Symbolbild Forschung - Foto: ©Till Junker
Symbolbild Forschungungszentrum - Foto: ©Jan Meßerschmidt
Forschung Labor @Philipp Marthaler
Forschung in der Arktis - Foto: ©Martin Wilmking

Behind the Science

Forschung hinter den Kulissen!

Promovierende unserer Uni geben euch spannende Einblicke in ihre Forschungsthemen, Interessen, Labore und Arbeitsorte. Die Forschungsthemen an der Universität Greifswald sind überaus divers und reichen von der Anpassung von Fledermäusen an Wetterkonditionen bis hin zur Behandlung von Angststörungen. Dabei erfahren Studierende von den unterschiedlichen Karrierewegen der Promotion und erhalten spannende Einblicke aus den Forschungsfeldern. Nicht jeder Karriereweg der Promotion ist gleich und dennoch sind die Arbeiten der Forschung an der Universität Greifswald sehr wichtig. In „Behind the Science“ werden Fragen über Wege der Promotion, das Forschungsthema und über die Zukunftspläne der portraitierten Promovierenden beantwortet.

Das Projekt „Behind the Science“ nahm am Hochschulbarcamp zu Social Media in der Hochschulkommunikation teil und wurde mit dem Social Media Innovationspreis 2021 ausgezeichnet. 

Miezah Blay und Patrick Geßner, © Lukas Voigt, 2021

Wer steckt dahinter?

Hinter diesem Projekt stecken die studentischen Hilfskräfte Patrick Geßner und Miezah Blay, die in Zusammenarbeit mit Fanny Neumann (Studierendenmarketing) „Behind the Science“ ins Leben gerufen haben. Sie haben sich gefragt, was sich hinter den Uni-Gebäuden verbirgt, an denen man so oft mit dem Fahrrad vorbeifährt. Ebenso gibt es interessante Forschungsbereiche, die es verdienen eine Plattform zu bekommen, um gleichzeitig auch Forschungsinteressierte zu inspirieren.


Video-Portrait Hannes

... mit Hannes Wolfgramm

Über welchen Weg bist du zu deiner Promotion gekommen und warum hast du dich dafür entschieden?

Ich bin aufgrund der Funktionellen Genomforschung hier zum Masterstudium nach Greifswald gekommen und habe meine Masterarbeit bereits im Zusammenhang mit meinem aktuellen Promotionsthema geschrieben. Dabei war (und ist) sowohl das Thema als auch das Forschen an sich für mich so interessant, dass ich nach der doch recht übersichtlichen Zeit meiner Masterarbeit sehr gerne weiter daran arbeiten wollte. Ich bin sehr froh, dass das auch möglich war. Generell legte die Freude am Forschen und eine gewisse Begeisterung, erworbenes Wissen auch weiterzugeben, eine Promotion im universitären Umfeld für mich nahe.

Warum genau dieses Thema?

Das Thema ist spannend – erstmal für mich ganz persönlich. Das ist eine wichtige Stütze, wenn man über mehrere Jahre damit befasst ist. Mich begeistert die Suche nach Mustern und darüber das Finden von Zusammenhängen. Jenseits dieser persönlichen Begeisterung für das Projekt ist es aber auch ein relevantes Thema. Staphylococcus aureus gehört zu den häufigsten Erregern bakterieller Infektionen beim Menschen und kann eine Vielzahl akuter aber auch chronischer Krankheitsverläufe hervorrufen.

Was sind deine Zukunftspläne?

(Was für eine gemeine Frage, die Zukunft wird zeigen, was möglich ist. Die Welt ein bisschen besser machen ist immer ein guter Plan, oder?)

Erstmal werde ich noch einige Zeit promovieren. Langfristig wäre ich sehr gern in einem Bereich tätig, der Wissen weiterträgt. Ich kann mir sehr gut vorstellen, weiter im universitären Umfeld Lehre und Forschung zu vereinen, finde aber auch andere Bereiche der Wissenschaftskommunikation sehr reizvoll. Wohin es dann konkret geht, werde ich dann sehen.

Portrait Hannes Wolfgramm - Foto: ©Patrick Gessner

Name: Hannes Wolfgramm

Studiengang vor der Promotion:
B. Sc. Biologie (TU Dresden),
M. Sc. Molekularbiologie und Physiologie (Universität Greifswald)

Thema der Promotion:Analyse differentieller Genexpressionsmuster und Charakterisierung von Subpopulationen von Staphylococcus aureus im Infektionsmodel (seit November 2020)

Institut/Fachbereich, an dem promoviert wird: Interfakultäres Institut für Genetik und Funktionelle Genomforschung, Abteilung Funktionelle Genomforschung

Portrait Susanne Nicolai - Foto: ©Patrick Gessner

Name: Susanne Nicolai
Studiengang vor der Promotion: Psychologie (Universität Lübeck, Universität Heidelberg, Universiteit Aarhus (DK)
Thema der Promotion: The role of justice sensitivity and various moral emotions on pro-environmental behavior, seit Oktober 2020 am Institut für Geographie und Geologie (Lehrstuhl für Nachhaltigkeitswissenschaft und angewandte Geographie)

... mit Susanne Nicolai

 Über welchen Weg bist du zu deiner Promotion gekommen und warum hast du dich dafür entschieden?

