Sexualisierte Diskriminierung im universitären Kontext
Sexualisierte Belästigung, Gewalt und Diskriminierung haben keinen Platz an der Universität Greifswald. Dennoch spiegeln sie ein gesamtgesellschaftliches Problem wider, das auch Hochschulen als Studien- und Arbeitsorte betrifft. Die Universität nimmt ihre Verantwortung ernst, den Schutz der Persönlichkeitsrechte sicherzustellen, Verstöße konsequent zu verfolgen und Präventionsmaßnahmen umzusetzen.
Diese Seite dient dazu, Studierende und Mitarbeitende umfassend zu informieren, Unterstützungsangebote aufzuzeigen und gemeinsam zu einer sicheren und respektvollen Umgebung beizutragen.
Im Notfall
Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen
116 016
In vielen Sprachen, 24h erreichbar
Polizei Greifswald
110
Notrufnummer
112
030 12074182 (deutschlandweit)
Sonntag – Donnerstag: 21 – 24 Uhr, Freitag & Samstag 21 – 03 Uhr
Die offizielle Notrufapp der Bundesländer
Universitätsinterne Beratungsstellen:
Zentrale Gleichstellungsbeauftragte

Dr.in Jenny Linek
Domstr. 11, Eingang 4
Raum 2.17
17489 Greifswald
Telefon: 03834 420 1108
E-Mail: jenny.linek@uni-greifswald.de
Fakultätsgleichstellungsbeauftragte
Philosophische Fakultät:
Dr.in Jasmin Hirschberg und Dr.in Jasmin Hauck
Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät:
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät:
Dr.in Bettina Appel und Dr.in Daniela Zühlke
Theologische Fakultät:
Universitätsmedizin (UMG):
Externe Beratungsstellen:
Caritas-Regionalzentrum Greifswald
Beratung für Betroffene sexualisierter Gewalt
Bahnhofstraße 16
17489 Greifswald
Telefon: 03834 79 83 199
E-Mail: anonym.greifswaldcaritas-vorpommernde
Webseite: caritas-vorpommern.de/caritasvorort/greifswald
Trauma-Ambulanz für Opfer von Gewalttaten
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Greifswald
Ellernholzstraße 1-2
17475 Greifswald
Telefon: 03834 86 6916
E-Mail: psychiatmed.uni-greifswaldde
Webseite: unimedizin-greifswald.de/psych/klinik/trauma-ambulanz/
Frauenhaus Greifswald
Hilfe für misshandelte Frauen
Postfach 3309
17463 Greifswald
Telefon: 03834 50 06 56
E-Mail: kontaktfrauenhaus-greifswaldde
Webseite: frauenhaus-greifswald.de
Weißer Ring e.V.
Hilfe für Opfer von Kriminalität
Telefon: 0151 55164713
E-Mail: greifswaldmail.weisser-ringde
Webseite: greifswald-mecklenburg-vorpommern.weisser-ring.de
Gerichtsmedizin & Klinikum in Greifswald
Institut für Rechtsmedizin
Kuhstraße 30
17489 Greifswald
Telefon: 03834 865743
E-Mail: rechtsmeuni-greifswaldde
Webseite: unimedizin-greifswald.de/rechtsmed/institut
Fachpraxis für Gewaltberatung und Tätertherapie
Kreisdiakonisches Werk Greifswald e.V.
Bugenhagenstraße 1-3
17489 Greifswald
Telefon: 03834 2317903
Mobil: 0162 25 12 751
E-Mail: gewaltberatungkdw-greifswaldde
Webseite: kdw-greifswald.de
Der Flyer Das Beratungs- und Hilfenetz in MV des Ministeriums für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern bietet eine umfassende Übersicht mit Informationen über Hilfe bei häuslicher und sexualisierter Gewalt.
Begriffsklärung - sexualisierte Diskriminierung und Gewalt
Sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt ist jedes unerwünschte, sexualbezogene Verhalten, das die Würde der Betroffenen verletzt und ein Klima der Einschüchterung, Entwürdigung und Beleidigung aufgrund sexualisierter Handlungen schafft.
Beispiele
- Sexualisierter und herabwürdigender Sprachgebrauch,
- Entwürdigende Bemerkungen oder Witze über Personen, ihren Körper, ihr Verhalten oder ihr Intimleben,
- Unerwünschte Gesten und Verhaltensweisen mit sexuellem Bezug,
- Verbale, bildliche oder elektronische Präsentation pornografischer oder sexualisierter Darstellungen mit entwürdigender Absicht,
- Unerwünschte Körperkontakte,
- Unerwünschte Aufforderung oder Nötigung zu sexuellem Verhalten,
- Verfolgung oder Nötigung mit sexuellem Hintergrund,
- Vergewaltigung
Als besonders schwerwiegend werden sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt unter Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen am Ausbildungs- und Arbeitsplatz oder in Studium und Lehre eingestuft. Dies betrifft gerade die Androhung von persönlichen studienbezogenen oder beruflichen Nachteilen oder der Zusage von Vorteilen.
Dokumentation und weitere Schritte
Es ist zunächst wichtig, dass Sie – soweit es Ihnen möglich ist – ein Gedächtnisprotokoll anlegen, um die Erfahrungen festhalten zu können. Dies kann Ihnen später helfen, den genauen Ablauf zu rekonstruieren, Gesprächsverläufe wiederzugeben und das weitere Verfahren anzugehen. Es ist es sinnvoll zu dokumentieren, wann und wo sich der Vorfall abgespielt hat, wer bzw. welche Personen involviert oder beteiligt waren und was geschehen ist. Ein hilfreiches Formular für die Dokumentation ist das Gedächtnisprotokoll der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.
An der Universität berät Sie in Fällen sexualisierter Diskriminierung und Belästigung die zentrale Gleichstellungsbeauftragte. Diese kann Sie auch über Fristen informieren, die für etwaige Verfahren eingehalten werden müssen.
Im Falle einer Beschwerde kann die Dokumentation über diese Vorlage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes erfolgen.
Weitere Informationen und Materialien
Was tun bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz? (Antidiskriminierungsstelle des Bundes)
Sexuelle Belästigung im Hochschulkontext (Antidiskriminierungsstelle des Bundes)
Bundesweite Frauenhaus-Suche (ZIF)
Online-Handreichung Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt an Hochschulen (bukof e.V.)
Hilfe-Portal sexueller Missbrauch (Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen)
Suchportal Hilfe in der Nähe Beratung, Schutz, Hilfe bei Gewalt (bff e.V.)
Informationen zu sexualisierter Gewalt in leichter Sprache (bff e.V.)
Informationen zu sexualisierter Gewalt in Deutscher Gebärdensprache (bff e.V.)


