Leonie Lorenz, Alumna des Mentoring-Programms für Absolventinnen mit Promotionsinteresse, wurde im Februar 2026 in der Reihe “We are EMBL” des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) vorgestellt. In dem Porträt gibt sie Einblicke in ihre Forschung am European Bioinformatics Institute (EMBL-EBI) in Cambridge, eines der renommiertesten biologischen Forschungszentren der Welt.
Als Predoctoral Fellow verbindet sie Genomik mit mathematischer Modellierung, um zu verstehen, wie sich Bakterien unter dem Einfluss von Impfungen verändern und neue Stämme entstehen. Im Fokus steht das Bakterium Streptococcus pneumoniae. Mithilfe mathematischer Gleichungen simuliert sie Evolutionsprozesse und untersucht, welche bakteriellen Varianten sich nach Impfkampagnen langfristig durchsetzen könnten.
Im Interview spricht sie darüber, warum mathematische Modellierung mehr ist als reine Datenanalyse und weshalb sie bewusst auf erklärbare Modelle setzt, statt ausschließlich auf Machine Learning.
Neben ihrer Forschung engagiert sich Leonie Lorenz auch in der Wissenschaftsvermittlung: Während ihrer Promotion entwickelte sie eine Online-Lernressource zur mathematischen Modellierung für das Trainingsprogramm des EMBL-EBI.
Bereits 2022 berichteten wir über ihren Start im internationalen PhD-Programm des EMBL, an dem sie nach ihrer Teilnahme am Greifswalder Mentoring-Programm aufgenommen wurde. Heute ist sie Teil eines hochinternationalen Forschungsumfelds in Cambridge und rät Interessierten am EMBL-Programm selbstbewusst: „Just do it!“
Wir freuen uns sehr, dass Leonie Lorenz ihren wissenschaftlichen Weg so erfolgreich fortsetzt, und gratulieren herzlich zu dieser besonderen Sichtbarkeit im internationalen Forschungsumfeld.
