Studierende berichten über den Hackathon „Smart Archives“ an der Südböhmischen Universität in Budweis!

Elisabeth (vorne rechts) und Julia (hinten rechts) vertraten die Universität Greifswald bei diesem Hackathon.
Eröffnung des Hackathons in Vodnany. Man sieht links das Gelände der Universität, die ihre Fischzucht in Vodnany hat.
Vodnany Stadt. Der alte Marktplatz. Vodnany hat einen sehr schönen alten Stadtkern, ist aber ansonsten eine sehr kleine Stadt mit ca. 7000 Einwohnern.
Datenträger, die in speziellem Öl gekühlt werden. Aufgenommen in dem Data-Center Wedos.
Schloss Hluboká
Das Escape Game durch die Stadt mit Karte und Bildern, bei dem wir auch in so manchen Keller mussten, um Hinweise zu sammeln und Aufgaben zu lösen. Nicht immer was für schwache Nerven.
Während des Hackathons wird in Gruppen gearbeitet.
Die Projekte werden der Jury vorgestellt. Man hatte 10 Minuten Zeit das Gruppenprjekt zu präsentieren und danach wurden 10 Minuten Fragen von der Jury und vom Publikum beantwortet.
Am Ende gab es noch eine Preisverleihung bei der jeder ein kleines Andenken an den Hackathon bekam und die Sieger bekannt gegeben wurden.

Erfahrungsbericht Elisabeth:

"Vom 09.03. bis zum 13.03.2026 fand in dem kleinen Ort, Vodnany, im Süden von Tschechien der Hackathon unter dem Titel „Smart Archives: Unlocking knowledge with AI“ statt. Organisiert wurde der Hackathon von der University of South Bohemia und KreativEU. Es kamen Studierende aus verschiedenen Universitäten aus ganz Europa (Polen, Deutschland, Schweden, Tschechien, Slowakei, Bulgarien, Rumänien, Protugal) zusammen. Begleitet wurden sie von Mentoren, die Ihnen während des Hackathons zur Hilfe standen und bei Fragen beratend zur Seite standen.

Der Hackathon bestand aus einer 24 stündigen Gruppenarbeit, bei der die Studierenden die Aufgabe bekamen ein Tool zu entwerfen um mit KI Archive, Museen und Bibliotheken für alle zugänglicher zu machen. [...] 

Ein Team bestand aus fünf Personen aus mindestens drei Universitäten, sodass auch wir multilingual unterwegs waren. Insegsamt ergab das für den Hackathon 6 Teams. Die Studierenden kamen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen. Von Anglistik über Architektur und Biologie bis hin zu Technik war alles dabei. Man kam mit vielen unterschiedlichen Personen in Kontakt und durch die intensive Gruppenarbeit ergänzten sich die Fachbereiche ideal, um aus verschiedenen Blickwinkeln an die Aufgabe heranzugehen.

Am Anfang war es schwer eine Idee für ein Projekt zu finden. Wir hatten viele Ideen, mussten aber feststellen, dass die meisten in so einer kurzen Zeit nicht umsetzbar waren, oder nicht genügend den Anforderungen der Aufgabe oder unseren eigenen Anforderungen genügten. Schlussendlich entschieden wir uns dazu ein Programm zu entwicklen, welches als Fakten-checker fungieren sollte, um auf Fake News hinzuweisen. Wir nannten unser Project „Fact checking European history“. 

Während der 24h Arbeitsphase trafen wir auf viele weitere Probleme und auf die Grenzen der KI und lernten vor allem, immer wieder einen Schritt zurück zu gehen und neu anzusetzen. Unsere eigenen Fähigkeiten, sowie das technische Wissen unserer Teamkollegen ergänzten sich überraschend gut und jeder konnte sich einbringen und war ein wichtiges Teil des Teams. Tatsächlich brauchten wir fast die gesamten 24h, um unser Projekt zu erstellen. Am Ende stellten das Projekt vor einer extra dafür angereisten Jury vor. Diese bewertete das Konzept, die Präsentation und stellte herausfordernde Fragen. [...] Der Hackathon fand seinen Abschluss mit der Preisverleihung. Unser Team konnte stolz den 3. Platz erreichen.

