Die „Livländische Reimchronik“ gehört, was die frühe christliche Expansion in das östliche Baltikum anbelangt, zu den wichtigsten uns erhalten gebliebenen Texten. Als volkssprachliche Chronik, deren Funktion in jüngerer Forschung darin gesehen wird, Krieger aus dem Reich anzuwerben, entwickelt der Text spezifische, auf das intendierte Publikum abgestimmte Erzählstrategien. Der Vortrag wird diesen Strategien nachspüren und dabei auch nach den Möglichkeiten einer postkolonialen Narratologie fragen.
Michael Ott ist Mittelaltergermanist und seit November 2019 Akademischer Oberrat auf Zeit an der Ruhr-Universität Bochum.
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Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte des Mittelalters
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