Universität Greifswald

Der Text zur Videobotschaft vom 21. November 2022 zum Nachlesen

Liebe Studierende und liebe Mitarbeitende der Universität Greifswald,

am 25. November werden unter Beteiligung unserer Gleichstellungsbeauftragten, der Universitätsmedizin, der Stadt und des Landkreises am Hauptgebäude orange Flaggen mit einer klaren Botschaft gehisst: „STOPP Gewalt gegen Frauen“. Vielleicht sind Ihnen auch die Plakate an den Litfaßsäulen im Stadtbild schon aufgefallen? Rund um den Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen sensibilisieren wir für das Thema. So wird u. a. am 24. November der Film „Alles ist gut“ in der STRAZE gezeigt, im Anschluss wird es ein Publikumsgespräch mit Silke Schnabel von der Beratungsstelle Sexualisierte Gewalt und mit Friederike Wardenga von der Klinischen Psychologie geben.

Gewalt an Frauen ist ein Thema, das uns schon lange bewegt, das aber insbesondere in diesem Jahr mit dem Tod der Kurdin Mahsa Amininoch eine erschütternde Aktualität erfahren hat. Wir sind bestürzt über die andauernde staatliche Gewalt gegenüber friedlich protestierenden Bürger*innen im Iran, darunter auch viele Studierende und Wissenschaftler*innen. Wir verurteilen das gewaltsame Vorgehen und die Abriegelung von Hochschulen und das Aussetzen von Lehrveranstaltungen. Wir nehmen das gewaltsame Vorgehen der iranischen Regierung als Verletzung der Menschenrechte und als einen eklatanten Verstoß gegen die akademische Freiheit wahr und rufen alle verantwortlichen Instanzen im Iran auf, die Gewalt zu beenden. Wir solidarisieren uns mit der Protestbewegung, die als Frauenbewegung begann, und mit allen Opfern der Gewalt.

Ein weiteres Thema, das uns alle betrifft, sind die Auswirkungen von Energiekrise und Inflation. Auch die Universität muss hier mit enormen Mehrausgaben rechnen. Zusätzlich droht der Einzug von bereits verplanten und dringend benötigten Rücklagen durch das Land, was die Grundfunktionen der Universität bedroht.

Der erfolgreiche Bildungsprotest der Studierendenschaft am 3. November auf dem Rubenowplatz gegen diese drohenden Kürzungen mit über 500 Teilnehmenden hat auch nach außen eindrucksvoll den Zusammenhalt von allen Mitgliedern der Universität demonstriert und entfaltet hoffentlich eine positive Wirkung auf die politischen Entscheidungsträger.

Insgesamt finde ich es bemerkenswert, wie solidarisch und fair die Diskussion dieser Situation und deren möglicher Konsequenzen mit allen Akteuren der Universität – also Hochschulleitung, Senat, Fakultäten, Verwaltung und Studierendenvertretung – geschieht. Meine Wahrnehmung ist, dass die unterschiedlichen Profile und Bedingungen der jeweiligen Fakultäten von allen anderen anerkannt und berücksichtigt werden und hoffe, dass diese Art des Austausches auch weiterhin bestehen bleibt und wir gemeinsam Wege und Lösungen in dieser schwierigen Situation finden.

Gerade auch im Hinblick auf die Kostenentwicklung ist eine weitere Einsparung bei Energie und Wärme sehr wichtig. Hierzu sind Energieverantwortliche zur Unterstützung der Sparmaßnahmen benannt worden, die vor Ort flexibel Hinweise zur Optimierung geben sollen. Erschwert wird die Situation, da an der Universität 80 Prozent der Energie- und Heizkosten durch neun Gebäude bestimmt werden. Daher muss vor allem dort nach Einsparmöglichkeiten gesucht werden, dort aber schon viele Maßnahmen zur Effizienzsteigerung umgesetzt wurden, so dass weitere Verbesserungen eine Herausforderung sind.

Weiterhin muss sich auch die Universität auf mögliche Krisenszenarien vorbereiten, natürlich in der Hoffnung, dass diese nicht eintreten. Der Energiekrisenstab erarbeitet gerade allgemeine Handlungsanweisungen für Lehrende, Studierende und Mitarbeitende in den unterschiedlichen Krisenszenarien, d. h. bei Ausfall der Wärmeversorgung, sowie bei kurz- und längerfristigem Stromausfall. In den Einrichtungen sind bereits Notfallpläne erstellt worden, diese sollen dann auch noch in diesem Jahr lokal durchlaufen und getestet werden, soweit dies möglich ist.

Es gibt leider auch schlechte Nachrichten aus der Universitätsforstverwaltung. Es wird in diesem Jahr kein Schmuckgrün für die Adventszeit bzw. keine Weihnachtsbäume für die einzelnen Institute und Einrichtungen geben. Das betrifft auch den privaten Bedarf an Weihnachtsbäumen, d. h. dass das gemeinsame Weihnachtsbaumschlagen im Universitätsforst Diedrichshagen ebenfalls ausfällt.

Immerhin gibt es gute Nachrichten von der IT. Aufgrund der sehr stark gestiegenen Anzahl von Geräten im W‑LAN musste das Universitätsrechenzentrum kurzfristig alle W-LAN-Netze umbauen, da keine IP-Adressen auf den Adresspools mehr verfügbar waren. Dazu wurde das gesamte W-LAN am 1. und 2. November auf eine neue Netzwerkkonfiguration umgestellt, die über Unternetze sehr viel mehr Nutzer erlaubt.

Ich wünsche trotz all der vorher genannten Unsicherheiten und Probleme allen Studierenden und Mitarbeitenden der Universität ein weiterhin erfolgreiches Wintersemester und eine besinnliche Adventszeit.

Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Prorektor Prof. Dr. Ralf Schneider erklärt mit Blick auf den 25. Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, dass die Universität Greifswald sich klar mit der Botschaft „STOPP Gewalt gegen Frauen“ positionieren wird. Außerdem thematisiert er die Auswirkungen von Energiekrise und Inflation für die Universität sowie die Vorbereitung etwaiger Krisenszenarien.

Rektoratsforum

Wahlbekanntmachung für die Wahl der studentischen Mitglieder im Senat und in den Fakultätsräten

Die Wahl der studentischen Mitglieder im Senat und in den Fakultätsräten der Universität Greifswald findet vom 10. bis 13. Januar 2023 statt.



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