Universität Greifswald

Auf dem Gruppenbild nach der Wahl der Prorektor*innen im Senat der Universität Greifswald sind die drei Gewählten zu sehen. v.l.n.r. Prof. Dr. Annelie Ramsbrock, Hennis Herbst, Dorthe G.A. Hartmann

Herzlichen Glückwunsch zur Wahl als Prorektorin und Prorektor.

Weiterlesen
Gruppenfoto Deutschlandstipendium 2022 © Gina Heitmann, 2022

Wir sind dabei

Die Universität Greifswald sowie die Stipendiatinnen und Stipendiaten des Deutschlandstipendiums danken allen Förderinnen und Förderern.

Weiterlesen
Symbolbild Forschen ©Philipp-Marthaler, 2021

Sicher lehren, studieren und forschen

Weiterlesen
Ukrainische Flagge - pixabay free

Solidarität mit der Ukraine - Солідарність з Україною

Unterstützungs- und Informationsangebote der Universität Greifswald

Weiterlesen
Symbolbild Forschung  ©Kilian_Dorner

Zukunftsfragen beantworten

Forschung an der Universität Greifswald

Weiterlesen
Croy-Teppich ©Grzegorz-Solecki

Uni mit Schatz

Der Croyteppich im Pommerschen Landesmuseum ist einer der bedeutendsten Schätze der Universität Greifswald.

Weiterlesen
Sommerführungen © Till-Junker, 2019

Universitätsführungen

Ganzjährig buchbar

Weiterlesen
Der Text zur Videobotschaft vom 6. Februar 2023 zum Nachlesen

Liebe Mitarbeitende der Universität Greifswald, liebe Studierende,

wir blicken zurück auf ein von Corona weitestgehend unbehelligtes Wintersemester, das jedoch nach wie vor überschattet war von dem immer noch anhaltenden russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und dem unendlichen Leid, das er über die im Land verbliebenen, aber auch geflüchteten Ukrainer*innen bringt. Die aus dem Kriegsgeschehen resultierende Energiekrise und rasant gestiegene Inflationsrate stellt auch das Land Mecklenburg-Vorpommern vor große finanzielle Herausforderungen, die alle vom Land finanzierten Einrichtungen und damit auch die Hochschulen betreffen.

Auch wenn die Energiepreisbremse des Bundes und der Ende 2022 verabschiedete Härtefallfonds des Landes die Folgen der immens gestiegenen Energiekosten etwas abfedern, so bleiben doch die inflationsbedingten Mehrkosten etwa für Verbrauchsmittel wie technische Gase oder Druckerpapier, Literatur, steigende Lohnkosten und der Einzug eines Teils unserer Rücklage als Beitrag zur globalen Minderausgabe des Landes, die 2023 über alle Ministerien hinweg 150 Millionen Euro beträgt. Bei der sogenannten Rücklage handelt es sich zum Großteil um zweckgebundene Rückstellungen, die wir zum Beispiel für die Anschub- und Kofinanzierung von Forschungsprojekten oder die energetische Gebäudesanierung benötigen.

Durch intensive Verhandlungen mit Wissenschaftsministerin Bettina Martin und unsere gemeinsamen Proteste haben wir erreicht, dass sich die Kürzungen unserer Rücklagen weitestgehend auf die sogenannten Pflichtrücklagen beschränken, die unter Minister Brodkorb aufgebaut werden mussten. Diese Rücklagen, die wir – laut Brodkorb – für Notfälle ansparen mussten, jedoch nicht zur Kompensation gestiegener Kosten einsetzen können, müssen vorerst nicht wieder aufgebaut werden. Dennoch kommen bis Ende des Jahres Kürzungen in Höhe von gut 4 Millionen Euro auf die Universität zu, was zusammen mit den krisenbedingten Mehrausgaben 2023 zu einem Haushaltsdefizit von rund 7 Millionen Euro führt.

Durch erste Kürzungen und Umfinanzierungen, die mit dem Rektorat, der Verwaltung und einzelnen Einrichtungen abstimmt wurden, konnte dieser Fehlbetrag auf 3,3 Millionen Euro reduziert werden. Die Kürzungen führen unter anderem zu verkürzten Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek, teils zu verzögerten Einstellungen bei Nachbesetzungen, aufgeschobenen Sanierungen und Beschaffungen.

Bezüglich der Hochschulfinanzierung für die kommenden zwei Jahre bestehen erhebliche Unsicherheiten: Das Finanzministerium beziffert das landesweite Einsparvolumen für 2024 auf 435 Millionen Euro und für 2025 auf 413 Millionen Euro. Presseberichten zufolge wird das Land in erheblichem Umfang eigene Rücklagen abbauen, gleichzeitig werden erhebliche strukturelle Einsparungen angekündigt. Wie weit davon die Hochschulen betroffen sind ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. Hinzu kommen erkennbare strukturelle Probleme der Universität, wie beispielsweise inflationsbedingte Mehrkosten in allen Bereichen, überproportional steigende Kosten mit Blick auf die Literaturversorgung oder ein dauerhafter Mehrbedarf im Bereich Digitalisierung, der nach Auslaufen der Sonderprogramme den Haushalt zusätzlich belastet.

