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Niederdeutsch

I. Staatsprüfung für Lehramt an Grundschulen

Foto: Patrick Gessner

Die Lehre im Fach Niederdeutsch für das Grundschullehramt wird maßgeblich vom Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik der Universität Greifswald durchgeführt, der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Spracherwerb der Studierenden und der Didaktik des Niederdeutschen im Sinne einer modernen Fremdsprachendidaktik. Das Studium besteht aus fünf Modulen, denen ein starker Praxisbezug immanent ist.

Diese Fähigkeiten sollte man mitbringen

Neben Freude und Interesse an der niederdeutschen Sprache, Literatur und der norddeutschen Regionalkultur sollten Studieninteressierte solide orthographische, grammatische und stilistische Sprachfertigkeiten der Standardsprache Hochdeutsch besitzen.

Darum geht es in dem Fach

Ziel des Studiums sind der Erwerb des Sprachniveaus B2 (Selbstständige Sprachverwendung) gemäß europäischem Referenzrahmen und umfassende Kenntnisse der Didaktik des Niederdeutschen im Sinne einer modernen Fremdsprachendidaktik. Das bedeutet im Einzelnen:

Die Absolvent*innen kennen nach dem erfolgreichen Studium relevante rechtliche Grundlagen der Niederdeutschvermittlung sowie aktuelle Unterrichtsmaterialien. Sie kennen historische Zusammenhänge, linguistische Besonderheiten und aktuelle Entwicklungen der Regionalsprache Niederdeutsch und besitzen ein umfassendes Sprachbewusstsein.

Die Absolvent*innen sind in der Lage, historische und aktuelle fachdidaktische fremdsprachenübergreifende Theorien und Grundkonzepte des Fremdsprachenunterrichts in der Grundschule zu beschreiben und in Bezug auf die niederdeutschspezifischen Ziele, Inhalte, den Einsatz geeigneter Medien und Materialien sowie Methoden kritisch zu reflektieren und in die theoretische und kooperative Planung von eigenen Unterrichtssequenzen zu integrieren. Sie können Texte zu einem breiten Spektrum von Themen adressatengerecht und textsortenspezifisch verfassen und verfassen lassen. Sie verfügen über Techniken und Strategien, das freie Sprechen sowie das formelle, informelle und kreativen Schreiben anzuregen.

Die Absolvent*innen besitzen Grundlagenwissen der literaturwissenschaftlichen Methoden und Theorien und können diese anwenden. Sie haben Überblickswissen zu kindgerechten medialen und digitalen Textformen und können ihre Kenntnisse bei der konzeptionellen Planung des Grundschulunterrichts berücksichtigen. Die Absolvent*innen kennen die Textsortenvielfalt für die Grundschule und sind in der Lage, geeignete (multimediale) Texte für den Primärunterricht auszuwählen, selbst dramatisch/erzählerisch darzustellen und ziel- und handlungsorientiert für den Niederdeutschunterricht in der Primarstufe aufzubereiten.

Allgemeine Hinweise zum Studiengang

Die Regionalsprache Niederdeutsch kann in Mecklenburg-Vorpommern an sechs Profilschulen als 3. Fremdsprache bis zum Abitur gelernt werden. Auch in der Sekundarstufe I ist die Pflege der niederdeutschen Sprache als Bildungsziel verankert – und zwar in den Rahmenplänen aller Fächer. Um einen möglichst frühen und kontinuierlichen Spracherwerb zu gewährleisten, ist auch in den Grundschulen der Niederdeutscherwerb per Verwaltungsvorschrift festgeschrieben.

Überblick

Regelstudienzeit:
10 Semester
Studienform:
Vollzeitstudium
Fachtyp:
Lehramt an Grundschulen – bestehend aus Grundschulpädagogik, Deutsch, Mathematik und zwei weiteren Fächern
Zulassungsbeschränkung:
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Zulassungsvoraussetzung:
Eine Bewerbung für "Grundschulpädagogik" ist zwingend notwendig.
Hauptunterrichtssprache:
Deutsch
Studienfeld:
Lehramt,
Sprach- und Kulturwissenschaften
Fakultät:
Philosophische Fakultät
Studienbeginn:
Wintersemester
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