. zwei Wochen später beschloss die Deutsche Bundesregierung, 2,5 Millionen Dosen Impfstoff nach Vietnam zu spenden. Daneben liegt dem Arzt die Ausbildung von medizinischen Nachwuchskräften am Herzen. Er organisierte einen Charity-Stipendienfond, aus dem mittellose Studierende einen Mietzuschuss erhalten.

    Tran betont, ihm sei es wichtig, sich Ziele zu setzen und auf diese hinzuarbeiten. So nimmt er neue Herausforderungen gern und mit Engagement an. Seine Mission sei sehr klar: Neben der persönlichen Entwicklung sei gesellschaftliches Engagement Herzenssache.

    Als Wissenschaftler ist seine Expertise auf internationaler Ebene u.a. bei Kongressen im asiatischen sowie im europäischen Raum sehr gefragt. So hielt er im Oktober dieses Jahres zwei Präsentationen auf der „Asian Pacific Digestive Week“. Für November und Dezember ist er eingeladen, als einer der 40 besten Kandidat*innen an der Masterclass der United European Gastroenterology und als junger Wissenschaftler an den „Lindauer Nobelpreisträgertagungen“ teilzunehmen.

    Sein Doktorvater, Prof. Dr. Lerch, beschreibt Tran als „besonders talentiert, motiviert und engagiert“. Trotz eines vollen Arbeitstages und seines sozialen Engagements ist dem engagierten Mediziner eine ausgewogene Work-Life-Ballance sehr wichtig. Er verbringt so viel Zeit wie möglich mit seiner Familie. Seinen beiden Kinder gefällt es im Kindergarten bzw. in der Schule hier in Greifswald sehr.

    Nach seiner Promotion möchte Tran zusammen mit seiner Familie nach Vietnam zurückkehren. Dort will er seine Erfahrungen und seine Expertise einsetzen und sein Wissen mit vietnamesischen Ärzten und Studierenden teilen. „Ich hatte mehr Glück in meinen Leben als Andere durch mein Studium in Deutschland“, konstatiert Tran, „deshalb trage ich auch mehr Verantwortung.“

    Preisträger*innen aus den vergangenen Jahren

    Gonzalo Landau Brenes (2020)

    Aus den Bewerber*innen stach Gonzalo Landau durch fachlichen Erfolg, soziales Engagement und persönliche Authentizität hervor. Aufgewachsen ist er in Panama. Nach seinem Abitur arbeitete er als Stadtführer und Reiseleiter und entdeckte durch diese Tätigkeit neben seinem großen Interesse an der Geschichte auch seine Begeisterung für das pädagogische Arbeiten. Seit 2017 studiert Gonzalo Landau in Greifswald erfolgreich Geschichte und Germanistik für das Lehramt an Gymnasien. Die Voraussetzungen dafür erlangte er am Greifswalder Studienkolleg im Kurs für Geisteswissenschaftler*innen, das er sehr erfolgreich abschloss. Dort konnte er auch seine ausgezeichneten Deutschkenntnisse erweitern. Das Studienkolleg hat Gonzalo Landau auf seinem Weg unterstützt, und er hat viele Kontakte knüpfen können mit Menschen aus der ganzen Welt und aus Greifswald.

    Aufgrund seiner exzellenten Studienleistungen arbeitet Gonzalo Landau am Historischen Institut als studentische Hilfskraft und gibt Tutorien zur Einführung in die Geschichtswissenschaften und in die Alte Geschichte, die er mit großer Freude plant und eigenständig ausführt. Bei dieser Arbeit kann er sowohl seine fachlichen Kompetenzen als auch seine pädagogischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Seine eigenen Forschungsinteressen liegen im Studium vor allem in der Spanischen Neuzeit und der Römischen Antike. Auch führten ihn diverse Exkursionen nicht nur in die Hansestädte Stralsund und Lübeck, sondern bereits bis nach Lissabon und Novgorod.

