Entgegen der häufigen Annahme, dass im Protestantismus im Zuge der Reformation das monastische Erbe an sein Ende gekommen sei, lassen sich in der Frühen Neuzeit vielfältige Auseinandersetzungen mit monastischen Texten und Lebensformen beobachten. So erhob Gottfried Arnold die antiken Eremiten zu Idealfiguren „wahren Christenstums“ und im Herzogtum Sayn-Wittgenstein übten sich radikale Pietisten in Formen des Rückzugs und der Gemeinschaft. Der Vortrag nimmt Beispiele dieser bisher noch nicht hinreichend erforschten Dynamiken in den Blick.
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