Greifswald goes International
Becky Carey
Studium in Greifswald
Landschaftsökologie und Naturschutz (B.Sc.)
Aktivität im Ausland
Hochschulaustausch, University of Saskatchewan, Saskatoon, Kanada
Zeitraum
09/2025 – 12/2025
Wieso ich ins Ausland gegangen bin?
"Ich wollte schon immer nach Kanada reisen und die vielfältigen Naturlandschaften dort erkunden. Der Hochschulaustausch bot die perfekte Gelegenheit, gleichzeitig Kanada kennenzulernen und mehr über den Naturschutz außerhalb von Deutschland zu lernen."
Motivation
Das Land Kanada hat mich schon immer fasziniert mit seinen riesigen Wäldern, Küsten und Bergen. Ich studiere im Bachelor Landschaftsökologie und Naturschutz und bin auch in meiner Freizeit gerne draußen unterwegs, weshalb ich mir die Chance, diese Naturlandschaften kennenzulernen, nicht entgehen lassen konnte. Außerdem konnte ich so auch viel über den kanadischen Umgang mit der Natur lernen und wie man sie gleichzeitig nutzen und schützen kann. Das Auslandssemester sollte mir Einblicke in den internationalen Naturschutz geben und Ansätze aufzeigen, die mir aus Deutschland weniger bekannt waren.

Anreise
Ich habe meine Anreise mit einem Zwischenstopp in Toronto verbunden und konnte so gleich ein wenig das Land kennenlernen. Toronto ist eine wirkliche eindrucksvolle moderne Großstadt mit riesigen Hochhäusern und Einkaufszentren, aber auch hübschen Parks und einer schönen Uferlinie zum Ontario-See. Außerdem sind die Niagarafälle nicht weit, sodass ich gleich in meiner ersten Woche einen Kanadas größter Wasserfälle bestaunen konnte.
Nach ein paar Tagen bin ich dann nach Saskatoon weitergeflogen und habe mein Zimmer in dem Studentenwohnheim der Uni bezogen.



Unileben in Saskatoon
Der Unialltag in Kanada war mit mehr Lernaufwand behaftet, als ich es aus Deutschland kannte. Viele Kurse waren in Kombination mit Laborpraktikas zu belegen und haben regelmäßige Protokolle und Projektberichte zur Abgabe verlangt. Zusätzlich gab es mehrere Zwischenprüfungen im Verlauf des Semesters. Dafür aber war die Klausurenphase deutlich entspannter, da man schon während des Semesters viel von dem Lernstoff verinnerlicht hatte.
In meiner Freizeit habe ich viel Zeit im Fitnesskomplex der Uni verbracht, den man im Rahmen der Unigebühren kostenlos nutzen darf. Dort gibt es neben einem Fitnessstudio noch zwei Schwimmbäder, Turnhallen für Volleyball, Basketball, Squash, etc. und, mein persönliches Highlight, eine Kletterwand.
Da die meisten internationalen Studierenden ebenfalls im Wohnheim untergebracht waren, habe ich schnell Freund*innen gefunden und wir haben viel Zeit miteinander verbracht. Zusammen waren wir Kajak fahren auf dem Saskatchewan River, haben Spiele der Unimannschaften angefeuert und die Stadt erkundet.
Ausflüge

Die Wochenenden haben andere unternehmungsfreudige Internationals und ich uns des Öfteren ein Auto gemietet und Nationalparks in der „Nähe“ besucht (das kanadische Empfinden für „nah“ reicht dabei zu bis zu 5h Autofahrt …). Die langen Fahrten waren es aber wert und wir haben unter anderem den Elk Island Nationalpark in Alberta, Prince Albert Nationalpark in Saskatchewan und Riding Mountain Nationalpark in Manitoba erkundet.
In Kanada gibt es außerdem die sogenannte „reading week“, eine vorlesungsfreie Woche in der Mitte des Semester, die ich gemeinsam mit Freund*innen in Banff in den Rockey Mountains verbracht habe. In dieser Woche sind wir viel durch die verschneiten Berge und Wälder gewandert, haben einen Gipfel bestiegen und berühmte Sehenswürdigkeiten wie den Johnston Canyon und Lake Louise besucht.




Mein Fazit
Mein Auslandssemester in Saskatoon war eine unglaublich tolle Erfahrung. Ich habe mich sowohl persönlich als auch akademisch weiterentwickelt und viele großartige Menschen kennengelernt. Ich würde jeder Person dazu raten, die Möglichkeit eines Auslandssemesters zu ergreifen.

Du möchtest auch ins Ausland?
Informiere dich hier über deine Möglichkeiten.
