Die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt ist eng miteinander verbunden. Krankheiten können vom Tier auf den Menschen übertragen werden, während Umwelteinflüsse sowohl Menschen als auch Tiere krank machen können. Zugleich sind Tiere und eine gesunde Umwelt wichtige Ressourcen für das menschliche Wohlbefinden: Ein Waldspaziergang oder der Kontakt mit Haustieren können zur eigenen Gesundheit beitragen.
An der Universität Greifswald werden diese Zusammenhänge im Forschungsschwerpunkt „One Health“ gemeinsam mit regionalen Partnerinstitutionen wie dem Helmholtz-Institut für One Health und dem Friedrich-Loeffler-Institut untersucht. Dabei geht es nicht nur darum, die Wechselwirkungen zwischen Menschen, Tier und Umwelt besser zu verstehen. Die Forschenden erarbeiten auch Vorschläge, wie Vorpommern zu einer One-Health-Region entwickelt werden kann. Ziel ist es, die ganzheitliche Gesundheit bei politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entscheidungen stärker in den Mittelpunkt zu rücken.
In seinem Vortrag stellt Prof. Dr. Steffen Fleßa eine Entwicklungsstrategie für die One-Health-Region Vorpommern vor. Dabei geht es auch um die Frage, wie die Region gemeinsam gestaltet werden kann und welchen Beitrag die Menschen vor Ort dazu leisten können. Das Publikum ist eingeladen, sich mit den Perspektiven einer solchen Entwicklung auseinanderzusetzen und selbst Teil dieser Geschichte zu werden.
Zum Referenten
Prof. Dr. Steffen Fleßa ist Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement an der Universität Greifswald und seit 2026 Dekan der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät. Nach seinem Abschluss als Diplom-Kaufmann an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sammelte er fünf Jahre praktische Erfahrungen in Tansania, wo er als Dozent für Betriebswirtschaftslehre tätig war. Weitere Stationen seiner akademischen Laufbahn waren Professuren für Betriebswirtschaftslehre an der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg und für internationale Gesundheitsökonomie an der Universität Heidelberg. An der Universität Greifswald war er von 2010 bis 2012 Studiendekan und von 2012 bis 2014 Prodekan der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät. Von 2016 bis 2021 amtierte er als Prorektor für Studium und Lehre. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der quantitativen Modellierung, im Gesundheitsmanagement und im Nonprofit-Management in Deutschland sowie in ressourcenarmen Regionen. Er ist Mitglied mehrerer Fachgesellschaften, darunter der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie.
Die weiteren Vorträge des Wintersemesters im Überblick
- 30. November 2026: Der Mond ist ausgegangen – was Lichtverschmutzung mit Mensch und Natur macht (Prof. Dr. Nils-Olaf Hübner, Universitätsmedizin Greifswald)
- 7. Dezember 2026: Hypochondrie. Modekrankheit der Frühen Neuzeit (Prof. Dr. Elisabeth Flucher, Philosophische Fakultät)
- 21. Dezember 2026: Von Bauplänen, Botendiensten und Genen in 3D: Neues aus der (Selbst)Regulation unserer Erbinformation (Prof. Dr. Andreas Schlundt, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät)
- 4. Januar 2027: Zwischen den Zeilen: Wie ein Textstück aus Qumran Überlieferungen neu formt (Dr. Amrei Koch, Theologische Fakultät)
Die Vortragsreihe Universität im Rathaus wird gemeinsam von der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und der Universität Greifswald veranstaltet. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Weitere Informationen zur Vortragsreihe
www.uni-greifswald.de/uni-rathaus
Kontaktadressen
Universität Greifswald
Hochschulkommunikation
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde
Universitäts- und Hansestadt Greifswald
Amt für Bildung, Kultur und Sport | Abteilung Kultur
Lange Straße 2 A, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 8536 2104
kulturgreifswaldde
Verantwortlich für die Reihe
Prof. Dr. Sünne Juterczenka
Historisches Institut
Domstraße 9 A, 17489 Greifswald
suenne.juterczenkauni-greifswaldde
