Erzbischof Eskil von Lund (ca. 1137-77) zählt zu den bedeutendsten Prälaten im Skandinavien des 12. Jahrhunderts. Intensiv betätigte er sich als Förderer von Mönchen und Regularkanonikern und trug wesentlich zur Etablierung und Ausbreitung mehrerer Orden im heutigen Dänemark und Schweden bei. Gleichzeitig tritt er in Geschichtsbeschreibungen des 12. und frühen 13. Jahrhunderts auch anderweitig als zentraler Akteur während der dänischen Bürgerkriegsperiode und der frühen Waldemarenzeit auf. Das Bild, das diese Quellen von Eskil zeichnen, ist allerdings stark durch jeweils konkrete synchrone Werkimpetus geprägt und gerade die bei weitem umfänglichste dieser Beschreibungen, die Gesta Danorum des Saxo Grammaticus, zeichnet sich dadurch aus, monastische Belange insgesamt auszublenden. Vor diesem Hintergrund soll der Vortrag Eskils Wirken als Klostergründer und Förderer der Mönche in sein breiteres Wirken einordnen und es auf diese Weise kontextualisieren.
Simon Hauke studierte Geschichte sowie deutsche und nordische Philologie an den Universitäten in Heidelberg, München und Umeå. Seit 2023 arbeitet er am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Universität Münster an einer Dissertation zum Thema: Paganisierungen. Erinnertes Heidentum als Element skandinavischer und europäischer Identitäten.
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