    Auch sein hohes persönliches Engagement sticht heraus. Sein großes Interesse für Sprachen nutzt Gonzalo Landau und engagiert sich als Nachhilfelehrer für Englisch, Latein und Spanisch, seine Muttersprache. Darüber hinaus arbeitet er seit dem 3. Semester ehrenamtlich im Bereich der Medienpädagogik an der ComputerSpielSchule Greifswald (CSG). Sehr hilfreich für diese Tätigkeit empfand er seine eigene Schulzeit an einem Gymnasium mit Schwerpunkt Informatik. Besonders die Freiheit in der Gestaltung von pädagogischen Projekten und die daraus entstehende Verantwortung gefallen ihm bei seiner Arbeit an der CSG besonders gut.

    Und wie wird es für Gonzalo Landau weitergehen? „Greifswald war und bleibt für mich der Ort, wo ich meine persönliche Entfaltung erleben konnte. Die lebendigen Angebote der Stadt erlaubten es mir auch, meine musikalischen Fähigkeiten weiter auszuüben; dadurch fand ich auch wertvolle Freunde, mit denen ich jetzt in einer Band spielen oder mich entspannen kann. Da ich in dieser Stadt mit zahlreichen Menschen in Kontakt gekommen bin – sei es während meiner Lehrtätigkeiten oder mit Freunden beim Musizieren – wäre es für mich eine würdige Entscheidung, an der Ostseeküste weiter zu lehren und mit Menschen ein Stück der Welt zu teilen.”

    Shou-Wang Lin (2019)

    Aus insgesamt 15 eingereichten Bewerbungen stach der Promotionsstudent Shou-Wang Lin durch fachlichen Erfolg, integrative Kompetenz und persönliche Authentizität hervor. Shou-Wang Lin promoviert am Zoologischen Institut und Museum in der Abteilung Allgemeine und Systematische Zoologie an der Universität Greifswald zum Thema Evolution von Zwergspinnen. Durch seine Arbeit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Kenntnis der asiatischen Spinnenbiodiversität. Ebenso lernt er bei seiner Forschung viel über phylogenetische Methodik, hochauflösende Mikro-Computertomographie und Artabgrenzungen mittels mitochondrialen DNA Sequenzen. Seine Betreuerin Prof. Dr. Gabriele Uhl bestätigt: "Dass seine wissenschaftliche Leistung beeindruckt, wird durch mehrere Preise auf wissenschaftlichen Tagungen belegt." Doch nicht nur fachlich hat Shou-Wang Lin die Jury überzeugt. Auch sein hohes persönliches Engagement in Greifswald sticht heraus.

    Nach seiner Ankunft in Greifswald im Jahr 2014 versucht Shou-Wang Lin zunächst, sich nur auf die Forschung zu konzentrieren. Schnell stellt er jedoch fest, dass ihm in dieser fremden Stadt zwischenmenschliche Kontakte fehlen. Um Anschluss zu finden, wendet er sich daraufhin an die evangelische Gemeinde in Greifswald und wird dort offen empfangen. Obwohl Shou-Wang Lin zunächst nicht an allen Diskursen in deutscher Sprache teilnehmen kann, bleibt er motiviert und entschließt sich, in der Gemeinde afghanischen Geflüchteten Deutsch beizubringen. So wird er zum Vermittler zwischen dem deutschen Bildungssystem und neu ankommenden Geflüchteten. Heute spricht er selbst ausgezeichnet Deutsch und Englisch.

    Shou-Wang Lin ist darüber hinaus an vielen weiteren karitativen Projekten in Greifswald beteiligt. So betreut er seit zwei Jahren Kinder des Stadtteils Schönwalde im Rahmen einer Kreativwoche der Kirche durch Aktivitäten wie Basteln, Bewegungsspiele und Kung Fu. Kung Fu unterrichtet Herr Shou-Wang auch im Hochschulsport, er sieht darin eine Möglichkeit kulturelle Grenzen zu überschreiten. Auf den Feiern des chinesischen Neujahrsfestes in Greifswald und Stralsund und weiteren Veranstaltungen teilt Shou-Wang Lin Aspekte seiner taiwanesischen Kultur gemeinsam mit der chinesischen Gemeinschaft Greifswalds.

