Foto: Kilian Dorner

Diese Fähigkeiten sollten mitgebracht werden

Voraussetzungen für die Aufnahme des Masterstudiums Medizinphysik ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss in Physik / Medizinphysik, Biomathematik, Medizininformatik oder Medizintechnik. Für ein erfolgreiches Studium sind Interesse an medizinischen physikalischen Fragestellungen verbunden mit der Fähigkeit analytisch zu denken und methodisch in Theorie und Praxis vorzugehen unumgänglich. Außerdem von Vorteil sind Programmiererfahrungen/-kenntnisse in Python und/oder Matlab.

Darum geht es in diesem Fach

Eine Vielzahl von bildgebenden Geräten und therapeutischen Verfahren kommen heute in der medizinischen Diagnostik und Therapie zum Einsatz.  Aufgrund der Komplexität dieser Systeme müssen ausgebildete Medizinphysiker über Kenntnisse und Fähigkeiten in mehreren naturwissenschaftlichen Disziplinen verfügen. Insbesondere ist es bei der Zusammenarbeit mit Ärzten, medizinisch-technischen Assistenten und Ingenieuren unterschiedlicher Fachgebiete erforderlich, deren Terminologie zu beherrschen, um mit ihnen über die Lösung konkreter Aufgaben kommunizieren zu können.

Im Masterstudiengang Medizinphysik: Bildgebung und Therapie werden Module aus den Bereichen Medizinphysik, Physik, Mathematik, Medizin und Health Care Management angeboten. Die Studierenden sollen die physikalisch-technischen Grundlagen sowie die Einsatzbereiche von Mess-, Diagnose- und Therapieverfahren in der Medizin verstehen. Dabei wird insbesondere auf die Bildgebenden Verfahren (Röntgen, Computertomografie, Magnetresonanztomografie, Sonografie, Positronen-Emissions-Tomografie, Szintigrafie) sowie die Strahlentherapie und Nuklearmedizin eingegangen. Zusätzlich finden Lehrveranstaltungen zu Plasmaphysik und Plasmamedizin statt.

Das Masterstudium Medizinphysik: Bildgebung und Therapie hat einen starken Fokus auf die Magnetresonanztomografie. Es werden sehr vertiefte Inhalte zur Sequenzentwicklung, Bildrekonstruktion und Datenauswertung verschiedener MR Verfahren vermittelt. Dazu gehören unter anderem quantitative MRT (z.B. 4D Fluss MRT, Perfusion und ASL), strukturelle MRT (z.B. T1, T2, Diffusion Tensor Imaging) und die MR Angiographie.

Die zusätzlichen Wahlmodule können je nach Kenntnissen und Fertigkeiten, die im ersten Hochschulstudium erworben wurden, sinnvoll aus vielen angrenzenden Bereichen der Physik, Mathematik und Informatik sowie der Medizin kombiniert werden.

In den ersten drei Semestern finden die Lehrveranstaltungen in Form von Vorlesungen, Seminaren und Übungen statt. Der Studiengang ist in das Forschungsumfeld der Medizin und Physik am Naturwissenschaftlichen Campus eingebunden. Das 4. Semester ist für die sechsmonatige Masterarbeit reserviert. In einem Kolloquium wird die Arbeit verteidigt.

Absolvent*innen dieses Faches arbeiten in

Mit dem technischen Fortschritt gewinnt die Medizinphysik zunehmend an Bedeutung und umfasst immer komplexere Gebiete. Medizinphysiker finden ihre berufliche Herausforderung in Gesundheitszentren, Kliniken, Diagnostikeinrichtungen sowie in Forschung und Entwicklung an Hochschulen und in der Industrie. Sie betreiben medizinische Großgeräte und tragen die Verantwortung für die Sicherheit von Personal und Patienten. Medizinphysiker sind an der Entwicklung im Hard- und Softwarebereich von medizintechnischen Anlagen beteiligt oder für deren Vertrieb und den technischen Kundendienst verantwortlich. Im Anschluss an das Studium ist eine zweijährige Weiterbildung zum Medizinphysik-Experten möglich (Informationen dazu beim Landesgesundheitsamt des zuständigen Bundeslandes). Darüber hinaus sind den Absolventen auch Einsatzfelder in der Forschung, sowie einem breiteren physikalisch-technischen, ingenieurwissenschaftlichen und informationstechnischen Bereich zugänglich.

Allgemeine Hinweise zum Studiengang

Der Studiengang Medizinphysik führt nach einer Regelstudienzeit von vier Semestern, inklusive der Masterarbeit zum Hochschulabschluss Master of Science (M.Sc.). Die Pflichtveranstaltungen und Physikveranstaltungen finden am Institut für Physik oder der Universitätsmedizin Greifswald statt in Kooperation mit der diagnostischen Radiologie. In einem modernen Studienumfeld erhalten die zukünftigen Absolventen eine handlungsorientierte Ausbildung an Schulungsgeräten für Röntgen, Ultraschall, Computertomographie, sowie an einem klinischen Doppler-Ultraschall und MRT-Scanner der neuesten technischen Standards. Die Studierenden können effektive Lernmethoden mit Betreuung in kleinen Gruppen erwarten.

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