Universität Greifswald

Videobotschaft von Prof. Lars Kaderali vom 19.07.2021

Der Text zur Videobotschaft vom 19. Juli 2021 zum Nachlesen

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Lehrende, liebe Studierende,

als Prorektor für Forschung, Transfer und Digitalisierung freue ich mich sehr, nach gut 100 Tagen im Amt heute mit Ihnen einen ersten Blick auf die Dinge zu werfen, die wir bereits angestoßen haben. Aber ich möchte vor allem auch auf die vielen noch vor uns liegenden Aufgaben eingehen.

Im Bereich Forschung können wir als Universität auf einige schöne Erfolge in den letzten Wochen und Monaten zurückblicken. Das Graduiertenkolleg GRK-PRO ist zur Förderung ausgewählt worden und wird im Herbst starten. Das Interdisziplinäre Forschungszentrum Ostseeraum ist in die erste Forschungsphase eingetreten. Das Helmholtz-Institut One Health startet mit der Berufung von Fabian Leendertz als Gründungsdirektor und mit dem „William B Kannel Center for Community Medicine“ konnte ein weiterer Forschungsbau von Nationaler Bedeutung für den Standort Greifswald gewonnen werden.

Diese Entwicklungen schaffen tolle Voraussetzungen für die Einwerbung weiterer Verbundprojekte. Um dieses Potenzial zu nutzen, brauchen wir jedoch Formate, die Antragstellende unterstützen und Forschende vernetzen – sowohl universitätsintern, als auch regional. Gemeinsam mit der Forschungskommission des Senats arbeiten wir deshalb daran, Programme zur Anschubfinanzierung zur überarbeiten und attraktiver und – hoffentlich auch – erfolgreicher zu machen. Das unter Frau Riedel eingeführte Format „Forschung Vernetzt“, das coronabedingt eine Pause gemacht hat, möchten wir sobald es geht wieder aufnehmen und zum Beispiel durch themenbezogene Veranstaltungen und durch die Einbindung weiterer außeruniversitärer und regionaler Partner erweitern.

Natürlich haben wir dabei auch die Exzellenzförderprogramme des Landes und die Exzellenzstrategie des Bundes im Hinterkopf. Wie genau die Exzellenzförderung auf Landesebene weitergehen wird, ist angesichts anstehender Wahlen im Herbst noch unklar. Wir sind jedoch in die Entwicklung der regionalen Innovationsstrategie des Landes eingebunden und können hier eigene Akzente einbringen.

Parallel starten auch schon erste Überlegungen zur Exzellenzstrategie des Bundes. Hier führen wir bereits erste Gespräche mit dem Land und unserer Partneruniversität in Rostock, um uns früh abzustimmen. Als kleine Universität sind wir bei Anträgen für Exzellenzcluster aber genauso – zum Beispiel bei Sonderforschungsbereichen – auf Partner angewiesen. Gleichzeitig ist es aber wichtig, dass wir uns frühzeitig auch universtitätsintern vernetzen, erfolgsversprechende Themen identifizieren und Antragsideen entwickeln. Wir werden daher nach der Sommerpause die Diskussion mit den Fakultäten hierzu suchen und planen Besuche und Gespräche mit möglichst vielen Instituten der Universität – dazu werde ich in den nächsten Monaten auf Sie zukommen.

Forschung endet aber nicht mit der Einwerbung von Fördermitteln, der Durchführung eines Projektes und der Publikation von Ergebnissen. Unsere Forschung ist zu einem großen Teil aus Steuergeldern finanziert, wir sind daher gefordert, Ergebnisse von Forschung in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zurück zu tragen. Wir haben durch die Coronavirus-Pandemie eine neue Wertschätzung von Wissenschaft erfahren, aber auch eine ungewohnte Aufmerksamkeit und sind mit hohen Erwartungen konfrontiert. Lassen Sie uns gemeinsam diese Chance nutzen, Forschung und Forschungsergebnisse in die Öffentlichkeit zu bringen. Dies geschieht auf ganz unterschiedlichsten Wegen – in Medien, durch Politikberatung, durch öffentliche Veranstaltungen und Vorträge, durch die Verknüpfung von Forschung mit Lehre aber auch durch unternehmerische Ausgründungen und Public Private Partnerships. Ich freue mich, dass in diesem Zusammenhang am ZFF eine neue Stelle als zentraler Ansprechpartner eingerichtet worden ist, die Sie in Transferbelangen unterstützen kann. Damit kann das ZFF Sie mit einer umfassenden Beratung von der ersten Forschungsidee bis zur wirtschaftlichen Verwertung der Ergebnisse unterstützen.

Lassen Sie mich zum Abschluss noch kurz auf den Bereich Digitalisierung eingehen. Ich bin neulich gefragt worden, ob die Coronavirus-Pandemie eher Schwächen in der Digitalisierung hat offenbar werden lassen oder zu einem Sprung vorwärts geführt hat. Ich glaube beides ist wahr.

Leider ist Corona noch nicht vorbei. In unseren Nachbarländern steigen die Infektionszahlen bereits wieder durch die Ausbreitung der Delta-Variante und es steht zu befürchten, dass wir auch im kommenden Wintersemester nicht wieder zum vollständigen Normalbetrieb wie vor der Pandemie werden zurückkehren können. Aber auch unabhängig davon – wir benötigen gute Infrastruktur für digitale Lehre, sowohl hardware- als auch softwareseitig. Wir sind in diesem Zusammenhang im Gespräch mit Zoom, um neben den bereits bestehenden Systemen eine Videokonferenz-Campuslizenz einzuführen. Aber auch in anderen Bereichen der Universität schreitet die Digitalisierung voran. So läuft aktuell zum Beispiel die Anbieterauswahl für ein universitätsweites Campus-Management-System, das viele Prozesse rund um unseren Campus vereinfachen soll.

Zum Abschluss möchte ich noch ein Anliegen loswerden, das mir persönlich sehr wichtig ist: Der Sommer und die niedrigen Inzidenzen verführen uns dazu, zu glauben, die Coronavirus-Pandemie sei vorbei. Das ist leider nicht der Fall. Ich möchte Sie deshalb bitten, zum Schutz Ihrer eigenen Gesundheit und dem Ihrer Mitmenschen und damit wir im Herbst wieder Universität in Präsenz durchführen können: Machen Sie es wie ich, und lassen Sie sich impfen.

Vielen Dank!

Tolle Voraussetzungen, um weitere Verbundprojekte einzuwerben

Prof. Dr. Lars Kaderali blickt als Prorektor für Forschung, Digitalisierung und Transfer in seiner Videobotschaft schon auf die kommenden Herausforderungen. Er thematisiert die nächsten Exzellenzförderprogramme und die Digitalisierung. Auch die Kommunikation bezeichnet Prof. Kaderali als Chance, die genutzt werden sollte. „Wir haben durch die Coronavirus-Pandemie eine neue Wertschätzung von Wissenschaft erfahren, aber auch eine ungewohnte Aufmerksamkeit und sind mit hohen Erwartungen konfrontiert.“ Und er hat noch eine persönliche Bitte: „Machen Sie es wie ich, und lassen Sie sich impfen.“

#impfdich

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