Die Präsentation zeigte die Kulturlandschaft Palästina um 1900: das Land der Beduinen und Fellachen vor dem Ersten Weltkrieg. 15 Tafeln, ein Film, ein Hörstation und die Reproduktion eines historischen Fotoalbums dokumentiert die Sehnsucht nach dem Heiligen Land. Sie zog zwischen 1903 und 1914 jedes Jahr eine handverlesene Gruppe deutscher Theologen nach Jerusalem. Mit Pferd und Tropenhelm erkundeten sie unter Leitung des Orientwissenschaftlers Gustaf Dalman (1855-1941) die entlegensten Ecken von Palästina.
Was sie auf ihren Forschungsreisen entdeckten, findet sich heute im pommerschen Greifswald: vom Beduinengewand bis zur gepressten Wüstenblume. Herausragend sind vor allem rund 20.000 Fotografien von Dalman und seinen Theologen. Dieses Material wurde 2014 vom Greifswalder Gustaf-Dalman-Institut – gemeinsam mit Theologiestudierenden – erstmals für eine bundesweite Wanderausstellung erschlossen. Unter dem Titel "Auf der Suche nach dem Heiligen Land" machten ausgewählte Fotografien lebendig, was die Stipendiaten auf ihren Reisen erforschten und erfuhren.
Die Schwarzweiß-Fotografien in der Sammlung zeigen vor allem historische Bauten, Landschaften und Felsformationen aus Palästina, Syrien und Ägypten, teils aus Italien. Wohl Anfang der 1920er Jahre gelangten die Abzüge aus dem Nachlass des Pfarrers und Palästinageographen Valentin Schwöbel (1863-1921) in die Greifswalder Sammlung.
Virtuelle Karte "Dalmans Jerusalem"
Kurz-URL: is.gd/nKsNSC
Dokumentation der Wanderausstellung
Ansprechpartnerin
Dr. Karin Berkemann
Kustodin der Gustaf-Dalman-Sammlung
Theologische Fakultät
Am Rubenowplatz 2-3, 17489 Greifswald
Telefon 03834 86 2546 (ab 01.04.2017 neue Einwahl 03834 420 2546)
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