Unter dem Leitgedanken „We make Sustainability a Priority“ („Wir machen Nachhaltigkeit zur Priorität“) widmeten sich die Teilnehmer*innen bei der diesjährigen Sommerschule dem Thema „Coastal Futures – Building Sustainability on Regional Potential“. Die internationalen Studierenden, die unter anderem aus Kanada, Vietnam, Brasilien, Nigeria und Polen kamen, lernten wissenschaftliche Ansätze und konkrete Projekte kennen, die sich mit den Folgen des Klimawandels und einer nachhaltigen Entwicklung in Küstenregionen beschäftigen.
Nach einem dreitägigen Online-Auftakt waren die 30 Studierenden in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs. Das Programm führte sie an die Hochschulstandorte des Landes und zu ausgewählten Projekten. Den Auftakt der Präsenzphase bildete eine öffentliche Podiumsdiskussion im MakerPort Stralsund zur nachhaltigen Entwicklung in der Ostseeregion.
Vom Moor bis zur Schwammstadt
Auf Rügen besuchten die Teilnehmenden das wiedervernässte Moor bei Drammendorf. Dort erfuhren sie, welche Rolle Moore für den Klimaschutz spielen und wie Fachleute Renaturierung und Entwicklung der Flächen wissenschaftlich begleiten. Auf Hiddensee ging es um Landschaftsentwicklung, Naturschutz und Tourismus – und damit um die Frage, wie sich der Schutz empfindlicher Naturräume mit ihrer Nutzung vereinbaren lässt.
Auch an den Hochschulen standen konkrete Lösungen im Mittelpunkt. Am Campus Poel in Wismar beschäftigten sich die Studierenden mit nachhaltigen Ansätzen für Landwirtschaft und Ernährung. An der Universität Rostock besichtigten sie eine Aquaponik-Anlage, die Fisch- und Pflanzenproduktion miteinander verbindet. Bei weiteren Programmpunkten erkundigten sich die Teilnehmer*innen über erneuerbare Energien, die Kreislaufwirtschaft und das Konzept der sogenannten Schwammstadt – ein stadtplanerisches Konzept, das Städte widerstandsfähiger gegen Starkregen und Hitze machen soll.
In Neubrandenburg ging es um nachhaltige Ernährung und Lebensmittelproduktion bei Kindern. In einer Vorlesung und Labortour zur Lebensmitteltechnik erhielten die Studierenden Einblicke in aktuelle wissenschaftliche und praktische Ansätze. In Greifswald wurden nachhaltige Projekte der Universität und der Stadt vorgestellt und die Frage diskutiert, wie Wissenschaft und Gesellschaft gemeinsam Veränderungen anstoßen können.
Nachhaltigkeit gemeinsam denken
„Die großen Fragen der Nachhaltigkeit werden vor Ort entschieden“, sagt Lydia Bandow, Koordinatorin von SustainMV an der Universität Greifswald. „Unsere Teilnehmenden erleben, welche Herausforderungen Mecklenburg-Vorpommern als Küstenland hat – und welche Ideen und Lösungen hier bereits entstehen. Der internationale Austausch eröffnet dabei neue Perspektiven auf regionale Fragen.“
SustainMV bringt damit globale Erfahrungen und regionale Praxis zusammen. Die Sommerschule zeigt, dass Themen wie Klimaschutz, Ernährung, Energie und Tourismus nicht getrennt voneinander betrachtet werden können und dass Hochschulen eine wichtige Rolle dabei spielen, Lösungen gemeinsam mit Gesellschaft und Region zu entwickeln.
Zu Sustain MV
SustainMV ist ein gemeinsames Projekt aller Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern, darunter die Universität Greifswald, die Universität Rostock, die Hochschule für Musik und Theater Rostock, die Hochschule Wismar, die Hochschule Stralsund und die Hochschule Neubrandenburg. Die landesweite Zusammenarbeit verbindet die Hochschulen in einer gemeinsamen Initiative für nachhaltige Entwicklung und internationalen Austausch. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
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Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Lydia Bandow (Koordinatorin SustainMV)
International Office
Domstraße 8, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1337
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Ansprechpartnerin an der Universität Rostock
Anke Reule (Koordinatorin SustainMV)
International Office
Kröpeliner Straße 29, 18055 Rostock
Telefon +49 381 498 1219
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