Anbetracht dieser Entwicklungen haben sich das Rektorat, die Fakultätsleitungen und die Mitglieder der Haushaltskommission des Senats mehrheitlich dafür ausgesprochen, das diesjährige Haushaltdefizit nur hälftig durch Zugriff auf die, durch die Kürzungen im Rahmen der globalen Minderausgabe ohnehin deutlich geschrumpfte Rücklage auszugleichen. Die verbleibenden 1,65 Millionen Euro Defizit werden als Einsparziel prozentual auf alle Einrichtungen – das heißt Fakultäten, zentrale Verwaltung, Rechenzentrum und Bibliothek – verteilt. Auch wenn dies zu sicherlich schmerzlichen Einschnitten mit Blick auf Personal- und Sachmittel führt, erhält sich die Universität so doch einen gewissen Handlungsspielraum mit Blick auf die kommenden zwei finanziell angespannten Haushaltsjahre und kann notwendige Kürzungen gezielt und strategisch und eben nicht wahllos vornehmen.

Die Ankündigung des Finanzministeriums bedeutet für uns als Universitätsleitung, aber auch für alle Universitätsangehörigen, dass wir politisch aktiv werden und umfangreiche Lobbyarbeit leisten müssen, um die durch die massive globale Minderausgabe in 2024/25 drohenden Kürzungen im Bereich Hochschulbildung und Wissenschaft auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Bitte unterstützen Sie uns als Rektorat bei unseren Bemühungen, Politiker*innen und Bürger*innen vom Wert und Impakt der Universität Greifswald für das Land Mecklenburg-Vorpommern zu überzeugen und so die finanziellen Kürzungen und damit verbundenen strukturellen Einschnitte weitestgehend abzuwenden.

Zeigen Sie Ihre Forschung im Rahmen von Formaten wie der Familien-Universität, der Universität im Rathaus oder in der Region, nutzen Sie unsere Beratungsangebote zu Wissenschaftskommunikation oder Social Media, kommen Sie mit uns zu den geplanten parlamentarischen Abenden und beteiligen Sie sich am öffentlichen Diskurs. Die Universität Greifswald hat viel zu bieten, wir freuen uns über alle, die helfen, unserer Forschung und Innovationskraft in der öffentlichen Wahrnehmung mehr Gewicht zu verleihen!

Kommen wir zu einem erfreulicheren Thema. Seit gut einem Jahr arbeiten Universitätsmitglieder im Rahmen der Klimaschutzstrategie an der Bilanzierung der Treibhausgasemissionen der Universität. Zusätzlich wird ein Maßnahmenkatalog in den Bereichen Mobilität, Ländereien, Beschaffung und Gebäudemanagement erstellt, der uns dem Ziel der Klimaneutralität 2030 näherbringen soll. Erste Maßnahmen befinden sich bereits in der Umsetzung. Auf der eigens dafür eingerichteten Webseite „Klima und Universität“ können Sie sich jetzt einen Überblick über den Stand der Dinge machen. Neben einem ausführlichen Zwischenbericht finden Sie dort Zahlen zu unseren Treibhausgasemissionen, anschauliche Diagramme und Hinweise, wie Sie Ihren Beitrag leisten können. Auch werden dort zukünftige Informationen und Neuigkeiten aus den Bereichen Nachhaltigkeit und Klimaschutz der Hochschulöffentlichkeit zugänglich gemacht.

Und zum Abschluss noch ein kurzer Blick nach vorne. Im Sommersemester 2023 wird die Universität zum uneingeschränkten Normalbetrieb und damit grundsätzlich zur Präsenzlehre zurückkehren. Im Präsenzbetrieb haben innovative digitale Lehrformate weiterhin ihren Platz und ihre didaktische Berechtigung, die Beschleunigung von digitaler Lehre in den vergangenen drei Jahren nehmen wir mit und auf, um Hochschullehre im Gesamten weiter auf dem neuesten Stand zu halten. Gleichwohl versteht sich die Universität Greifswald als Präsenzuniversität, Lehrende und Studierende sollen sich in Hörsälen und Praktikumsräumen begegnen und Lehr- und Lernstoff im persönlichen Austausch diskutieren und vertiefen. Dies wird auch erleichtert durch den weitestgehenden Wegfall aller Corona-Schutzmaßnahmen.

Nun wünsche ich unseren Studierenden viel Erfolg bei den noch ausstehenden Prüfungen und allen Universitätsangehörigen erholsame Semesterferien, in denen wir Kraft und Zuversicht für das kommende Semester schöpfen können.

Finanzielle Herausforderungen bleiben bestehen

Rektorin Prof. Dr. Katharina Riedel erläutert die aktuelle finanzielle Situation der Universität. Bis Jahresende kommen Kürzungen von ca. 4 Millionen Euro auf uns zu. Zusätzlich mit krisenbedingten Mehrausgaben wird es ein Haushaltsdefizit von 7 Millionen Euro geben. Sie ruft alle Universitätsangehörigen zu aktiver Lobbyarbeit für unsere Universität auf.

Auch als Audio

Rektoratsforum



Aktuelle Medieninformationen und Veranstaltungen der Universität Greifswald



Das Logo der Initiative Weltoffen der HRK
Logo Charta Familie in der Hochschule
Logo HRK-Audit
Logo HR Excellence