(Regenerative) Energie und Gebäude
Die Universität baut die Nutzung regenerativer Energien systematisch aus. Seit 2022 läuft im Referat Bau und Technik befristet bis 2030 das Projekt „Energetische Gebäudeoptimierung“. Das Projekt umfasst unter anderem den Ausbau der Photovoltaik, die Umrüstung auf LED-Beleuchtung, die Modernisierung der Lüftungs- und Heizungstechnik sowie die kontinuierliche Optimierung der Gebäudeleittechnik (GLT) - jeweils mit dem Ziel, die Effizienz der Anlagen zu steigern, Kosten zu senken und Treibhausgasemissionen nachhaltig zu reduzieren. Die Kosten für das Projekt werden - abhängig von den konkret umzusetzenden Optimierungsmaßnahmen und vorbehaltlich der allgemeinen Preisentwicklung - auf ca. 4 Mio. EUR bis Ende 2030 geschätzt.
Heizen durch Geothermie: Hörsaal und Bibliothek am Lohmeyerplatz
Etwa 75% der Treibhausgasemissionen im Bereich der Energie- und Wärmeversorgung stammen aus dem Bezug von Fernwärme zum Beheizen der Gebäude der Universität. Ein gutes Beispiel für moderne und energiesparende Bauweisen sind die neuen Gebäude am Campus Loefflerstraße, wie die Bereichsbibliothek sowie der Hörsaal. Beide Gebäude werden praktisch vollständig über Geothermie an kalten Tagen beheizt und im Sommer gekühlt. Die Erdwärmepumpe wurde 2016 in Betrieb genommen.
Das Hörsaalgebäude wird durch Geothermie mit einer Fußbodenheizung beheizt. Die Bereichsbibliothek erhält Wärme- und Kühlleistung aus der Geothermie und nutzt die sogenannte Betonkernaktivierung, bei der über die Decken sowohl geheizt als auch gekühlt werden kann. Für die Geothermieanlage wurden 30 Erdwärmesonden in 99m Bohrtiefe verlegt. Insgesamt deckt die Anlage bis zu 85% des Wärmebedarfs der angeschlossenen Gebäude, abhängig von Nutzung und Außentemperaturen.
Unser Nahwärmenetz: Heizen mit Serverabwärme
Das Universitätsrechenzentrum stellt in seinem 2019 errichteten Gebäude den Mitarbeitenden und Studierenden nicht nur ein Datennetz und die entsprechende Kommunikationsinfrastruktur zur Verfügung, sondern versorgt mithilfe der durch die Server entstehenden Abwärme auch das benachbarte C_FunGene-Gebäude am Campus Berthold-Beitz-Platz mit Wärme über ein extra angelegtes Nahwärmenetz.
Stromerzeugung durch Photovoltaik
Die Universität betreibt diverse PV-Anlagen. Zusammen nutzte die Universität aus diesen Anlagen im Jahr 2024 rund 63 MWh. Unsere modernen Gebäude haben in der Regel Flachdächer und diese sind mit technischen Anlagen belegt.
