KI Verstehen: Was ist (generative) KI?

Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet Systeme, die menschliche Denkprozesse wie Lernen, Problemlösen und Entscheiden nachbilden. Dies geschieht mithilfe von Algorithmen, die aus großen Datenmengen statistische Muster erkennen und auf dieser Grundlage Ausgaben erzeugen. Unter dem Begriff KI werden verschiedene Technologien zusammengefasst, wie zum Beispiel Neuronale Netze, Deep Learning und Large Language Models (LLMs).

Neuronale Netze bilden dabei das Fundament: Grob dem menschlichen Gehirn nachempfunden, bestehen sie aus vielen miteinander verbundenen Recheneinheiten, die gemeinsam lernen, Muster in Daten zu erkennen. Deep Learning baut darauf auf und arbeitet mit vielen aufeinanderfolgenden Schichten, von denen jede komplexere Muster erkennt als die vorherige – von einfachen Strukturen bis hin zu ganzen Gesichtern oder Satzbedeutungen. Large Language Models (LLMs) schließlich sind auf Sprache spezialisierte Deep-Learning-Modelle, die auf enormen Textmengen trainiert wurden und Texte verfassen, Fragen beantworten oder Zusammenhänge erklären können.

Trotz ihrer unterschiedlichen Ansätze haben all diese Systeme eines gemeinsam: Sie imitieren menschliche Kognition, ohne dabei tatsächlich zu denken oder zu verstehen. Ihr Verhalten basiert auf statistischen Zusammenhängen in den Trainingsdaten, woraus eine grundlegende Abhängigkeit von deren Qualität, Umfang und möglichen Verzerrungen folgt.

Generative KI ist ein Teilbereich der KI, der auf die Erzeugung neuer Inhalte wie Texte, Bilder, Audio oder Videos ausgerichtet ist und dabei überwiegend auf Deep-Learning-Ansätzen basiert. Bekannte kommerzielle Beispiele sind ChatGPT des Unternehmens OpenAI, Claude des Unternehmens Anthropic sowie Gemini des Unternehmens Google. 

Das Universitätsrechenzentrum der Universität Greifswald stellt Studierenden und Mitarbeitenden über seinen AppHub Zugang zu Systemen der generativen KI bereit. Diese werden auf universitätseigenen Servern betrieben. Eingaben werden daher nicht an externe Unternehmen weitergegeben. Das bietet einen geschützten Rahmen, um generative KI im Studium, in der Lehre, Forschung und Verwaltung zu nutzen. 

Für Studierende

Generative KI spielt bereits im Studium eine wichtige Rolle. Sie unterstützt bei der Literaturrecherche, der Formulierung von Hausarbeiten und dem Erstellen von Lernkarten. Um generative KI sinnvoll einzusetzen und Risiken einschätzen zu können, ist Grundlagenwissen erforderlich, wie KI funktioniert, was sie kann und vor allem was sie auch noch nicht kann.

Generative KI erstellt menschenähnliche Inhalte basierend auf Wahrscheinlichkeiten. Sie wurde mit riesigen Mengen an Daten trainiert. Basierend auf diesen immensen Mengen an Daten kann KI Muster erkennen und reproduzieren. Ein wirkliches Verständnis von Inhalten hat KI hingegen noch nicht. Die Inhalte, die KI produziert, basieren immer auf den Trainingsdaten. Dementsprechend kann es sein, dass KI Stereotype reproduziert und Inhalte stark am Mainstream orientiert sind. Zudem kann es bei KI zu sogenannten Halluzinationen kommen: Die KI produziert einen Text und behauptet Fakten, die so aber gar nicht zutreffen.

Für Forschende & Lehrende

Auch in der Forschung spielt generative KI eine wichtige Rolle. Mit ihr werden zum Beispiel Versuchsdesigns erstellt, Studien durchgeführt und sich ein Überblick über die Literatur verschafft. Um generative KI sinnvoll einzusetzen und Risiken einschätzen zu können, ist Grundlagenwissen erforderlich, wie KI funktioniert, was sie kann und vor allem was sie auch noch nicht kann.

Generative KI erstellt menschenähnliche Inhalte basierend auf Wahrscheinlichkeiten. Sie wurde mit riesigen Mengen an Daten trainiert. Basierend auf diesen immensen Mengen an Daten kann KI Muster erkennen und reproduzieren. Ein wirkliches Verständnis von Inhalten hat KI hingegen noch nicht. Die Inhalte, die KI produziert, basieren immer auf den Trainingsdaten. Dementsprechend kann es sein, dass KI Stereotype reproduziert und Inhalte stark am Mainstream orientiert sind. Zudem kann es bei KI zu sogenannten Halluzinationen kommen: Die KI produziert einen Text und behauptet Fakten, die so aber gar nicht zutreffen.

  

Für die Verwaltung

Generative KI kann Verwaltungsprozesse an der Universität unterstützen, zum Beispiel beim Entwerfen und Überarbeiten von Texten, beim Strukturieren von Informationen, bei der Vorbereitung von E-Mails, Protokollen oder Konzepten sowie bei der Recherche und Zusammenfassung von Inhalten. Um generative KI sinnvoll einzusetzen und Risiken einschätzen zu können, ist Grundlagenwissen erforderlich: Wie funktioniert KI, was kann sie leisten und wo liegen ihre Grenzen?

Generative KI erstellt Inhalte auf Grundlage statistischer Wahrscheinlichkeiten. Sie kann Muster erkennen, Formulierungen vorschlagen und Informationen übersichtlich aufbereiten, verfügt aber nicht über ein eigenes Verständnis der Inhalte. Ergebnisse müssen daher fachlich geprüft werden. Besonders wichtig sind in der Verwaltung der sorgfältige Umgang mit personenbezogenen und vertraulichen Daten, die Beachtung rechtlicher Vorgaben sowie die kritische Prüfung möglicher Fehler, Verzerrungen oder sogenannter Halluzinationen. Bitte beachten Sie hierzu die Leitlinien zum verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) an der Universität Greifswald.