Zukunft gestalten im Studium: Universität Greifswald setzt mit „Constructing the Future“ auf neue Lehr- und Transferstrukturen

Qualitativ hochwertige Lehre ist ein wichtiges Markenzeichen der Universität Greifswald. Mit Con-Future soll partizipativ ein struktureller Wandel und damit ein noch höheres Niveau in Lehre und Betreuung erreicht werden. Gesellschaftliche und berufliche Herausforderungen sowie die individuellen Bedürfnisse der Studierenden werden dabei gleichermaßen adressiert mit dem Ziel, ein Studienumfeld zu schaffen, das Studierende nicht nur fachlich qualifiziert, sondern sie auch darin unterstützt, sich in einer zunehmend komplexen und dynamischen Welt zu orientieren und handlungsfähig zu bleiben.

Die praktische Umsetzung wird in drei zentralen Maßnahmenpaketen erfolgen: In allen Lehreinheiten sollen dauerhafte Betreuungsangebote etabliert werden, etwa durch studentische Tutorien, Peer-Mentoring unter Studierenden sowie akademisches Mentoring durch Lehrende. Parallel sollen projektbasierte Lernformate eingeführt und langfristig in allen Studiengängen verankert werden, in denen zukunftsrelevante Kompetenzen wie interdisziplinäre Teamarbeit, kritisches Denken oder Problemlösungskompetenz im Fokus stehen. Hinzu kommen kompetenzorientierte Prüfungsformen, die nicht nur Wissen abfragen, sondern auch die praktische Anwendung und den Lernprozess sichtbar machen. Schließlich wird Con-Future Transferstrukturen aufbauen, die Studierende unterstützen, deutschlandweit, international, aber insbesondere auch regional, eine berufliche Zukunft zu finden. Dieser Karriereservice 4.0 beinhaltet beispielsweise die Durchführung von jährlichen Challenges in Zusammenarbeit mit Unternehmen. 

Bei der Auftaktveranstaltung hob Prof. Dr. Anette Sosna, Projektleiterin und Prorektorin für Lehre und Lehrkräftebildung an der Universität Greifswald, den zukunftsorientierten Ansatz des Projekts hervor: „Hinter Con-Future steht eine Frage, die uns als Hochschule grundlegend beschäftigt: Wie bereiten wir Studierende auf die Zukunft vor? Eine Zukunft, die durch ökologische, soziale, technologische und wirtschaftliche Transformationen geprägt ist, deren Anforderungen sich häufig erst im Entstehen zeigen. Dieses Projekt ist eine unserer Antworten auf diese Frage - entwickelt aus der Hochschuldidaktik heraus und getragen von Lehrenden und Studierenden dieser Universität.“

Die nun in allen fünf Fakultäten startenden Pilotprojekte fördern praxisnah die Zukunftskompetenzen der Studierenden. So will GryphonMoot Jurist*innen im realitätsnahen Sprechen trainieren, an der Medizinischen Fakultät soll eine kompetenzorientierte OSCE-Prüfung angehende Ärzt*innen auf das praktische Jahr vorbereiten, und im Lehramtsstudium hilft die Methode der Lessons Study, Unterricht innovativ zu entwickeln und zu reflektieren. Weitere Projekte, etwa Podcasts für Alte Sprachen oder Lehrformate zum kritischen Denken, zeigen die Vielfalt der Ansätze.

Anregungen und Erfolgsbeispiele für die praktische Umsetzung stellte beim Auftakt Dr. Margrit E. Kaufmann von der Universität Bremen in ihrem Impulsvortrag “Entwickeln von zukunftsrelevanten Kompetenzen in Communities of Practice – Chancen und Herausforderungen projektbasierten, forschenden Lernens” vor. Sie hat an der Universität Bremen maßgeblich dazu beigetragen, projektbasiertes, forschendes Lernen nicht als vereinzeltes didaktisches Experiment zu betreiben, sondern strukturell in Studium und Lehre zu verankern.
 

Weitere Informationen

Das Projekt Con-Future wird mit 4.426.243 € Millionen Euro von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre im Rahmen der Ausschreibung „Lehrarchitektur“ gefördert und läuft zunächst vier Jahre mit der Möglichkeit einer Verlängerung bis 2031. Die Förderlinie „Lehrarchitektur“ ist die größte der Stiftung mit einem Fokus auf der Erprobung und dauerhaften Verankerung innovativer Lehr- und Lernstrukturen.
Die Gesamtprojektleitung hat Prof. Dr. Anette Sosna, Prorektorin für Lehre und Lehrkräftebildung der Universität Greifswald. Projektkoordinatorin ist Dr. phil. Kristina Enders.

Projektwebseite
 

Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald

Dr. Kristina Enders
Projektkoordination Con-Future
Steinbeckerstraße 15, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1138
confutureuni-greifswaldde
https://www.uni-greifswald.de/con-future

 

Medieninformation


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