Umständliche Formulierungen, Endloswörter, Paragraphen und komplexe Satzstrukturen – das verbinden viele Menschen mit Schreiben aus Behörden. Tatsächlich ist es eine Herausforderung, juristisch exakt und gleichermaßen zugewandt zu formulieren, wie anhand von zahlreichen Beispielen deutlich wird. Dass es jedoch praktikable Kompromisse gibt, zeigen Modellprojekte, die in anderen Städten bereits erfolgreich durchgeführt wurden. Somit ist der Beschluss der Bürgerschaft, in dem der Stadt der Auftrag erteilt wird, in „der schriftlichen und mündlichen Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern eine freundlichere und auf Unterstützung fokussierende Ausdrucksweise [zu] verwenden“ ein willkommener Anlass, sprachwissenschaftliche Expertise vor Ort und konkrete Anwendung von Fachsprache in Behörden im Projekt „Bessere Bescheide“ zusammenzuführen. Dieses Projekt wollen wir in unserem Vortrag vorstellen.
Vorträge im Sommersemester 2026
18.05.2026: In Würde leben – in Würde gehen? Autonomie, Todeswünsche und Palliativmedizin im Gespräch // Dr. Gisela Hoffmann
22.06.2026: Muss Verwaltungssprache unverständlich sein? Behördenschreiben unter der Lupe // Prof. Dr. Konstanze Marx-Wischnowski & Prof. Dr. Wolfgang Kesselheim
06.07.2026: Justizopfer – unschuldig im Gefängnis. Wiederaufnahme von Strafverfahren // Prof. Dr. Olaf Hohmann
13.07.2026: Unsichtbares sichtbar machen: Mathematik in der medizinischen Bildgebung // Prof. Dr. Christina Brandt
20.07.2026: Bewahren – Erschließen – Benutzen. Das Archiv als Forschungsstätte und Gedächtnis der Universität // Dr. Elisabeth Heigl
Weitere Informationen
www.uni-greifswald.de/uni-rathaus
Die Vorträge finden jeweils montags um 17:00 Uhr im Bürgerschaftssaal des Rathauses (Am Markt) statt.
Der Saal ist für Rollstuhlfahrende erreichbar.
Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei. Eine vorherige Anmeldung nicht erforderlich.
Kontakt an der Universität Greifswald
Hochschulkommunikation
hochschulkommunikationuni-greifswaldde
