Feministischer Kampftag 2026

Weltfrauentag: Deshalb demonstrieren Feminist*innen weltweit am 8. März

Die Hintergründe erfahren Sie hier

1977 erklärten die Vereinten Nationen (UN) den 8. März zum Internationalen Frauentag. Viele Aktivist*innen und feministische Organisationen sprechen auch vom „Feministischen Kampftag“. Dieser Begriff drückt eine intersektionale Perspektive aus: „Feministischer Kampftag“ schließt sowohl Mehrfachdiskriminierungen als auch zusätzliche Personengruppen ein, die Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt sind, aufgrund des Geschlechts, aber auch aufgrund von Herkunft, Rassifizierung, sexueller Orientierung oder Behinderung. Der Begriff macht deutlich, dass es um die Bekämpfung eines Systems geht, nicht ausschließlich um die Rechte einer bestimmten marginalisierten Gruppe. 

Rückblick Frauentagsveranstaltung 04. März '26

Im Rahmen des Internationaler Frauentages

Viele Weichen für unsere wirtschaftliche Unabhängigkeit werden im Lebensverlauf gestellt, ohne sich der langfristigen Folgen auf die finanzielle Eigenständigkeit bewusst zu sein – etwa bei der Ausbildungs- und Berufswahl, dem Eingehen von Ehe oder Partner*innenschaft, der Übernahme von Care-Arbeit, Teilzeittätigkeiten oder der Altersvorsorge. Zwei von drei erwerbstätigen Frauen verdienen nicht genug, um für Phasen der Nichterwerbstätigkeit vorzusorgen, und nur jede vierte Frau kann sich und ein Kind allein von ihrem eigenen Einkommen ernähren.[1] Deshalb machten wir dieses Thema zur Priorität unserer Frauentagsveranstaltung. Es gab Impulsvorträge von Dr.in Birgit Happel (Finanzbildungsexpertin) und Nicole Meier (Deutsche Rentenversicherung Nord) zu den Themen Geld- und Vermögensbiografien von Frauen sowie Altersvorsorge und Rente.

 

Bücher zum Thema Frauen & Finanzen

über die Universitätsbibliothek Greifswald erhältlich

·        Über Geld spricht man nicht – Frau schon! 5 Gebote für finanzielle Unabhängigkeit von Sarah Lindner

·        Finance for Divas: Schritt für Schritt an der Börse investieren von Marsal Ghiasi

·        Finanzen sind weiblich: Wie du erfolgreich investierst und finanziell unabhängig wirst von Karolin Decker

·        Geld tut Frauen richtig gut: so managen Sie Ihre Finanzen selbst und dabei viel erfolgreicher als die meisten Männer von Bodo Schäfer und Carola Ferstl

·        Weiblich, unabhängig, abgesichert!: Die wichtigsten Impulse – so hat Frau ihre Finanzen im Griff von Stefanie Kühn

Selbstverteidigungskurs für FLINTA*-Studierende

07. März 2026 - 10.00 bis 15.00 Uhr - Judo-Halle (Karl-Liebknecht-Ring 26)

Anlässlich des Feministischen Kampftags bietet das Gleichstellungsbüro einen Selbstverteidigungsworkshop für FLINTA*-Studierende an. Der Workshop wird von Laura Gieseking durchgeführt. Es können bis zu 20 Studierende teilnehmen.

Der Workshop ist als Grundkurs konzipiert und richtet sich an Personen aller sportlichen Niveaus - keine Vorkenntnisse erforderlich! Es wird eine Auswahl einfacher, niedrigschwelliger und zugleich effektiver Befreiungs- und Selbstverteidigungstechniken zu vermitteln. Dabei liegt der Fokus auf praxisnahen Grundlagen für feministische Selbstbehauptung, die in einem geschützten Raum erlernt werden.
Teilnehmende werden gebeten, robuste und bequeme Kleidung zu tragen, die nicht besonders empfindlich ist, da während der Übungen an der Kleidung gezogen werden kann.

Hier geht es zur Anmeldung.
FLINTA* steht für Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans* und agender Personen. Das Sternchen soll zusätzlich weitere Variationen der Geschlechtervielfalt einbeziehen.

Island: Ein Tag ohne Frauen

Filmabend am 6. März 2026, 19 Uhr, St. Spiritus. Eintritt frei.

Eine Veranstaltung der Gleichstellungsbeauftragten von Stadt, Universitätsmedizin und Universität in Kooperation mit dem St. Spiritus und STRAZEkultur. 

"Am 24. Oktober 1975 legten mehr als 90 Prozent der weiblichen Bevölkerung Islands für einen Tag die Arbeit nieder. Sie brachten das Land zum Stillstand. Und machten Island in der Folge zum "besten Ort der Welt, um eine Frau zu sein".

