Bewegt studieren! Quali Reihe - Interview mit Hendrikje Baumann

Unsere Mitarbeiterin Hendrikje Baumann hat an der Qualifizierungsreihe „Bewegt studieren!“ des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands (adh) teilgenommen. Im Mittelpunkt der Reihe stehen die Förderung von Bewegung und Gesundheit im Hochschulalltag sowie die Frage, wie Gesundheitsmanagement an Hochschulen nachhaltig verankert werden kann.

Die Qualifizierungsreihe bietet ihr die Möglichkeit, diese Erfahrungen wissenschaftlich zu vertiefen, neue Ansätze der Gesundheitsförderung kennenzulernen und die strategischen Strukturen des Universitätssports besser zu verstehen. Ein besonderer Schwerpunkt ist für Hendrikje, erfolgreiche Praxisbeispiele anderer Hochschulen kennenzulernen und herauszufinden, wie gesundheitsfördernde Maßnahmen langfristig und wirksam in den Universitätsalltag integriert werden können.

Neben fachlichen Impulsen und konkreten Kommunikationsansätzen ist auch der Austausch mit anderen Teilnehmenden und erfahrenen Expertinnen und Experten ein wichtiger Bestandteil der Reihe. Das dabei entstehende Netzwerk bietet die Chance, Erfahrungen zu teilen, gemeinsam neue Ideen zu entwickeln und die Gesundheitsförderung im Hochschulkontext weiter voranzubringen.

Unser Ziel ist es, Gesundheit und Bewegung im Universitätsalltag nachhaltig zu stärken. Die Teilnahme an der Qualifizierungsreihe liefert dafür wertvolle Impulse und unterstützt die Weiterentwicklung einer gesundheitsfördernden Hochschulkultur.

Was Hendrikje genau antreibt und welche Impulse sie für die Gesundheitsförderung an Hochschulen mitnehmen möchte, erfahrt ihr auch im vollständigen Interview.


Gesunde Führung an Hochschulen

Führung wirkt sich unmittelbar auf die Gesundheit aus - von Beschäftigten ebenso wie von Führungskräften selbst. Genau hier setzt die Arbeitsgruppe Gesunde Führung des Netzwerks Gesunde Hochschulen Nord an, in dem auch die Gesunde Uni Greifswald aktiv mitarbeitet. Über dieses Netzwerk bringen wir Erfahrungen aus Greifswald ein und lernen zugleich von den Ansätzen anderer Standorte – für eine Führungskultur, die Gesundheit an unserer Universität nachhaltig stärkt.

Mitgewirkt an den nun erschienenen Handlungsempfehlungen hat Inga Gerdes aus unserem Team. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Greifswald und Mitglied im Steuerungsgremium des Netzwerks Nord hat sie auch ihre Perspektive aus der Projektkoordination von SING+ („Studierendengesundheit in Greifswald Plus") eingebracht.

Die Handlungsempfehlungen verstehen dabei Gesunde Führung nicht als Verhalten einzelner Führungskräfte, sondern als Aufgabe der gesamten Organisation. 

Zentrale Botschaften sind dabei unter anderem:

- Gesunde Führung braucht den Rückhalt der Hochschulleitung, klare Strukturen sowie ausreichend Ressourcen und sollte verbindlich verankert werden – etwa in Leitbildern oder Dienstvereinbarungen.
- Führungskräfte prägen die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden (Staff-Care) ebenso wie ihre eigene (Self-Care) – beides hängt eng zusammen und bedingt sich gegenseitig.
- Verantwortung liegt nicht bei der Führungskraft allein. Hochschule, Führungskraft und Mitarbeitende tragen gemeinsam zu einer gesunden Führungskultur bei.
- Auch Studierende als künftige Führungskräfte sowie die besondere Arbeitssituation von Professorinnen und Professoren rücken in den Blick.
- Praxisnahe Instrumente, von Stakeholderanalysen über Onboarding-Prozesse bis zu Leitbildern zeigen, wie sich Gesunde Führung konkret umsetzen lässt.

Ein genauerer Blick in die vollständige Publikation mit ausführlichen Praxisbeispielen, Interviews mit Kanzler:innen und einer Checkliste für die eigene Hochschule lohnt sich, um Gesundheitsmanagment an der eigenen Uni aktiv mitgestalten zu können!