Moore bestehen zu bis zu 95 Prozent aus Wasser, aber dennoch dreht sich die Diskussion um Moore und Moornutzung häufig um Pflanzen, Torfe und Treibhausgase. Hydrologische Fragestellungen beispielsweise zur Wasserverfügbarkeit und zu Hochwässern werden dabei bisweilen stark vereinfacht dargestellt, aber dennoch kontrovers diskutiert. In meinem Vortrag werde ich zeigen, welche Prozesse für das Verständnis der Moorhydrologie wichtig sind, welche Überraschungen Messdaten mit sich bringen können und wieso eine Generalisierung auf Landschaftsebene so schwierig ist.
Bärbel Tiemeyer studierte an der Universität Rostock Landeskultur und Umweltschutz und an der University of Newcastle upon Tyne (UK) Sustainable Management for the Water Environment. Nach einer Promotion zu Nährstoffausträgen aus künstlich entwässerten Einzugsgebieten an der Universität Rostock wechselte sie zum Thünen-Institut für Agrarklimaschutz in Braunschweig und leitet dort die Arbeitsgruppe Moorforschung. Wichtige Aufgaben der Arbeitsgruppe sind beispielsweise die Weiterentwicklung von Methoden für das deutsche Treibhausgasinventar und der Aufbau eines deutschlandweiten Moorbodenmonitorings im Offenland. Daneben konzentriert sich die Forschung auf das Verständnis von hydrologischen Prozessen, Bodeneigenschaften und Treibhausgasaustausch zur Weiterentwicklung, Modellierung und Bewertung von Landnutzungsoptionen für vernässte Moorböden.
Moderation: Professor Dr. Jürgen Kreyling
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