Steuerungstreffen SinG+ 24.09.2026
Am 24. September 2026 fand das zweite Steuerungstreffen des Projekts SING+ statt. Im Mittelpunkt standen die bisherigen Entwicklungen des Projekts und vor allem die Frage, wie daraus konkrete nächste Schritte für eine nachhaltige Gesundheitsförderung an der Universität Greifswald entstehen können.
Das Treffen war bewusst operativ und zukunftsorientiert angelegt: Nach einem Einblick in bisherige Ergebnisse, Angebote und Erhebungen der Gesunden Universität ging es insbesondere darum, gemeinsam Perspektiven zu entwickeln und konkrete Ansatzpunkte für die weitere Arbeit zu identifizieren. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Frage, wie Fakultäten und Institute stärker erreicht und in den Entwicklungsprozess einbezogen werden können und welche bestehenden Netzwerke und Strukturen dafür genutzt werden können.
Gesundheit nachhaltig verankern
Nach einer kurzen Vorstellung der Techniker Krankenkasse (TK), die das Treffen mit einem eigenen Impuls bereicherte, wurde deutlich, welche Bedeutung Partizipation und nachhaltige Strukturen für erfolgreiche Gesundheitsförderung an Hochschulen haben. Hochschulangehörige und relevante Akteur*innen sollten nicht nur als Zielgruppen, sondern aktiv als Mitgestaltende einbezogen werden. Gleichzeitig braucht es Strukturen, in denen Gesundheit dauerhaft in den universitären Entscheidungs- und Entwicklungsprozessen berücksichtigt wird.
Auch der Austausch zwischen Hochschulen bietet dabei wichtige Anknüpfungspunkte. Erfahrungen und gute Beispiele können übertragen und für die eigene Hochschule nutzbar gemacht werden. Umgekehrt können auch die in Greifswald entwickelten Ansätze und Erfahrungen für andere Hochschulen interessant sein.
Von Daten zu Veränderung
Ein zentraler Diskussionspunkt war die Frage, wie die Ergebnisse der bisherigen Gesundheitserhebungen noch verbessert und für konkrete Veränderungen genutzt werden können. Für eine möglichst repräsentative Datengrundlage ist die Unterstützung der Fakultäten bei der Rekrutierung von Studierenden essenziell. So könnten durch eine hohe Beteiligung aussagekräftige Ergebnisse über das Wohlbefinden von Studierenden an der Uni Greifswald gewonnen werden.
Besonders interessant ist die Betrachtung der Ergebnisse auf Ebene einzelner Fakultäten und Fachbereiche. Unterschiede zwischen den Bereichen können Hinweise auf spezifische Bedarfe geben und gleichzeitig zeigen, wo bereits gute Bedingungen bestehen. Damit Ergebnisse tatsächlich für die Hochschulentwicklung nutzbar werden, braucht es jedoch eine ausreichende Beteiligung und eine gemeinsame Interpretation der Daten.
Als möglicher Entwicklungsprozess wurde daher diskutiert:
Befragung → Ergebnisse in Fakultäten und Institute tragen → Handlungsfelder identifizieren → Ziele vereinbaren → Maßnahmen entwickeln → Umsetzung begleiten → erneut messen.
Fakultäten und Institute als wichtige Partner
Für SING+ ergibt sich daraus die Frage, wie Fakultäten und Institute künftig noch stärker in den Prozess einbezogen werden können. Denkbar ist beispielsweise ein Pilot- oder Verbundansatz mit ausgewählten Fakultäten bzw. Instituten. Sensibilisierungsworkshops könnten dabei einen ersten Einstieg schaffen.
Wichtig ist dabei, Gesundheitsförderung nicht ausschließlich über zentrale Angebote der Gesunden Universität zu denken. Vielmehr sollen die Fakultäten ihre eigenen Bedarfe und Handlungsmöglichkeiten identifizieren und passende Maßnahmen entwickeln können. Die Gesunde Universität kann diesen Prozess beraten, koordinieren und begleiten.
Für den Zugang zu den Fakultäten wurden unterschiedliche bestehende Strukturen als mögliche Anknüpfungspunkte diskutiert -- beispielsweise Fakultätsleitungen, Fakultätsräte, Institute und Fachbereiche sowie studentische Netzwerke. Entscheidend ist dabei, Gesundheit mit Themen zu verbinden, die für die jeweiligen Bereiche ohnehin relevant sind.
Begegnung und soziale Teilhabe stärken
Ein weiterer Impuls beschäftigte sich mit der Frage: Wie können an der Universität mehr Begegnungsräume entstehen?
Dabei wurde deutlich, dass Begegnungsräume nicht ausschließlich räumlich verstanden werden sollten. Ebenso wichtig ist die Frage, wo im Studienalltag soziale Kontakte entstehen, welche bestehenden Strukturen Zugehörigkeit fördern und welche Bereiche bereits gute Erfahrungen damit machen.
Damit ergeben sich auch direkte Verbindungen zu den Themen Einsamkeit und soziale Teilhabe. Fakultäten und Institute könnten hier eigene Bedarfe ihrer Studierenden identifizieren und gemeinsam passende Lösungen entwickeln.



