Greifswald goes International
Juljana Knab
Studium in Greifswald
Landschaftsökologie und Naturschutz (B.Sc.)
Aktivität im Ausland
Erasmus+ auf Teneriffa, Spanien
Zeitraum
01/2025 - 06/2025
Wieso ich ins Ausland gegangen bin?
Ich wollte mein Spanisch verbessern und die einzigarte Flora und Fauna Teneriffas und der Kanaren kennenlernen. Außerdem hat Teneriffa, obwohl es zu Spanien gehört, einen großen südamerikanischen und auch afrikanischen Einfluss und ist somit kulturell und gesellschaftlich ein sehr interessanter Ort. Außerdem bietet die Insel mit einer Kombi aus Meer und Gebirge auch viel für Outdoorbegeisterte.“
Motivation und Vorbereitung
Von Beginn meines Studiums an in Greifswald hatte ich vor, ein Auslandssemester zu machen. Ich habe schon öfter im Ausland gearbeitet oder Praktika gemacht, und jetzt wollte ich auch einmal im Ausland studieren. Für Teneriffa habe ich mich entschieden, weil ich schon mehrere Jahre Spanisch gelernt hatte und meine Sprachkenntnisse vertiefen wollte. Außerdem ist Teneriffa sowohl ökologisch als auch kulturell sehr interessant.
Der Start ins Auslandssemester

Ich bin eine Woche vor Vorlesungsstart nach Teneriffa geflogen und habe mir erstmal ein Hostel gebucht, um dann vor Ort eine Unterkunft zu finden. Dies hat auch gut geklappt und ich habe sehr schnell eine WG gefunden. Anfangs musste auch viel Organisatorisches für die Uni gemacht werden, dabei gab es jedoch sehr wenig Unterstützung und es war sehr chaotisch. Anschluss zu finden war jedoch sehr einfach. Es gibt Veranstaltungen für Erasmus-Studierende und auch viele Internationale WhatsApp Gruppen in denen viele Aktivitäten geplant werden.
Die Universidad de La Laguna
An der Uni gab es super viele spannende Kurse. Ich habe Kurse aus den Studiengängen Biologie und Umweltwissenschaften gewählt. Die Inhalte waren stark auf die Kanaren ausgerichtet, sodass ich viel über die dortigen Ökosysteme lernen konnte. Außerdem konnte man im Rahmen der Kurse an Exkursionen teilnehmen. Nur die Organisation war ein ziemliches Chaos, und da alle Veranstaltungen auf Spanisch waren, war das am Anfang auch eine Herausforderung. Die Campusse der Uni sind in ganz La Laguna verteilt. Der schönste Campus ist definitiv der Campus Guajara (siehe Bild), ich war jedoch am Campus Anchieta, der leider nicht so schön war. Die Uni hat auch eine Mensa, dort gibt es aber vor allem Fleisch und Fischgerichte und wenig vegetarische Auswahl.


Die Stadt La Laguna
Die Universität befindet sich in San Cristóbal de La Laguna, einem kleinen Städtchen im Norden Teneriffas, das aufgrund seiner Architektur sogar Weltkulturerbe ist. Mir hat La Laguna sehr gut gefallen - ich fand es weder zu klein noch zu groß. Die verschiedenen Campusse liegen alle relativ nahe beieinander, und was ich besonders schön fand, waren die vielen Palmen überall, sogar auf dem Unigelände. Da La Laguna eine Universitätsstadt ist, ist trotz der kleinen Größe viel los. Es gibt viele Restaurants, Bars und Clubs und viele andere Freizeitmöglichkeiten. Die Hauptstadt der Kanaren, Santa Cruz, ist mit dem Bus auch nur 15 Minuten entfernt und bietet noch viel mehr Freizeitaktivitäten
Mein Alltag auf Teneriffa
Während der Vorlesungszeit (von Februar bis Mitte Mai) hatte ich einen relativ geregelten Alltag. Vormittags hatte ich fast immer Lehrveranstaltungen, nachmittags hatte ich oft noch Seminare oder Exkursionen. Grundsätzlich ist der zeitliche Aufwand an der Uni schon relativ hoch, obwohl die Lehrinhalte nicht so anspruchsvoll waren. Aber durch die vielen Abgaben in den Kursen und Seminaren hat man schon einiges zu tun. Abends und am Wochenende habe ich meistens etwas mit anderen Erasmus-Studierenden unternommen und am Wochenende habe ich oft auf Teneriffa Ausflüge gemacht oder bin auf die anderen Inseln gereist.


Ausflüge und Reisen
Teneriffa ist unglaublich vielseitig und vor allem für Outdoor-Begeisterte bietet die Insel sehr viel. Im Norden befindet sich das Anaga-Gebirge, das sich sehr gut zum Wandern und Zelten eignet und es gibt viele Strände, an denen man gut surfen kann. Das Wahrzeichen Teneriffa ist der Vulkan Teide und der Teide Nationalpark. Eine Besteigung des Teides ist dabei auf jeden Fall ein Muss. Aber auch der Nationalpark bietet zahlreiche Wanderungen. Der Süden der Insel ist sehr touristisch, eignet sich aber gut zum Tauchen und Surfen. Rund um die Insel gibt es auch viele süße Städtchen, die einen Besuch wert sind. Ich bin auch sehr oft Essen gegangen, was dort sehr günstig ist und die kanarische Küche ist auch sehr vielseitig. Auch nachts ist in La Laguna und Santa Cruz viel los und es gibt zahlreiche Bars und Clubs. Im Frühling gibt es fast jedes Wochenende sogenannte „Romerias“, das sind traditionelle Volksfeste. Außerdem findet im Februar der weltweit zweitgrößte Karneval in Santa Cruz statt, bei dem zwei Wochen lang gefeiert wird.
Wenn man schon einmal in Teneriffa ist, lohnt es sich auf jeden Fall auch die anderen kanarischen Inseln zu besuchen. Wenn man die Residencia in Teneriffa hat, sind die Fähren und Flüge auch recht günstig. Ich bin nach El Hierro, Gran Canaria, La Gomera und La Palma. Die Inseln sind landschaftlich sehr unterschiedlich und deshalb meiner Meinung nach alle einen Besuch wert. Ich war vor allem wandern und zelten, was grundsätzlich auf allen Inseln sehr gut geht, aber ich fand dafür La Gomera und La Palma am besten.
Zusammengefasst war mein Auslandssemester in Teneriffa eine unglaublich tolle Erfahrung. Ich habe viele Menschen ins Herz geschlossen, konnte ein Land intensiv kennenlernen und die beeindruckende Natur dort erkunden.


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