25 Publikationen in der Fachzeitschrift "Angewandte Chemie"

Die Biokatalyse - also die Anwendung von Enzymen - ermöglicht es, chemische Verfahren durch umweltfreundlichere Methoden zu ersetzen. In den vergangenen Jahren hat die Biokatalyse eine stürmische Entwicklung erfahren, da Wissenschaftler nun sehr viel rascher neue Enzyme in der Natur finden und durch geeignete biochemische und molekularbiologische Methoden (das sogenannte „Protein-Engineering“) gezielt auf die Reaktionsparameter anpassen können. Hierzu gehören beispielsweise die Verbesserung der Selektivität, Stabilität und die Integration in mehrstufige Verfahren, bei denen mehrere Enzyme oder auch zusammen mit chemischen Katalysatoren kombiniert werden mit dem Ziel, Synthesen noch effizienter gestalten und Ressourcen einsparen zu können.

Diese aktuellen Trends sind Gegenstand eines „Editorials“, das jüngst von Prof. Bornscheuer in der angesehensten internationalen chemischen Fachzeitschrift „Angewandte Chemie“ veröffentlicht wurde (englische Veröffentlichung: DOI:10.1002/anie.201510042 bzw. deutsche Veröffentlichung: DOI: 10.1002/ange.201510042). Diese Zeitschrift hat seit Jahren die höchste Zitationsrate chemischer Journale (Impact factor im Bereich von 11.3 bis 13.7) und die jüngste Veröffentlichung ist die 25. Publikation von Prof. Bornscheuer darin.

Aktuell veröffentlichte Prof. Bornscheuer auch einen Beitrag (DOI: doi:10.1038/nchembio.1989 ) in der Fachzeitschrift Nature Chemical Biology, in dem er zwei Originalarbeiten beurteilt, die sich mit Hochdurchsatz-Verfahren zum Auffinden neuer Biokatalysatoren beschäftigen.

Die Arbeitsgruppe von Prof. Bornscheuer gehört auf dem Gebiet der Biokatalyse zu den führenden Forschern weltweit. So wurden von seinem Team bereits eine ganze Palette neuer Enzyme für die Herstellung von Bausteinen für pharmazeutische Wirkstoffe oder zur Herstellung gesunder Fette und Öle entwickelt. Darüber hinaus ist seine Forschung für die Entwicklung neuer Methoden zur Identifizierung und Optimierung von Biokatalysatoren renommiert. Die herausragende Laborausstattung und Infrastruktur am Institut für Biochemie tragen ebenfalls zu diesen Forschungserfolgen bei.

 


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