Emma Senger

Profilbild ELS - Foto: Emma-Lou Senger

Studium in Greifswald
Lehramt Regionale Schule: Englisch, Geographie


Aktivität im Ausland
Hochschulaustauch, University of Saskatchewan, Kanada

 

Zeitraum
August 2019 - Dezember 2019

 

Wieso ich ins Ausland gegangen bin?
Wenn ich längere Zeit am selben Ort wohne, bekomme ich irgendwann das Bedürfnis, Neues zu erleben. Ein Auslandssemester hat sich für mich perfekt angeboten, da ich auch gerne einmal an einer ausländischen Universität studieren wollte. Nicht nur um meine Sprachkenntnisse für mein Englischstudium zu verbessern, sondern auch ums das Leben und die Leute in Kanada kennenzulernen."


Ankunft in Saskatoon

Warnschild im Banff Nationalpark -Foto: Emma-Lou Senger
Warnschild im Banff Nationalpark
Hauptgebäude der U of S - Foto: Emma-Lou Senger
Hauptgebäude der Uni
Footballspiel der Huskies -Foto: Emma-Lou Senger
Footballspiel der Huskies

 

„Nach Saskatoon im Winter? Bist du verrückt? Und warum überhaupt dorthin?“ Diese Fragen durfte ich mir so einige Male anhören.
Bevor ich nach Saskatoon kam, bin ich noch eine Weile durch die Berge des Banff Nationalparks gereist, denn hier in der Provinz Saskatchewan findet man davon leider keine. Somit konnte ich nochmal eine ganz andere Seite Kanadas kennenlernen und muss sagen, dass ich auf jeden Fall wiederkommen werde! Dann aber mit Sicherheit in einer größeren Gruppe, bewaffnet mit Bärenspray, denn so ist die Chance angeblich viel kleiner, von einem Grizzly attackiert zu werden. Einige anstrengende Wanderungen und wunderschöne Aussichten später, durfte ich zurück in Saskatoon, meine „Homestay- Familie“ kennenlernen. Für das nächste Semester wohne ich nämlich - nicht wie die meisten anderen Internationalen im Studentenwohnheim - bei einer kanadischen Familie. Meine „Gastfamilie“ besteht dabei eigentlich nur aus der Mutter, ihrem Hund und zwei weiteren Austauschstudierenden, welche mit mir an der University of Saskatchewan(U of S) studieren. Ich fühle mich auf Anhieb willkommen und lerne die kanadische Kultur und das alltägliche Leben viel besser kennen. Am Abend kommt man meistens zum Abendessen zusammen, dafür werden einem tagsüber alle Freiheiten gelassen. (Gelegentliches Spülmaschine ausräumen, ist natürlich trotzdem gerne gesehen!)
 

In den kommenden Tagen, hatte die International Students Association auch schon einige Events geplant, für welche ich mich fleißig eingetragen habe, um meine ersten Kontakte an der Uni zu knüpfen. Am ersten Tag wurden alle Internationalen begrüßt und entdeckten zum ersten Mal das riesige Gelände der Universität. Hörsäle, Bibliotheken, Mensen, Cafés, Buchläden, alles auf einem Campus. Außerdem gibt es einen sehr großen Physical Activity Complex (PAC), welcher eine Schwimmhalle, mehrere Fitnessräume, Kletterwände, Squashplätze und Turnhallen beinhaltet. Das Beste daran ist, dass man all dieses und zusätzliche Fitnesskurse umsonst besuchen kann, wenn man Student an der U of S ist. Ein Semesterticket für die Busse ist ebenfalls mitinbegriffen.  

Schon nach den ersten Tagen durfte ich Studierende aus der ganzen Welt kennenlernen und war erstaunt wie einfach das geht. Alle befinden sich in der selben Situation und sind auf der Suche nach Leuten, mit denen man das Auslandssemester möglichst spaßig verbringen kann. Zum Labour Day besuchten wir gemeinsam das Feuerwerk am Fluss und auch das Footballspiel der Huskies (Uni-Team) schauten wir uns zusammen an. Das Stadion war so gut wie ausverkauft und die Stimmung super. Cheerleader, Maskottchen und ein Feuerwerk bei jedem Touchdown inklusive. Wer also einmal die volle Ladung Kanada Klischee erfahren möchte, dem kann ich einen solchen Besuch nur wärmstens empfehlen.


Natürlich gibt es überall Fast Food, riesige Autos, aber auch genau so nur freundliche Kanadier. Sobald man aus dem Bus steigt, wird ein lautes „Thank you“ nach vorne zum Busfahrer gerufen, welcher freundlich mit „You’re welcome“ antwortet. Was bei uns in Deutschland wohl nur schwer vorstellbar ist...
Langsam beginnt der Indian Summer in Saskatoon und wirklich jeder schwärmt von dieser Jahreszeit. Mir wird häufig gesagt, dass ich das Wetter auf jeden Fall noch genießen muss, bevor der lange und eiskalte Winter kommt. Und das ist hier auch auf jeden Fall möglich. Es gibt einen Wanderweg entlang des South Saskatchewan River, an dem sich bei schönem Wetter gefühlt alle Läufer und Spaziergänger der Stadt tummeln.
 

Viel besser noch als in Saskatoon, konnte man den Herbst in Kanada aber im Prince Albert Nationalpark miterleben. Mit einer Gruppe von 25 anderen Studierenden sind wir in den 3 Stunden nördlich gelegenen National Park gefahren und haben dort zwei Nächte in einer Hütte verbracht. Bei 23 Grad und Sonnenschein wanderten wir stundenlang durch die Wälder, schwammen im Waskesiu See oder nutzen das Kanu, und rösteten (natürlich) Marshmallows über dem Lagerfeuer. Nachts hofften wir leider vergeblich auf Nordlichter, aber der Sternenhimmel hat sich auch so gelohnt!

 

Insgesamt kann ich sagen, dass die ersten Wochen in Saskatoon viel zu schnell vergingen und ich schon so einige neue Erfahrungen sammeln durfte. Auch wenn man zu Beginn vielleicht seine Bedenken hat, kann ich jetzt schon jedem empfehlen eine solche Chance auf jeden Fall zu nutzen!

Husky (Maskottchen) am Orientation Day -Foto: Emma-Lou Senger
Husky (Maskottchen) am Orientation Day
Der South Saskatchewan River und Saskatoon im Hintergrund -Foto: Emma-Lou Senger
Der South Saskatchewan River und Saskatoon im Hintergrund
Lagerfeuer im Prince Albert Nationalpark -Foto: Emma-Lou Senger
Lagerfeuer im Prince Albert Nationalpark -Foto: Emma-Lou Senger
Mit dem Kanu auf dem Waskesiu See -Foto: Emma-Lou Senger
Mit dem Kanu auf dem Waskesiu See