    Sein Entschluss, Menschen anderer Kulturen dabei zu helfen, in Deutschland und in Greifswald Fuß zu fassen, zeugt umso mehr von seiner eigenen Integration: "Manchmal habe ich das Gefühl, dass jeder seine Last im Leben zu tragen hat, und dass das für andere schwer verständlich ist oder sie überfordert. Aber wenn ich an meine Freunde und die gemeinsame Zeit in Greifswald denke, dann bin ich gewiss, dass wir trotz unserer unterschiedlichen Hintergründe und Erfahrungen viele Gemeinsamkeiten haben und einer die Last des anderen mittragen kann."

    Shou-Wang Lin zieht aus seinen persönlichen und akademischen Erfahrungen eine Weltoffenheit, die sich in vielerlei Hinsicht zeigt: Durch seinen Kontakt mit anderen Kulturen in der Gemeinde, durch seine ausgezeichneten Deutschkenntnisse, durch sein Engagement im sozialkulturellen und akademischen Leben. Nach seiner Promotion möchte Shou-Wang Lin in Greifswald bleiben und hier arbeiten.

    Sara Qarqash (2018)

    Sara Qarqash ist in Syrien geboren und lebte dort bis zu ihrem 16. Lebensjahr. Aufgrund des Krieges floh sie im Jahr 2012 mit ihrer Familie nach Jordanien. Nach Greifswald kam die Studentin im Jahr 2015. Zuvor hatte sie in der jordanischen Hauptstadt Amman an einem zehnmonatigen Deutschkurs am Goethe-Institut teilgenommen. Heute studiert Sara in Greifswald erfolgreich Humanmedizin im dritten Semester. Die Voraussetzungen dafür erlangte sie am Studienkolleg, das sie erfolgreich abschloss. Dort erweiterte sie auch ihre Deutschkenntnisse, die ausgezeichnet sind. Das Studienkolleg hat Sara Qarqash auf ihrem Weg unterstützt und sie hat sich dort sehr aufgehoben gefühlt.

    Aufgrund ihrer exzellenten Studienleistungen arbeitet Sara Qarqash als Tutorin im Präparierkurs der Anatomie. Hier hilft sie Studierenden des ersten und zweiten Fachsemesters bei der Präparation. Um darüber hinaus Erfahrungen im Krankenhaus zu sammeln, hält sie Sonderwache am Klinikum. Hier kümmert sie sich um Patienten. "Ich helfe beispielsweise demenzkranken Menschen bei der täglichen Waschung. Durch die Arbeit bekomme ich einen guten Überblick, wie es im Krankenhaus läuft und baue eine Verbindung zu den Patienten auf, das ist wichtig." Während des ersten Studienjahres übte sie darüber hinaus Übersetzungstätigkeiten für Flüchtlinge im Jobcenter sowie im Klinikum aus.

    Sara zeigt eine große Offenheit gegenüber und Interesse für andere Menschen und Sprachen. So feierte sie zum Beispiel Ende 2015 mit einer Familie aus Greifswald Weihnachten und Silvester zusammen. Kennengelernt hatte die junge Medizinstudentin die Familie über Facebook, die sie herzlich willkommen hieß. Seitdem ist eine enge Verbindung entstanden, einmal wöchentlich stattet die Studentin der Familie einen Besuch ab. "Im Sommer fahren wir zum Strand und wir sind schon gemeinsam nach Irland geflogen. Meine eigene Familie ist ja so weit weg, da ist es ein schönes Gefühl, fürsorgliche Menschen um sich zu haben. Für diese Herzlichkeit bin ich der Familie sehr dankbar", sagt sie. Neben ihrer Muttersprache Arabisch spricht Sara Qarqash Englisch und Deutsch.

    Yang-Leng Liu (2017)

    Aus den 16 Bewerbern stach Yang-Leng Liu besonders hervor. Yang-Leng Liu studiert in Greifswald erfolgreich Skandinavistik und Philosophie, mit Studienaufenthalten in Norwegen und Schweden. Frau Liu hat eine große Begabung fremde Sprachen zu erlernen und beweist dabei Kontinuität und Konse-quenz. Neben ihren Muttersprachen Taiwanesisch und Mandarin, spricht Yang-Leng Liu unter anderem Englisch, Schwedisch, Norwegisch und Isländisch. Sie hat sich bereits als junge Schülerin das Ziel ge-setzt, 30 Sprachen zu erlernen, um die „Welt“ erkunden und verstehen zu können.

