Allgemeine Fragen zur Förderung des Studieninteresses

Allgemeine Fragen zur Förderung des Studieninteresses

Wann sollte mit der Orientierung begonnen werden?

Eine erste Orientierung beginnt schon im Lehrplan der Schule in Klasse 10. Sobald die Fächerwahl beim Übergang in die Oberstufe ansteht, reicht eine grobe Richtung aus. Ihr Kind muss zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau wissen, ob und was es später studieren möchte. Hier gilt es, nach Neigung und Interessen zu entscheiden. Wer sich zum Beispiel für Naturwissenschaften begeistert, sollte die Fächer aus dem Bereich nach Möglichkeit nicht abwählen, wer sich für beispielsweise für Wirtschaft oder Sozialwissenschaften sowie Politik interessiert, sollte in Betracht ziehen, sich auch der Mathematik stärker zu widmen.

Allerdings: Echte Fehler können bei der Fächerwahl zu diesem Zeitpunkt nicht gemacht werden. Ein Abitur ist in jedem Fall die allgemeine Hochschulreife. Auch mit dem Kunst-Leistungskurs kann Ihr Kind Medizin studieren. Gerade in dem Alter der Jugendlichen können sich Lebenspläne radikal ändern, und das ist auch gut so. Wichtig wäre, dass sich Ihr Kind mit folgenden Fragen beschäftigt: Warum habe ich diese Fach gewählt und nicht ein anderes? Sprechen die Gründe, warum ich ein Fach abgewählt habe, gegen/für ein bestimmtes Studienfach?

 

Eine ernsthaftere Auseinandersetzung sollte ein Jahr vor dem Abitur stattfinden. Schon jetzt sollten Fragen zu den Zugangs- und Zulassungsbedingungen geklärt werden. Für zum Teil im Rahmen der Bewerbungen auf einen bestimmten Studienplatz geforderte Praktika oder Dienste ist die Bewerbungsfrist oftmals schon im Herbst des Vorjahres vor dem eigentlichen Studienbeginn. Das gilt auch für künstlerische und sportliche Eignungsprüfungen der Hochschule.

Mein Kind weiß noch nicht, wie der Weg nach dem Schulabschluss weitergehen soll. Wie kann ich es in der Findungsphase unterstützen?

Es ist ganz normal, dass Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren noch nicht wissen, was sie wollen. Das eigentliche Erwachsenwerden vollzieht sich etwa im Zeitraum von 19 bis 24 Jahren. Es ist eher die Ausnahme als die Regel, dass Jugendliche zur Zeit des Schulabschlusses schon ganz genau wissen, wohin ihre Reise geht. So schwierig es in der Phase ist: Wichtig ist, sich für die Interessen Ihres Kindes zu interessieren. Eine verallgemeinernde Aussage wie „Studier, was Dir Spaß macht!“ sollte vermieden werden. Das können Jugendliche in diesem Alter noch nicht einschätzen und fühlen sich durch solche Äußerungen eher allein gelassen.

Wenn Sie Ihrem Kind Tipps für einen Studiengang mitgeben, berücksichtigen Sie nicht ausschließlich die beruflichen Perspektiven, sondern auch die tatsächlichen Inhalte des Studiengangs. Hinterfragen Sie, ob diese den Neigungen entsprechen. Natürlich ist ein Hochschulabsolvent etwa mit Wirtschaft später breit aufgestellt, aber wenn Ihr Kind keine Affinität zu Zahlen hat, ist das keine gute Empfehlung. Vertrauen Sie in der Findungsphase darauf, dass Sie Ihren Nachwuchs besser kennen als das Kind sich selbst und stellen Sie bei der Unterstützung folgende Fragen: Was macht ihm Spaß? Was kann es, was kann es nicht? Gibt es Bücher, die es freiwillig liest? Was unternimmt es mit den Freunden? Wovon träumt Ihr Kind eigentlich? Der Traumberuf beginnt mit dem Träumen! Und damit lässt sich arbeiten. Vielleicht versuchen Sie es auch mit eine Art „Typ-Beratung“ und finden im gemeinsamen Gespräch Antworten auf Fragen wie: Bist Du mehr praktisch veranlagt? Hast Du die Ruhe und Geduld, auch ein dickeres Buch zu lesen? Nutzt Du Papas Bastelkeller? Bist Du gern im Garten oder lieber auf Party? 

Welche Angebote der Studienorientierung gibt es für mein Kind?

Das erste Angebot ist sehr naheliegend. Sicher gibt es Menschen im Umfeld Ihres Kindes, die einen Beruf ausüben, für den sich Ihr Kind interessiert. Stellen Sie einen ernsthaften Kontakt her um Fragen beantworten zu lassen wie: Wie sind Sie zu Ihrem Job gekommen? Was macht Ihnen in Ihrer Tätigkeit Spaß? Was macht Ihnen keinen Spaß? Wo kriege ich weitere Informationen her?

Der nächste Schritt ist die Studienberatung. Jede Hochschule hat eine Studienberatungsstelle. Die ist im übrigen kostenlos und berät im Sinne des Ratsuchenden ganz objektiv. Es hilft an dieser Stelle, wenn Sie im Vorfeld mit Ihrem Kind schon einige Fragen zu Interessen und Neigungen gemeinsamen beantwortet haben.

Und schließlich sollten Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind den Hochschulstandort anschauen. Bequem ist es zu den Hochschulinformationstagen.

Gleichzeitig bietet die Universität über das gesamte Jahr zahlreiche Möglichkeiten für einen Austausch:

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