Neben dem eigentlich Hackathon gab es auch noch ein umfangreiches Kulturprogram, welches von der University of South Bohemia organisiert wurde. So besuchten wir das Data-Center Wedos nahe Vodnany und konnten uns anschauen, wie große Mengen von Datenträgern gekühlt werden. Danach konnten wir das schöne Schloss Hluboká (deutsch: Frauenberg) besichtigen. Am Abend fand ein Escape-Game durch Vodnany statt, welches von der Stadtbücherei organisiert wurde. In Kleingruppen setzte wir uns mit der Geschichte und den Mythen der Stadt auseinander und mussten dabei knifflige Rätsel lösen.

Insgesamt war der Hackathon eine einmalige Möglichkeit seine eigenen Fachkenntnisse anzuwenden und mit anderen Kenntnissen zu erweitern. Man hat gelernt mit anderen Fachbereichen zusammenzuarbeiten und es war ein hervoragendes Ereignis, um neue Kontakte zu knüpfen und einzigartige Erfahrungen zu machen."

 

Erfahrungsbericht Julia

"Der Hackathon 2026 in Vodňany, Tschechien, war der erste Hackathon, an dem ich teilgenommen habe. Ich wusste nicht, was mich erwarten würde, da die Informationen, die wir im Vorfeld erhalten hatten, ziemlich vage waren. Zusammen mit einer Freundin von derselben Universität reiste ich nach Prag, übernachtete dort eine Nacht und fuhr dann weiter nach Ceske Budejovice und Vodňany. Der Hackathon fand in einer Tagungs- und Seminarstätte statt, wo wir in Doppelzimmern untergebracht waren. Am Anreisetag begann das Programm mit einer Vorstellung des Teams und des Projekts. Wir erhielten einige Anweisungen und Richtlinien zu den Anforderungen des Projekts und der Präsentation, für die wir von der Jury Punkte erhalten würden. Das Thema lautete, Museen und Archive zugänglicher zu machen. Abgesehen davon hatten wir völlige Freiheit bei der Wahl des Projekts, an dem wir arbeiten wollten.

Der zweite Tag war für Gruppenaktivitäten vorgesehen, also besuchten wir das nahegelegene Schloss Hloboca, machten eine Schnitzeljagd durch Vodňany und gingen am Abend bowlen. Das half dabei, uns kennenzulernen und die Arbeit in Gruppen auszuprobieren, da die Teams für den Hackathon bis zum nächsten Morgen gebildet werden mussten.

Der Hackathon selbst begann am zweiten Tag um 10 Uhr und endete am dritten Tag um 10 Uhr, also genau 24 Stunden später. Mentoren von jeder Universität gingen zwischen den fünf Teams hin und her und halfen in ihrem Fachgebiet. In den 24 Arbeitsstunden mussten wir ein Produkt planen, zum Beispiel eine Website, eine App, ein Spiel usw. Ein Prototyp des Produkts sollte vorliegen, ebenso wie eine 10-minütige Präsentation. Anschließend stellte eine Jury weitere 10 Minuten lang Fragen. Nach einer dreistündigen Pause zur Erholung wurden die drei Gewinnerteams ausgezeichnet.

Am nächsten Tag verließen viele Studenten bereits am Morgen die Anlage; für diejenigen, die noch etwas länger blieben, gab es Besichtigungen der örtlichen Fischzuchtanlagen. Wir fuhren am Nachmittag mit dem Bus zurück nach Prag und am folgenden Tag weiter nach Deutschland.

Der Hackathon war eine herausfordernde, aber bereichernde Erfahrung. Es war schwer, so eine geistig und körperlich anspruchsvolle Herausforderung in relativ kurzer Zeit zu meistern, während wir größtenteils in einer anderen Sprache als unserer Muttersprache kommunizierten. Dennoch war es sehr interessant zu erleben, was man erreichen kann, und mit einer Gruppe unbekannter, sehr unterschiedlicher Menschen zusammenzuarbeiten.

Insgesamt würde ich jedem, der bereit ist, sich einer Herausforderung zu stellen und neue Leute aus ganz Europa kennenlernen möchte, empfehlen, an einem Hackathon teilzunehmen."

 

Hast du Interesse daran, an einem Hackathon teilzunehmen? Auf dieser Website findest du alle Informationen zu den kommenden Veranstaltungen, melde dich gerne an!