Bewahren und Erleben. 20-jähriges Jubiläum des Landesamts für Kultur- und Denkmalpflege MV, einem Assoziierten Partner von KreativEU

Schon während des Konzerts zeigte sich, wie bedeutend die Zusammenarbeit von Archiven, Depots und Sammlungen des Landesamts ist. So brachte Thomas Fritzsch ein historisches Instrument aus der Landesbibliothek zum Erklingen: die 1778 vom Wiener Instrumentenbauer Joann Joseph Stadlmann gefertigte herzögliche Viola da Gamba. Die Musik und Noten, die er zusammen mit weiteren Musiker*innen auf historischen Instrumenten darbot, entstammten der reichhaltige Musiksammlung der Landesbibliothek und war von ihm für das Konzert erschlossen worden. Die Noten konnten dann auch während einer Pause im Original bewundert werden. So wurde kulturelles Erbe vielfältig erlebbar.

In ihrem Grußwort hob Dr. Bettina Martin, Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, hervor: „Das kulturelle Erbe ist kein Luxusgut – es ist eine tragende Säule unserer Gesellschaft Es stiftet Orientierung, schafft Zusammenhalt und eröffnet Perspektiven für Bildung, Wissenschaft, Tourismus und regionale Entwicklung.“ Sie dankte den Mitarbeiter*innen des Landesamts für ihr Engagement für das kulturelle Erbe des Landes und wünschte ihnen und ihrer Direktorin Dr. Ramona Dornbusch viel Kraft und die notwendige politische Unterstützung für die kommenden Jahre.

Dr. Dornbusch zeichnete in ihrem Festvortrag die Geschichte des Landesamts in den vergangenen zwanzig Jahren nach, die geprägt war durch die Zusammenführung von zuvor eigenständigen Einrichtungen in den heutigen vier Abteilungen des Landesamts Landesbibliothek, Landesdenkmalpflege, Landesarchiv und Landesarchäologie hatten. Die deutlich gesteigerte Vernetzung fachlicher Kompetenzen und Nutzung von Synergien waren die Folge. Sehr eindrücklich stellte Dr. Dornbusch dar, wie bedeutsam das Vermitteln und Erleben von Kultur ist: „Kulturelles Erbe muss nicht nur bewahrt werden. Es muss auch erklärt, eingeordnet und verständlich gemacht werden. Denn nur, was Menschen verstehen, können sie auch als wertvoll erkennen. Und nur, was sie als wertvoll erkennen, werden sie auch als schützenswert begreifen.“

KreativEU gratuliert zum Jubiläum und freut sich auf gemeinsame Projekte, bei denen das Bewahren und Erleben von kulturellem Erbe gleichermaßen im Vordergrund stehen, wie etwa bei dem im Juni 2026 an der Universität Greifswald stattfindenden KreativEU Walking Seminar „Changing Cultural Landscapes. Pomerania – the Land by the Sea“.