Elisa Jung

Studium in Greifswald
Landschaftsökologie (B.Sc.)

Aktivität im Ausland
Praktikum in der Scientific Research Station Abisko (Schweden)

Zeitraum
August - Dezember 2020

Wieso ich ins Ausland gegangen bin?
In Abisko wollte ich herausfinden, wie Forschung funktioniert, neue Menschen kennen lernen und die Tundra Schwedens erkunden."


Klimaforschung in Nordschweden

Praktikum: Abisko Scientific Research Station

Arbeit am Vegetationsplot mit Panoramablick - Foto: Elisa Jung
Morgendliche Wanderung zum Feldexperiment - Foto: Elisa Jung

Direkt nach der Klausurenphase ging die Reise los - da war ich mit der Planung natürlich etwas im Verzug. Wann genau fährt mein Zug nochmal...?
Und dann war ich auch schon mittendrin, im Zug Richtung Stockholm, dann weiter nach Abisko, Lappland.



Abisko ist so ziemlich der nördlichste Punkt in Schweden, zumindest kommt es einem als Ausländer so vor. Das heißt ich hatte viele Stunden vor mir, die Planung in aller Ruhe im Zug nachzuholen. Schließlich wollte ich auf dem Hinweg einen Tag in Stockholm verbringen und hatte noch keine Ahnung, was ich alles sehen wollte. Ich habe mich dann für das Nationalmuseum und das Schloss entschieden und bin bis zum Abend durch die Stadt spaziert.

Ungefähr 16 Stunden später stand ich am Ziel angekommen am Bahnhof in Abisko und wurde von meinen zwei Mit-Praktikanten abgeholten und zur Forschungsstation geführt.
Wenn man die nordische Eiseskälte gewohnt ist, mag es einem nicht abwegig erscheinen bei 15 Grad Sonnenschein in die Eisestiefen des Torneträsk, einer der größte Seen Schwedens einzutauchen, um sich kurz abzukühlen. Ich kam also an, legte meine Sachen ab und schon wurde ich zu einer kleinen Wanderung inklusive Plansch-Spaß eingeladen.

Nach ein paar Tagen war ich mit dem Grundgerüst des (Arbeits-)Alltags vertraut.                                     
Morgens gegen 9.00 Uhr machen wir uns für gewöhnlich auf den Weg und besteigen den Berg "Paddus", um zum Feldexperiment des Projekts ALTER (Abisko Long-Term Ecological Research) zu gelangen, wo die Vegetation darauf wartet von uns umsorgt zu werden. Manchmal verbringen wir unsere Zeit auch im Labor, um Proben zu analysieren, oder Versuche vorzubereiten.

Die Forscherteams auf der Station wechseln regelmäßig, daher hat man eine Menge Gelegenheiten, in die verschiedensten Projekte reinzuschnuppern. Die ersten beiden Wochen war ich beispielweise total gerne mit zwei Entomologen unterwegs, die den Sehapparat von Hummeln untersuchen.
Und die Wochenenden bieten sich an, um auf Elch-Suche zu gehen, Lagerfeuer zu machen oder durch den Nationalpark zu wandern.
Mittlerweile habe ich drei Wochen hier verbracht, weiter drei Wochen werden folgen. Die Zeit rast, wenn man immer etwas Neues entdecken kann.

 

 

Abisko Scientific Research Station

https://polar.se/en/

Project ALTER
https://www.arcticcirc.net/our-projects/alter-abisko

Kleiner Bergsee - Foto: Elisa Jung
Flattervielfalt der Tundra - Foto: Elisa Jung

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