Die Aktivistinnen von damals erzählen heute – 50 Jahre danach – die spannende und äußerst amüsante Geschichte dieses bedeutsamen Tages.

Sie weigerten sich im Büro zu arbeiten, zu kochen oder sich um die Kinder zu kümmern. Mit dem Streik wollten die Frauen beweisen, wie wichtig die weibliche Hälfte der Gesellschaft für das Wohl aller ist."

 

 

Foto des isländischen Streiks, 1975. © Rise and Shine Cinema

Veranstaltungen der Universitäts- und Hansestadt Greifswald

März 2026

Frauen-Stadtspaziergang

Verschiedene Frauen haben über die Jahrhunderte nicht nur die Kultur Greifswalds geprägt. Auf der Führung werden vor allem Frauen vorgestellt, deren Geburts- oder Todestage sich in diesem Jahr runden. Dazu gehören nicht nur Frida Stundl-Pietschmann und Sibylla Schwarz, sondern auch Hildegard Emmel, Margarete Lachmund, Annemarie Langen-Koffler und die Komponistin Luise Greger. Lernen Sie auf der Führung zu den Geburts- und Wohnhäusern in der Innenstadt und innenstadtnah Leben und Werk der Künstlerinnen, Forscherinnen und Aktivistinnen kennen.

Sonntag, 08. März 2026 um 10 Uhr

Start am Karl-Marx-Platz

Eintritt frei

 

Frauenbild(er)

Hiddensee an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert: Der Treffpunkt der künstlerischen Avantgarde - und der Ort, an dem drei Frauen sich den tosenden Wellen der männerdominierten Kunst und Weltpolitik und dem Schicksal entgegenstellen und den Hiddensoer Künstlerinnenbund gründen. Werden sie bestehen oder untergehen? Teil 5 des „Theater im Hörsaal“ vom StuThe taucht durch Flut und Gischt und zeigt, wie es den drei außergewöhnlichen Frauen Elisabeth Büchsel, Henni Lehmann und Clara Arnheim ergangen sein könnte.

Aufgrund des Handlungsrahmens, der beide Weltkriege umfasst, und der dramatischen Schicksale der drei Frauen gibt es eine Triggerwarnung hinsichtlich der Themen Antisemitismus und Suizid. Beides wird auf der Bühne nur angedeutet aber doch deutlich thematisiert.

Bei der Premierenfeier am 8. März wird es gegen Spende alkoholfreien Punsch und Kuchen geben. Auch ein Begleitbooklet zum Stück gibt es gegen Spende bei allen Aufführungen.

Premiere: Sonntag, 8. März 2026 um 19 Uhr, Hörsaal Wollweberstraße 1

Weitere Auftritte: 14. März und 12. April 2026

Tickets (12 Euro/ermäßigt 8 Euro) gibt es unter www.pretix.eu/stuthe

 

Frauenfrühstück

Mit dem Frühstücks-Treffen für Frauen wird ein Ort geschaffen, an denen Frauen sich in offener und wertschätzender Atmosphäre begegnen und gemeinsam über alte und neue Fragen des Lebens und Glaubens nachdenken können. 

Das nächste Treffen wird durch einen Vortrag von Birgit Szych zum Thema "Warum versteht mich denn keiner? - Das Geheimnis gelingender Kommunikation" bereichert: So oft fühlen wir uns unverstanden. Haben wir uns falsch ausgedrückt oder hat unser Gegenüber mal wieder nicht richtig zugehört? Viel zu schnell entstehen Missverständnisse, Ärger, Unmut, Streit, sei es in der Familie, am Arbeitsplatz, im Ehrenamt. Gemeinsam wollen wir dem Geheimnis auf die Spur kommen, wie es gelingen kann, liebevoll zu kommunizieren im Reden, im Hören und erst recht im Handeln..

Samstag, 21. März 2026 von 9-12 Uhr, KUBA (Osnabrücker Str. 3)

Karten (20 Euro): ab 28. Februar 2026, 10 Uhr in der Rats- und Universitätsbuchhandlung

Lebenskarte Eigenständigkeit

Center for Responsible Research and Innovation des Fraunhofer IAO (CeRRI

Die Lebenskarte ist für Sie, wenn Sie sich über die finanziellen Wirkungen von wichtigen Lebensentscheidungen informieren oder die Zukunft nachdenken wollen und übersichtlich verlässliche Quellen suchen.

Die Webseite basiert auf dem Projekt „Wirtschaftliche Eigenständigkeit im Laufe des Lebens“, das gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) 2023-2024 durchgeführt wurde.

 

Weitere Informationen hier: Wirtschaftliche Eigenständigkeit im Laufe des Lebens