Hart wie Granit? – Die Bedeutung niedriger Gesteinsfestigkeiten für unser Verständnis geologischer Prozesse von Erdbeben und Gebirgsbildung bis hin zur Wechselwirkung von Klima und Tektonik

Öffentliche Veranstaltung, Vorlesungsreihe

Unsere Alltagserfahrung sagt uns: Gesteine sind hart und widerstandsfähig. Auch Experimente im Labor zeigen für die meisten Gesteine eine hohe Festigkeit. Diese Erfahrungen und Messungen bilden die Grundlage der Gesteinsmechanik und sind von großer Bedeutung für die Geotechnik. Geologische Beobachtungen zeichnen jedoch ein überraschend anderes Bild: Sie lassen auf Gesteinsfestigkeiten schließen, die bis zu eine Größenordnung niedriger sind als die im Labor gemessenen Werte. Woher diese ungewöhnlich niedrigen Festigkeiten kommen, unter welchen Bedingungen sie auftreten und wie repräsentativ sie für die Erde sind, ist bislang nur unzureichend verstanden. Entsprechend spielen sie in den geowissenschaftlichen Grundlagen bisher kaum eine Rolle.
Die Antrittsvorlesung nimmt diese niedrigen Gesteinsfestigkeiten in den Blick und zeigt, welche Bedeutung sie für unser Verständnis geologischer Prozesse haben können – von Erdbeben und Gebirgsbildung bis hin zur Wechselwirkung von Klima und Tektonik.

Die Antrittsvorlesungen an der Universität Greifswald gehören zur akademischen Tradition. Sie bieten neu ernannten Professorinnen und Professoren Gelegenheit, sich und ihre Forschungsinteressen vorzustellen.

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