Ehrendoktorwürde <br>Berthold Beitz</br>

Ehrendoktorwürde
Berthold Beitz

Foto: Hans-Werner Hausmann
Verleihung der Ehrendoktorwürde an Berthold Beitz, Foto: Hans-Werner Hausmann
Foto: Hans-Werner Hausmann
Prof. Dr. Berthold Beitz (links) und Prof. em. Dr. Rainer Westermann (rechts)
Foto: Hans-Werner Hausmann
Prof. Dr. Berthold Beitz auf dem nach ihm benannten Beitz-Platz.

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Die Universitätsmedizin der Universität Greifswald verlieh am 17. Oktober 2006 die Ehrendoktorwürde an Berthold Beitz, Vorsitzenden des Kuratoriums der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Mit der Einrichtung des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs hat er ein besonderes Zeichen für Greifswald als einem weltoffenen Zentrum für Begegnungen im Ostseeraum gesetzt.

Die Universität Greifswald ehrte Berthold Beitz für seine großartigen Verdienste in vielfacher Weise: Berthold Beitz ist Ehrensenator der Universität (1991) sowie Ehrendoktor der Universitätsmedizin (2006). Der Platz zwischen der Zentralen Universitätsbibliothek und dem Universitätsklinikum trägt seinen Namen, die Restaurierung des zentralen Hörsaalgebäudes der Universität wurde ihm gewidmet. Anlässlich des 550-jährigen Jubiläums der Universität Greifswald würdigte die Universität ihn als eine große Stifterpersönlichkeit, in einer Reihe mit den beiden anderen bedeutenden Stiftern der Universität, Heinrich Rubenow, der Gründer und erste Rektor der Universität Greifswald, und Herzog Bogislaw der Vierzehnte, aus dessen Schenkungen an Landbesitz bis heute das Körperschaftsvermögen der Universität resultiert. Im Rahmen der Jubiläumsfeier im Dom St. Nikolai wurde Berthold Beitz als Stifterpersönlichkeit mit einer Goldmedaille geehrt, die Heinrich Rubenow auf der Vorderseite und das Universitätshauptgebäude auf der Rückseite zeigen. Diese Medaille kann nur ein einziges Mal vergeben werden und unterstreicht damit das einzigartige Engagement von Berthold Beitz für die Universität Greifswald.

Zur Person

Im Jahre 1913 in der Nähe von Greifswald geboren, fühlte sich Berthold Beitz der Region und ganz besonders der Universität zeitlebens engstens verbunden. Die Entwicklung Greifswalds als Standort wissenschaftlichen Lebens hat Berthold Beitz nachhaltig geprägt. In einzigartiger Weise setzte er sich für die Förderung von Wissenschaft, Forschung und Kultur in seiner früheren Heimat ein, insbesondere in seiner Funktion als Vorsitzender des Vorstandes und des Kuratoriums der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.

Noch vor der politischen Wende und dem Fall der Mauer baute Berthold Beitz Brücken über die Systemgrenzen hinweg. In den Jahren 1989 und 1990 beschloss die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung die dringend notwendige Soforthilfe für Krankenhäuser in der DDR, um sie vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Die Stiftung sicherte die medizinische Grundversorgung, ermöglichte die Anschaffung neuer Geräte und garantierte so die medizinische Versorgung in den Zeiten des Umbruchs. Weitere Förderprogramme für den medizinischen Bereich der Universität folgten in der Nachwendezeit, hier insbesondere für den Bau einer Klinik für Hämatologie und Onkologie, das Stipendienprogramm „Community Medicine“ sowie die Errichtung eines Hospizes und des Neurologischen Rehabilitationszentrums. 

Im historischen Herzen der Stadt Greifswald hat Berthold Beitz mit der Einrichtung des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs ein besonderes Zeichen für Greifswald als einem weltoffenen Zentrum für Begegnungen im Ostseeraum gesetzt. Das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg ist zu einer hoch geachteten Stätte wissenschaftlicher Begegnungen und der Förderung von Forschung geworden, die das Profil der Universität nachhaltig schärft und sie in ein weitgespanntes Netzwerk des internationalen Austausches einbindet.

Eine nicht minder große Rolle spielte für Berthold Beitz die Förderung der Kultur in Greifswald. So unterstützt die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung die jährlich stattfindenden Ereignisse der Bachwoche und des Nordischen Klangs, beteiligte sich an der Finanzierung des Erwerbs eines Gemäldes von Caspar David Friedrich und unterstützte auch das Caspar-David-Friedrich-Zentrum.