Molekularbiologie und Physiologie (Master of Science)

Molekularbiologie und Physiologie (Master of Science)

Molekularbiologie und Physiologie (Master of Science)

Kurzinformation

Zugangsvoraussetzungen
Notwendig ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss in den Fächern Biologie (Biowissenschaften), Humanbiologie, Lebenswissenschaften (Life Science) oder Biochemie; andere erfolgreich abgeschlossene erste berufsqualifizierende Hochschulstudien mit sinnvollem Zusammenhang zum angestrebten Masterstudiengang oder einer anderen naturwissenschaftlichen Fachrichtung mit einer Regelstudienzeit von mindestens drei Jahren und einem Anteil von mindestens 60 LP (Leistungspunkte nach ECTS) im Fach Biologie oder Biochemie berechtigen ebenfalls zum Zugang.

Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob Sie mit Ihrem Studienabschluß die Zugangsvoraussetzungen erfüllen, dann reichen Sie bitte Ihre Unterlagen zur Prüfung der Zugangsvoraussetzungen bis zum 15. Juli (für das Wintersemester) bzw. 15. Januar (für das Sommersemester) im Studierendensekretariat der Universität ein.

Zulassungsbeschränkung
Dieser Studiengang ist zulassungsfrei. Eine Bewerbung hat daher nicht zu erfolgen. Beachten Sie aber die begrenzte Einschreibfrist (siehe Termine und Fristen).

Studienbeginn
Eine Studienaufnahme kann sowohl im Winter- wie auch im Sommersemester erfolgen.

Kombination
Keine - dieser Studiengang ist ein Ein-Fach-Studiengang.

Sprachkenntnisse
Die Kenntnis von Fremdsprachen ist keine Zugangsvoraussetzung zum Studium.

Unterrichtssprache
Deutsch

Fachstudienberatung
Bewerbung
Termine und Fristen

Ausbildungsziele und Berufsperspektiven

Der Masterstudiengang „Molekularbiologie und Physiologie“ richtet sich an Absolvent/inn/en von Bachelorstudiengängen wie Biologie, Biochemie, Humanbiologie und inhaltlich vergleichbaren Studiengängen, die eine solide Ausbildung in biologischen Teildisziplinen wie Biochemie, Genetik, Mikrobiologie, Cytologie und Physiologie anbieten. Im Verlauf des Studiums wird eine weitere Vertiefung und Verbreiterung dieser Vorkenntnisse in Theorie und Praxis angestrebt. Vertiefungsmodule bieten die Möglichkeit, molekular-, mikro- und zellbiologische sowie physiologische Grundkenntnisse auszubauen. Fortgeschrittenenmodule sollen neben einer angemessenen inhaltlichen Breite schließlich eine fachliche Spezialisierung ermöglichen, die durch eine Masterarbeit zum erfolgreichen Abschluss gebracht wird. Neben der Qualifikation für eine spätere Promotion liegen die beruflichen Perspektiven der Absolvent/inn/en des Masterstudiums „Molekularbiologie und Physiologie“ sowohl bei Unternehmen (zum Beispiel Produktentwicklung, Qualitätsmanagement, Diagnostik, Arzneimittelzulassung, Lebensmitteltechnologie oder Marketing) als auch bei wissenschaftlichen Einrichtungen wie Universitäten oder Forschungsinstituten.

Studienaufbau

Als Kern des Masterstudiums werden Vertiefungs- und Fortgeschrittenenmodule mit zunehmender Spezialisierung angeboten, wobei jeweils drei Module bei freier Wählbarkeit belegt werden müssen. Durch die Wahl entsprechender Vertiefungsmodule besteht die Möglichkeit, eventuell fehlende Studieninhalte nachzuholen. Ein Berufspraktikum soll den Studierenden Einblicke in mögliche künftige Tätigkeiten erlauben, ein Forschungspraktikum in einer Arbeitsgruppe eigener Wahl bereitet die experimentelle Abschlussarbeit vor.

Mastermodule (je 12 ECTS)

  • Biochemie
  • Biotechnologie
  • Molekulare Virologie
  • Funktionelle Genomforschung
  • Molekulare Infektionsgenetik
  • Mikrobielle Physiologie
  • Molekulare Mikrobiologie
  • Mikrobielle Ökologie
  • Molekulare Umweltmikrobiologie
  • Mikrobielle Proteomics
  • Metabolomics
  • Populationsgenetik der Pflanzen
  • Pflanzenphysiologie
  • Molekulargenetik der Eukaryonten
  • Tierphysiologie
  • Zellphysiologie

Beteiligte Institutionen

  • Arbeitsgruppe Mikrobielle Ökologie
  • Institut für Biochemie
  • Institut für Botanik und Landschaftsökologie
  • Institut für Genetik und Funktionelle Genomforschung
  • Institut für Mikrobiologie
  • Zoologisches Institut und Museum

Forschungsstandort Greifswald

Einer von vier Forschungsschwerpunkten der Universität Greifswald ist die Proteomics und Infektions-Genomics. In Greifswald ist in den vergangenen Jahren ein weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekanntes Proteomzentrum der Mikroorganismen entstanden. Dank der Verbindung zwischen Proteomexpertise auf der einen und Infektionsbiologie sowie der Mikrobenphysiologie auf der anderen Seite konnte sich dieser Forschungsschwerpunkt am Standort Greifswald überaus erfolgreich entwickeln und stellt mittlerweile ein nationales, wenn nicht gar internationales Alleinstellungsmerkmal dar. In jüngerer Zeit wird die Hochleistungs-Proteomforschung auch mit der marinen und Umwelt-Mikrobiologie sowie der Biotechnologie kombiniert.

Methodenspektrum

Je nach gewählten Modulen variieren die angebotenen Methoden, beispielhaft wären zu nennen:

  • Allgemeine molekularbiologische Methoden (zum Beispiel Klonierungstechniken, Sequenzierung)
  • Verfahren der reversen Genetik (zum Beispiel „gene replacement,“ gerichtete Mutagenesen)
  • Proteinbiochemische Analysen, Immunhistochemie
  • Proteinexpression und Protein-Protein-Interaktionen
  • Proteom-Analysen (modernste Gel-basierende und gelfreie Verfahren)
  • Infektionsgenetik
  • Pathogenitätsmodelle (C. elegans & Maus)
  • Zellkultur (Human- und Tierzellen), zellphysiologische Analysemethoden
  • Moderne bildgebende Verfahren (zum Beispiel. konfokale Laserscanning Mikroskopie, Eletronenmikroskopie)

Weiterführende Links