Sexualisierte Diskriminierung im universitären Kontext

Sexualisierte Belästigung, Gewalt und Diskriminierung haben keinen Platz an der Universität Greifswald. Dennoch spiegeln sie ein gesamtgesellschaftliches Problem wider, das auch Hochschulen als Studien- und Arbeitsorte betrifft. Die Universität nimmt ihre Verantwortung ernst, den Schutz der Persönlichkeitsrechte sicherzustellen, Verstöße konsequent zu verfolgen und Präventionsmaßnahmen umzusetzen.

Diese Seite dient dazu, Studierende und Mitarbeitende umfassend zu informieren, Unterstützungsangebote aufzuzeigen und gemeinsam zu einer sicheren und respektvollen Umgebung beizutragen.

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Anti-Gewaltwochen 25.11. - 10.12.2025

Im Notfall

Bei akuter Gefahr können Sie sich auch immer an die Polizei unter der 110 wenden.

Polizei Greifswald

110

 

Notrufnummer

112

 

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen (in vielen Sprachen):

116 016

 

Heimwegtelefon: Tel. 030 12074182 (deutschlandweit)
Sonntag – Donnerstag: 21 – 24 Uhr, Freitag & Samstag 21 – 03 Uhr

1. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und an der Universität

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sowie das Gesetz zur Gleichstellung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst des Landes Mecklenburg-Vorpommern (GlG) schützen Beschäftigte an der Universität Greifswald vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz. Die Hochschule ist als Arbeitgeberin dazu verpflichtet, für ein sicheres Arbeitsumfeld ohne Belästigungen zu sorgen.

In diesem Rahmen wurde auch die Richtlinie der Universität Greifswald  gegen Diskriminierung (RL) verabschiedet, die das AGG und das GlG konkretisieren soll. Sie verpflichtet die Hochschule zu präventiven Maßnahmen, sowie zur Aufklärung von Fällen sexualisierter Diskriminierung, Belästigung und Gewalt und zur Ergreifung von Gegenmaßnahmen. Das Besondere ist, dass die RL alle Mitglieder der Universität einschließlich der Studierenden sowie Besucher*innen und Gäste miteinbezieht und umfassend schützt. Das Arbeitsverhältnis mit der Hochschule ist somit nicht der einzige Anknüpfpunkt.

2. Begriffsklärung - sexuelle Diskriminierung und Gewalt

Sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt ist jedes unerwünschte, sexualbezogene Verhalten, das die Würde der Betroffenen verletzt und ein Klima der Einschüchterung, Entwürdigung und Beleidigung aufgrund sexualisierter Handlungen schafft.

Beispiele 

  • Sexualisierter und herabwürdigender Sprachgebrauch,

  • Entwürdigende Bemerkungen oder Witze über Personen, ihren Körper, ihr Verhalten, oder ihr Intimleben,

  • Unerwünschte Gesten und Verhaltensweisen mit sexuellem Bezug,

  • Verbale, bildliche oder elektronische Präsentation pornografischer oder sexualisierter Darstellungen mit entwürdigender Absicht der Präsentierenden,

  • Unerwünschte Körperkontakte,

  • Unerwünschte Aufforderung oder Nötigung zu sexuellem Verhalten,

  • Verfolgung oder Nötigung mit sexuellem Hintergrund,

  • Vergewaltigung

  • Als besonders schwerwiegend werden sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt unter Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen am Ausbildungs- und Arbeitsplatz oder in Studium und Lehre eingestuft.

  • Vergewaltigung

Als besonders schwerwiegend werden sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt unter Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen am Ausbildungs- und Arbeitsplatz oder in Studium und Lehre eingestuft. Dies betrifft gerade die Androhung von persönlichen studienbezogenen oder beruflichen Nachteilen oder der Zusage von Vorteilen.

3. Verfahren und Dokumentationen

Es ist zunächst wichtig, dass Sie – soweit es Ihnen möglich ist – ein Gedächtnisprotokoll anlegen, um die Erfahrungen festhalten zu können. Dies kann Ihnen später helfen, den genauen Ablauf zu rekonstruieren, Gesprächsverläufe wiederzugeben und das weitere Verfahren anzugehen. Es ist es sinnvoll zu dokumentieren, wann und wo sich der Vorfall abgespielt hat, wer bzw. welche Personen involviert oder beteiligt waren und was geschehen ist. Hilfreiche Formulare für die Dokumentation sind das Gedächtnisprotokoll sowie die Erfassung von Mobbing-Handlungen der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

An der Universität berät Sie in Fällen sexualisierter Diskriminierung und Belästigung die zentrale Gleichstellungsbeauftragte. Diese kann Sie auch über Fristen informieren, die für etwaige Verfahren eingehalten werden müssen.

Im Falle einer Beschwerde kann die Dokumentation über diese Vorlage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes erfolgen.

Nachfolgend werden universitätsinterne und -externe Beratungsstellen aufgelistet, an welche sich Beschäftigte und Studierende wenden können. Diese Auflistung ist nicht abschließend.

Universitätsinterne Beratungsstellen:

Zentrale Gleichstellungsbeauftragte

Dr.in Jenny Linek

Telefon: 03834 420 1108

E-Mail: jenny.linek@uni-greifswald.de

 

Domstr. 11, Eingang 4

Raum 2.17

17489 Greifswald

Fakultätsgleichstellungsbeauftragte

Philosophische Fakultät:

Dr. Jasmin Hirschberg und Dr. Jasmin Hauck

Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät:

Greet Stichel

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät:

Dr. Bettina Appel und Dr. Daniela Zühlke

Theologische Fakultät:

Dr. Amrei Koch

Universitätsmedizin (UMG):

Dr. med. Stine Lutze und Prof. Dr. med. Sylvia Stracke


Externe Beratungsstellen:

Caritas-Regionalzentrum Greifswald

Beratung für Betroffene sexualisierter Gewalt

Telefon: 03834 79 83199

E-Mail: anonym.greifswaldcaritas-vorpommernde

Bahnhofstraße 16

17489 Greifswald

Notaufnahme der Universitätsmedizin Greifswald

Fleischmannstraße 8

17475 Greifswald

Telefon: 03834 8622531

E-Mail: info-unimedizinuni-greifswaldde

ADA-Antidiskriminierungsberatung und –arbeit Hilfetelefon Gegen Gewalt an Frauen

Greifswald & Vorpommern-Rügen

Wilhelm-Holtz-Straße 9

17489 Greifswald

Tel.: +49 (157) 32 20 85 17

beratung@ada-hgw-vr.org

Trauma-Ambulanz für Opfer von Gewalttaten

Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Greifswald

Ellernholzstraße 1-2, 17475 Greifswald

03834 86 6916

psychiat@med.uni-greifswald.de

Weißer Ring Greifswald

Bahnhofstraße 16

greifswaldmail.weisser-ringde 

17489 Greifswald Tel. 0151/55164713

03834 7983 199

Gerichtsmedizin & Klinikum in Greifswald

Institut für Rechtsmedizin

Kuhstraße 30

17489 Greifswald

Telefon: 03834 865743

E-Mail: rechtsmeuni-greifswaldde

Hilfetelefon Gegen Gewalt an Frauen

Tel. 116016 (24h)

www.hilfetelefon.de

MISS. Fachberatungsstelle für Betroffene sexualisierter Gewalt

Frankendamm 5, 18439 Stralsund

03831 667 9363

kontaktmiss-beratungsstellede