#wissenlocktmich ... zur Uni Greifswald

Die Angebote der Universität Greifswald für alle, die neugierig sind und wissen wollen.

Universität im Rathaus - Rückschau auf vergangene Vorlesungen

Portrait Prof. Dr. Konstanze Marx, Foto: Magnus Schult
6. Januar 2020 - 17:00 Uhr

Cybermobbing tritt auf, sobald Kinder mit Smartphones ausgestattet werden. Es könnte nun also schnell der Schluss gezogen werden, die Geräte seien es, die digitale Gewalt begünstigen. Die Lösung des Problems bestände dann darin, die Zugangsmöglichkeiten zu sperren. Kinder wachsen aber in eine digitale Gesellschaft hinein, mit der sie vertraut gemacht werden müssen, anstatt sie davon fernzuhalten. Vor diesem Hintergrund lohnt es sich darüber nachzudenken, welche Gewalt-Mechanismen durch Cybermobbing offenbar werden, wie diese zu erklären und eben auch zu vermeiden sind. Ein sprachwissenschaftlicher Ansatz ist hierbei aufschlussreich, weil Cybermobbing vornehmlich verbal realisiert wird.  Der Vortrag richtet sich an Eltern, Lehrer*innen, internetaffine und internetkritische Zuhörer*innen.

Ansprechpartnein
Prof. Dr. Konstanze Marx
Institut für deutsche Philologie
Fachbereich Germanistische Sprachwissenschaft
Rubenowstraße 3, 17489 Greifswald
Telefon: +49 3834 420 3417
konstanze.marxuni-greifswaldde

 

Cybermobbing-Prävention - Anregungen aus der Sprachwissenschaft

Prof. Dr. Konstanze Marx (Philosophische Fakultät)

Portrait Prof. Dr. Martin Meschede, Foto: Till Junker
2. Dezember 2019 - 17:00 Uhr

Im Frühjahr 2019 war Prof. Martin Meschede Teilnehmer einer Expedition mit dem Forschungsschiff Polarstern. Das Ziel lag im Südatlantik das Gebiet der South-Sandwich Inseln. Etwas östlich der Inselgruppe befindet sich ein untermeerisches Spreizungssystem, an dem in Wassertiefen von über 3000 m Hydrothermalquellen austreten. Hier gibt es schwarze und weiße Raucher, die mit Hilfe eines Tauchroboters erkundet wurden.

Neben den Untersuchungen am Meeresboden wurde auch eine Drohnenbefliegung einer der Inseln, dem Saunders Island, durchgeführt. Dabei ging es um eine detaillierte Kartierung dieser unbewohnten und sehr schwer erreichbaren Vulkaninsel. Im Krater des Vulkans Mount Michael gibt es einen aktiven Lavasee, dem das Interesse der Vulkanologen gilt. Welche Möglichkeiten haben marine Geowissenschaftler, den Meeresboden zu erkunden, mit welchen Schwierigkeiten sind sie konfrontiert? Was sind schwarze und weiße Raucher, wie entstehen sie und was findet man am Meeresboden vor? Diese und weitere Fragen sollen in dem Vortrag näher erläutert werden.

Ansprechpartner
Prof. Dr. Martin Meschede
Institut für Geographie und Geologie
Regionale Geologie und Strukturgeologie
Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 17 A
17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4560
meschedeuni-greifswaldde

Heiße Quellen in kalter Umgebung

Prof. Dr. Martin Meschede (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät)

Portrait Prof. Dr. Joscha Beckmann, Foto: Magnus Schult
25. November 2019 - 17:00 Uhr

Digitale Währungen wie der Bitcoin haben in den letzten Jahren eine kontroverse Debatte ausgelöst. Während einige Stimmen von einer neuen Freiheit des Geldes sprechen sehen andere beträchtliche Gefahren für Geldwesen und Anleger. Doch worin liegt der Unterschied zwischen digitalen Währungen und traditionellem Papiergeld? Welche Chancen und Risiken bestehen? Und was plant Facebook mit der neuen Währung „Libra“.?

