Lösung der Notlage nicht in Sicht – Studierendenschaft ruft zu Protest auf

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Protest auf dem Rubenowplatz #uniinnot, © Jan Messerschmidt, 2022
Symbolbild #uniinnot, © Jan Messerschmidt, 2022
 #uniinnot, © Jan Hilgendorf, 2022
#uniinnot, © Jan Hilgendorf, 2022

Noch immer zeichnet sich keine Lösung der finanziellen Herausforderungen für die Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern ab. Es fehlt weiterhin an konkreten Vorschlägen zur Kompensation der inflations- und krisenbedingt gestiegenen Bewirtschaftungskosten der Hochschulen. Auch hält die Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Bettina Martin weiterhin an den durch den Landtag geplanten Kürzungen fest. So verteidigte die Ministerin die Kürzungen am Rande der achten hochschulpolitischen Konferenz in Rostock.

Die Studierendenschaft der Universität Greifswald kündigt weiteren Widerstand an. Am 3. November 2022 soll um 12:30 Uhr eine Kundgebung auf dem Rubenowplatz in Greifswald stattfinden. „Wir haben die kurzsichtige Kürzungspolitik des Landes satt. Mehrkosten in den Wohnheimen und Mensen werden vollständig auf die Studierenden umgelegt, da die Studierendenwerke schon seit Jahren zusammengespart werden. Gerade in Krisenzeiten darf nicht an unserer Zukunft gespart werden!“, so Lukas Voigt, Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschusses. Neben den Studierenden werden auch Vertreter*innen des Rektorats, des Senats, des Studierendenwerkes, der wissenschaftlichen Mitarbeitenden und der Stadt im Rahmen der Kundgebung zu Wort kommen.

Unterstützt wird der Protestaufruf auch durch den Senat der Universität Greifswald. „Wir unterstützen den Aufruf der Studierenden und hoffen auf eine breite Beteiligung unserer Mitarbeitenden. Es ist ein gemeinsames Anliegen aller Universitätsmitglieder, sicherzustellen, dass der Betrieb von Forschung und Lehre sowie Transfer nicht durch unzumutbare Kürzungen gefährdet wird.“ Erst vor wenigen Wochen hat sich der Senat mit einem Appell an die Landesregierung gewandt.

Gegenwärtig geht die Universität Greifswald von einer Mehrbelastung in Verbindung mit der angekündigten Kürzung im Haushaltsjahr 2022/23 von gut 14 Millionen Euro aus. Dies entspricht den jährlichen Personalkosten von ca. 250 Vollzeitstellen in Forschung, Lehre oder Verwaltung. „Angesichts der massiven Mehrbelastungen braucht es konkrete Pläne, wie die Hochschulen und Studierendenwerke entlastet werden können. Es kann nicht im Sinne der Landesregierung sein, dass Kürzungen und Mehrkosten zu Stellenabbau und somit zu eklatanten Abstrichen in Forschung und Lehre führen“, stellt die Rektorin der Universität Greifswald, Prof. Dr. Katharina Riedel, fest.

Neben der Kundgebung am 03.11.2022 kündigten die Studierenden weitere Protestaktionen für die nächsten Wochen an.

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Lukas Voigt
Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA)
Friedrich-Loeffler-Straße 28, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1750 (Sekretariat)
Telefon 03834 420 1763 (Vorsitz)
asta_vorsitzuni-greifswaldde
www.asta-greifswald.de

 

Medieninformation


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