Ich habe lange überlegt, ob eine Promotion das Richtige für mich ist und habe mir immer gedacht "ich mach das nur, wenn das Thema mich so richtig begeistern kann". Über einen E-Mail-Verteiler bin ich auf die Stellenausschreibung am Lehrstuhl für Nachhaltigkeitswissenschaft und angewandte Geographie gestoßen und wusste sofort "das ist genau, was ich will". Ich finde die Möglichkeit, sich mehrere Jahre intensiv mit einem Thema auseinandersetzen zu können, dabei sowohl thematisch als auch viele Kompetenzen dazuzulernen und mich in der Forschung ausprobieren zu können, sehr spannend und gewinnbringend.
 

 Warum genau dieses Thema?

Der Klimawandel steht uns nicht bevor, er nimmt bereits seinen Lauf. Es gibt wenige Themen, die so dringlich sind, wie die Abdämpfung der Klimakrise. Gleichzeitig verschärft der Klimawandel bereits bestehende soziale Ungleichheiten und Menschenrechte werden verletzt. Nachdem ich mich lange privat mit diesem Thema auseinandergesetzt habe, schrieb ich meine Masterarbeit zum Thema Klimagerechtigkeit. Nun kann ich in meiner Promotion daran anknüpfen, indem ich emotionale und moralische Aspekte erforsche, die Menschen zu Verhaltensänderungen bewegen.

Im Psychologiestudium habe ich gelernt, dass Menschen längst nicht so rationale Entscheider:innen sind, wie wir das immer annehmen. Emotionen spielen in Entscheidungsprozessen eine wichtige Rolle. Wie genau die aber aussieht, da ist noch eine Lücke. Das interessiert mich.

 

 Was sind deine Zukunftspläne?

Da ich noch am Anfang der Promotion stehe (im ersten Jahr), habe ich darauf noch keine konkrete Antwort. Ich bin auch überzeugt davon, dass sich viele Dinge zur richtigen Zeit ergeben. Aktuell kann ich mir vorstellen, weiterhin in der Forschung zu bleiben. Da ich ja aber auch in einem Feld tätig bin, das sehr anwendungsorientiert ist, wechsle ich nach der Promotion vielleicht auch zu einem Umweltverband, um meine Forschungserkenntnisse dann in die Tat umsetzen zu können.

Video-Portrait Susanne

Potrait Melanie Zacharias - Foto: ©Patrick Gessner

Name: Melanie Zacharias
Studiengang vor der Promotion: Forstwissenschaften (Bachelor of Science & Master of Science) and der Technischen Universität Dresden
Thema der Promotion: "Phenotypic plasticity and local adaptation in Picea glauca in Alaska.(seit 01.04.2018)
Institut: Institut für Botanik und Landschaftsökologie, AG Allgemeine und spezielle Botanik  

... mit Melanie Zacharias

 Über welchen Weg bist du zu deiner Promotion gekommen und warum hast du dich dafür entschieden?

Wissenschaft hat mich schon immer interessiert und ich hatte nach der Masterarbeit das Bedürfnis ein noch größeres Projekt allein bearbeiten zu wollen. Vor allem die Freiheit, das selbstständige Arbeiten sowie die Tatsache dass man für das Reisen bezahlt wird hat mich gereizt. Deshalb habe ich nach dem Studium ein Praktikum and der University of Auckland gemacht um mal in den wissenschaftlichen Alltag reinzuschnuppern und zu checken ob das wirklich etwas für mich ist. Außerdem wollte ich mein Englisch verbessern. Ich hatte schon von einigen Seiten gehört, dass es schwierige Zeiten im Promotionsprozess geben wird. Deshalb wollte ich mir sicher sein, dass es der richtige Weg für mich ist. Während ich noch im Ausland war habe ich dann die Stellenanzeige für meine heutige Promotion entdeckt, die inhaltlich genau meinen Vorstellungen entsprochen hat und mich beworben.

Warum genau dieses Thema?

Ich habe mich in der Natur schon immer sehr wohl gefühlt und mag einfach Bäume. Als ich in der zehnten Klasse dann Genetik im Biologieunterricht hatte, hat mich dieses Thema so fasziniert dass ich seitdem etwas mit Genetik machen wollte. Die genetischen Strukturen und Anpassungsprozesse von Bäumen bzw. Waldökosystemen zu entschlüsseln fühlt sich für mich wie die perfekte Kombination an. Ich fühle mich als könnte ich die kleinen Geheimnisse der Bäumen lüften. Außerdem war die Feldarbeit in Alaska ein echtes Abenteuer. Die Kombination aus Feldarbeit im Wald, der Arbeit im Labor sowie dem Auswerten und Schreiben am Computer mag ich sehr. 

Was sind deine Zukunftspläne?

Ich möchte in der Wissenschaft bleiben und die nächste Station ist eine Postdoc Stelle, gern auch im Ausland. Zudem finde ich Wissenschaftskommunikation sehr interessant und könnte mir auch vorstellen in dem Bereich zu arbeiten.

Video-Portrait Melanie


Alle 2 Wochen kommen neue Vorstellungen von Promovierenden und ihren Forschungsfeldern. Die nächste Vorstellung findet am 21. Dezember statt.


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Du promovierst ebenfalls oder kennst eine promovierende Person die ebenfalls in dieses Format passen könnte? 
Dann melde dich gerne bei uns unter hochschulkommunikation@uni-greifswald.de