KreativEU bei der DAAD EUN Jahrestagung 2025



Am 9. und 10. Dezember 2025 fand die Jahrestagung „Europäische Hochschulnetzwerke (EUN) – national Initiative“ in Bonn statt. Alle deutschen Hochschulen, die Mitglieder einer Europäischen Hochschulallianz sind, waren eingeladen, mit einer Person des Projektpersonals und einem*einer Studierenden an der Tagung teilzunehmen. Die UG war durch den studentischen Prorektor Lukas Voigt, der auch UG Student Ambassador von KreativEU ist, und die Projektkoordination an der UG Dorthe G. A. Hartmann vertreten.
Da die Studierendenschaft mit über vierzig Teilnehmenden an der Tagung vertreten waren, fanden alle EUN-Foren und Workshops des Barcamps mit einer substanziellen Zahl an Studierenden statt, was zu einem intensiven und gewinnbringenden Austausch zwischen Studierenden und Projektverantwortlichen führte. Es wurde deutlich, dass Studierende als gleichberechtigte Partner die Hochschulallianzen mitgestalten wollen und dafür wertvolle Ideen liefern.
Während des Barcamps am zweiten Tag brachten sowohl der studentische Prorektor als auch die UG Projektkoordinatorin eigene Fragestellungen ein. Lukas Voigt bewegte die Frage, wie Forschende und Lehrende für unsere europäischen Hochschulallianzen gewonnen werden können. Seine eigene Einstellung war deutlich und wurde grundsätzlich im Workshop geteilt: „Dozierende sollten Internationalisierung nicht primär danach bewerten, welchen persönlichen Mehrwert sie selbst daraus ziehen. Viel entscheidender ist, zu erkennen, welche enorme Chance sie ihren Nachwuchswissenschaftler*innen eröffnen, wenn europäische Zusammenarbeit im Hörsaal direkt erfahrbar wird. Ohne engagierte Lehrende, die sich sichtbar und überzeugt zur europäischen Idee bekennen, bleibt Studierenden der interkulturelle Austausch verwehrt– und genau hier verschenken wir enormes Potenzial für die Zukunft der Wissenschaft, so der studentische Prorektor.
Dorthe G. A. Hartmann warf die Frage auf, wie virtuelle Mobilität für Studierende attraktiv gestaltet werden könne, und freute sich diesbezüglich auf Hinweise der Studierenden auf Kriterien, die für sie attraktive virtuelle Mobilitätsangebote ausmachen, und auf Good Practice Beispiele, von denen Projektverantwortliche aus ihren Allianzen berichten würden. Es wurde deutlich, dass für die Studierenden die Anrechenbarkeit auf das eigentliche Studium als wichtig erachtet wird, ebenso Interdisziplinarität in der Behandlung der Themen und Interaktivität in der Selbststudienphase. Idealerweise würde eine virtuelle Mobilität mit einem kurzen Kennenlernen der Akteur*innen in Präsenz enden. Als erfolgreiche Good Practice Beispiele wurden Ringvorlesungen und auch allianz- oder themenspezifische Zusatzzertifikate angeführt, letztere, wenn die Anrechnung auf das eigentliche Studium nicht möglich ist.
Studentischer Prorektor und UG Projektkoordinatorin zogen eine sehr positive Bilanz und haben viele gute Ideen für KreativEU aus Bonn nach Greifswald mitgebracht. Ihr Dank gilt dem DAAD, der diesen wertvollen Austausch möglich gemacht hat.