Wie entstehen aus einfachen Röntgenstrahlen dreidimensionale Bilder aus dem Inneren unseres Körpers? Die Erfindung der Computertomographie (CT) in den 60er Jahren revolutionierte die Medizin, doch ihr eigentlicher Motor ist die Mathematik. Dieser Vortrag beleuchtet die Funktionsweise der CT und zeigt, wie Mathematiker Verborgenes sichtbar machen bzw. die Bilder aus den Messdaten berechnen. Wir gehen der Frage auf den Grund, wie der Computertomograph die Rohdaten der Knochen und Organe erfasst und diese mithilfe der gefilterten Rückprojektion in scharfe Bilder umgewandelt werden. Diese Rekonstruktionsmethode wurde überraschenderweise bereits 1912 vom Mathematiker Johann Radon entwickelt. Wie diese mathematische Rekonstruktion praktisch funktioniert, testen wir gemeinsam anhand eines interaktiven Quiz. Schließlich werfen wir einen Blick auf die aktuelle Forschung, bei der moderne Algorithmen dafür sorgen, die medizinische Bildgebung noch besser zu machen.
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Prof. Dr. Sünne Juterczenka
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