    „Der DAAD-Preis bedeutet mir sehr viel, es ist ein gutes Gefühl in Greifswald positiv anerkannt zu wer-den“, sagt Frau Liu. Eigentlich wollte sie sich bereits ein Jahr zuvor bewerben, doch in dieser Zeit be-fand sich Frau Liu gerade im Auslandsstudium in Norwegen. Sie sieht sich als Vermittlerin, als jemand der durch die Teilhabe an verschiedenen kulturellen, sozialen und politischen Sphären über ausrei-chend Erfahrungen verfügt, um Menschen zueinander und zu friedlichem Austausch zu bringen. Dieser Lebens- und Erfahrungsstil wird durch ihre Studienwahl nunmehr auch philosophisch und damit in der Tiefe verankert. Frau Yang-Leng Liu ist für ihre Kommilitonen ein Vorbild in Bezug auf Internationalität und Offenheit.

    Faisal Farhan (2016)

    Auch dieses Jahr waren wieder internationale Studierende aufgerufen, sich auf den jährlich verliehenen DAAD-Preis zu bewerben. Aus den sieben Bewerbern stach jedoch Faisal Farhan hervor. Faisal studiert in Greifswald mit gutem Erfolg Medizin und engagiert sich trotz des anspruchsvollen Studiums außerdem seit Jahren ehrenamtlich.

    „Mein Ziel ist es für andere ausländische Studierende ein Vorbild zu sein und zu zeigen, dass man trotz der fremden Sprache sehr gute Leistungen erbringen und sich auch sozial und ehrenamtlich engagieren kann“, sagt Farhan. Zu seinem ehrenamtlichen Engagement zählt u.a. die Arbeit als Dolmetscher für Asylbewerber und arabische Patienten im Klinikum und bei Behörden. Nebenbei unterrichtet er interessierte Kommilitonen in Arabisch. Er ist außerdem Mitglied im jemenitischen Studentenverein Deutschland und Vorsitzender des jemenitischen Verein MV. Als solcher integriert er neue Studierende in Greifswald, indem er ihnen die Stadt zeigt und Ansprechpartner für Fragen und Probleme ist. Faisal Farhan ist seinen Kommilitonen ein Vorbild und zeigt, wie auch der einzelne zur Internationalität der Universität Greifswald beitragen kann.

    Noumi Aisha Permatasari (2015)

    Sie studiert in Greifswald Medizin, ist eine gute Studentin und ist hartnäckig bei der Sache. Als wäre das noch nicht aufwändig genug, war und ist sie auch Buddy für Austauschstudierende und die  summer-und springschool. Sie leitet eine Gruppe indonesischer Studierender, mit der sie zum Beispiel am Internationalen Tag 2015 für Furore sorgte.  Sie liest Kindern im Klinikum vor und organisiert intereligiöse Treffen mit der evangelischen Kirche. Seit März 2015 ist sie Multiplikatorin in der Bildungsinitiative "verquer" für entwicklungspolitische Fragestellungen, z.B. zu Themen wie „Migration-Flucht-Asyl und Welthandel am Beispiel Kakao“.

    Anastasia Fedorova (2014)

    Anastasia Fedorova erhielt in diesem Jahr den DAAD-Preis, diese Auszeichnung bekam die Studentin nicht nur für ihre hervorragenden Studienleistungen, sondern vor allem für ihr gesellschaftliches Engagement. Eine weitere Bewerbung beeindruckte die Jury so sehr, dass in diesem Jahr ein zusätzlicher Preis für besonderes Engagement an Faisal Mohammad Naji Farhan übergeben wurde.

    Anastasia Fedorova hat in Russland bereits Deutsche Philologien studiert. Nach Deutschland kam sie gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter um weitere Studien- und Weiterbildungsmöglichkeiten wahrzunehmen. In Greifswald studiert sie Politikwissenschaft und Slawistik. Ihr Interesse für internationale Zusammenarbeit zeigt sich in den vielen Projekten, bei denen sich Anastasia Fedorova ehrenamtlich engagiert. Beispielsweise führt sie seit über zwei Jahren gemeinsam mit Schülern internationale Unterrichtsprojekte mit der Initiative „Europa macht Schule“ durch.