In Deutschland lag der Frauenanteil an allen wissenschaftlichen Publikationen im Jahr 2022 bei 34,6 %. Global gesehen werden rund 70 % der wissenschaftlichen Artikel von Männern verfasst. Insbesondere in der Gruppe der hochproduktiven Autor*innen mit einem Artikeloutput von mehr als zehn Artikeln sind Frauen massiv unterrepräsentiert. In der Präsentation wollen wir die Ursachen dieses Ungleichgewichts beleuchten und die Effekte aus bibliothekarischer Sicht erklären. Dabei soll auch der Unterschied zwischen der Gender Publication Gap und der Gender Citation Gap verdeutlicht werden. Des Weiteren werden Maßnahmen zur Gleichstellung der Geschlechter im wissenschaftlichen Publikationssystem wie das Gender Impact Assessment auf systemischer Ebene oder konkrete Fördermöglichkeiten auf lokaler Ebene aufgezeigt, damit die Teilnehmer*innen mit einem besseren Verständnis für das Problem und konkreten Unterstützungsangeboten ausgestattet ihre eigne Publikationsstrategie überdenken können.
Selbstverständlich wird genug Zeit für Fragen und Diskussion eingeplant, damit sich die Wissenschaftler*innen auch untereinander austauschen können.
Referentinnen
Wiebke Kartheus und Dr. Ariane Retzar
Kontakt
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