Forschungsschwerpunkt „Plasmaphysik“

Die Plasmaphysik in Greifswald besitzt eine nahezu 100-jährige Tradition und wird heute durch das Institut für Physik der Universität Greifswald und die außeruniversitären Forschungsinstitute, das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e. V. (INP) und das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP), Teilinstitut Greifswald, getragen. Damit ist Greifswald ein Zentrum der Plasmaforschung in Europa und weltweit. Auf dem Gebiet der Niedertemperaturplasmen werden am Institut für Physik und am INP sowohl die physikalischen Grundlagen dieser Plasmen als auch deren Anwendungen in den Bereichen Material- und Nanowissenschaften, Umwelt, Energie und Lebenswissenschaften untersucht. Die Forschung an Hochtemperaturplasmen ist am IPP konzentriert. Gegenwärtig erfolgt die Vorbereitung der Experimentierphase des optimierten Stellarators „Wendelstein 7-X“. Mit diesem Experiment soll die Tauglichkeit des Stellaratorprinzips für ein Fusionskraftwerk demonstriert werden.
Kooperationen bestehen zwischen diesen drei Einrichtungen in vielfältiger Weise. Darüber hinaus gibt es Kooperationen des Instituts für Pharmazie und der Universitätsmedizin mit dem INP bei der Anwendung von Niedertemperaturplasmen.

Auswahl erfolgreicher Drittmitteleinwerbungen

  • DFG Sonderforschungsbereich Transregio 24 (TRR 24) „Grundlagen komplexer Plasmen” Greifswald/Kiel (Greifswald: Institut für Physik, INP, IPP)
    Mehr

  • DFG Sonderforschungsbereich 652 (SFB 652 „Starke Korrelationen und kollektive Effekte in Strahlungsfeldern“Rostock/Greifswald (Greifswald: Institut für Physik)
    Mehr

  • HEPP – Internationale Helmholtz Graduiertenschule für Plasmaphysik Greifswald/München (Greifswald: IPP, Institut für Physik, INP)
    Mehr

  • BMBF Forschungszentrum „Campus PlasmaMed“(Greifswald: INP, Institut für Physik, Institut für Pharmazie, Universitätsmedizin
    Mehr

  • BMBF Zentrum für Innovationskompetenz „plasmatis“ – Plasma plus Zelle (INP, Institut für Pharmazie, Universitätsmedizin)
    Mehr

  • EUROFusion Co-fund Action der Europäischen Kommission „ITER Physics – Stellarators“ (IPP Greifswald)
    Mehr

Zentrale Forschungsthemen

  • Grundlagen komplexer Plasmen: staubige (partikelhaltige) sowie chemisch-reaktive und elektronegative Plasmen
  • Grundlagen von magnetisch eingeschlossenen Hochtemperaturplasmen
  • Dichte Plasmen, starke Korrelationen und kollektive Phänomene im Strahlungsfeld: Coulombsysteme, Cluster, Partikel und Nanostrukturen
  • Plasmatechnologie und Anwendungen von Plasmen in der Pharmazie und Medizin