Ansprechpartner
Prof. Dr. Joscha Beckmann
Lehrstuhl für AVWL, insbesondere Geld und Währung
Friedrich-Loeffler-Straße 70, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 2460
joscha.beckmannuni-greifswaldde

 

Digitale Währungen

Prof. Dr. Joscha Beckmann (Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät)

Portrait PD Dr. Tilman Beyrich, Foto: Magnus Schult
11. November 2019 - 17:00 Uhr

Die 74. Greifswalder Bachwoche bringt unter dem Motto „paradiesisch“ im Juni 2020 Edward Elgars Oratorium „The Dream of Gerontius“) zur Aufführung. Die 1900 uraufgeführte Komposition gehört zu den bekanntesten Werken geistlicher Musik Englands. Elgar greift darin auf eine Dichtung des englischen Kardinals John Henry Newman (1801-1890) zurück. Darin schildert dieser den letzten Weg eines alten Mannes (mit dem Kunstnamen «Gerontius») vom Sterbebett hin vor den Richterstuhl Christi. Im Dialog zwischen der Seele und ihrem Schutzengel reflektiert Newman die großen Fragen in Bezug auf die «Letzten Dinge». Wie hören wir heute dieses Oratorium Elgars und diesen Text Newmanns?  Wie lassen sie sich in Beziehung setzen zu unseren „Träumen“ vom ewigen Leben? Im Jahr der Uraufführung von Elgars Oratorium, 1900, erschien übrigens auch Sigmund Freuds „Traumdeutung“! Was hätte Freud wohl zu Gerontius Traum zu sagen? Der Vortrag versucht eine Art Traumdeutung aus evangelischer Perspektive.

Ansprechpartner
PD Dr. Tilman Beyrich
Theologische Fakultät und
Dompfarrer in St. Nikolai Greifswald
tilman.beyrichuni-greifswaldde

Edward Elgars The Dream of Gerontius - Eine (theologische) Traumdeutung

PD Dr. Tilman Beyrich (Theologische Fakultät)

Portrait Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen, Foto: UMG Greifswald

Cholesterin - Was ich immer schon wissen wollte

Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen (Universitätsmedizin Greifswald)

Dr. Andreas Ruwe, Foto: Till Junker
8. Juli 2019 - 17:00 Uhr

Die Bibel ist bei aller religiösen Bedeutung eine historische Quelle für das alltägliche Leben, für Wirtschaft und Kultur im Alten Israel. Sie wird ergänzt durch eine ständig wachsende Zahl von Inschriften, die in Ausgrabungen wieder zutage treten und neue historische Einsichten ermöglichen. Die Wissenschaft, die sich mit diesen Hinterlassenschaften beschäftigt, ist die Althebräische Epigraphik (Inschriftenkunde). Eines ihrer prominenten Zeugnisse, die sogenannte Siloah-Inschrift, wurde 1880 per Zufall in einem lichtlosen antiken Wasserversorgungstunnel im Felsgestein Jerusalems gefunden. Palästinaforscher Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Entzifferung dieses einzigartigen Zeugnisses des offiziellen Jerusalems. 1890 wurde die Tafel gestohlen und Museen in Europa zum Kauf angeboten, bis sie schließlich von den osmanischen Behörden konfisziert und zur Ausstellung ins Istanbuler Archäologische Museum gebracht wurde. Ungelöste Fragen ranken sich bis heute um dieses Stück Stein.

Ansprechpartner
Dr. Andreas Ruwe
Theologische Fakultät
Am Rubenowplatz 2/3, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 2508
ruweuni-greifswaldde

Die Siloahinschrift in Jerusalem - Meilenstein der Palästinawissenschaft und Kriminalfall am Ende des 19. Jahrhunderts

Dr. Andreas Ruwe (Theologische Fakultät)

Prof. Dr. Christer Lindqvist, Foto: Magnus Schult
1. Juli 2019 - 17:00 Uhr

Rätselhafte Runen und wütende Wikinger – damit wird gemeinhin der frühmittelalterliche Norden Europas verbunden. Die Wikinger waren aber auch als Händler und Staatengründer unterwegs mit der Folge, dass das nordische Sprachgebiet für lange Zeit weitaus größer war als heute. Somit standen die Wikinger in Kontakt zu vielen Völkern von Amerika bis Afrika und Asien. Davon erzählen uns nicht nur die Runen und altisländischen Sagas, sondern auch die Gegenwartssprachen und neueste genetische Untersuchungen.

Ansprechpartner
Prof. Dr. Christer Lindqvist
Institut für Fennistik und Skandinavistik
Lehrstuhl für Skandinavistische Sprachwissenschaft
Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3607
lindqvisuni-greifswaldde

Von Runen und Wikingern

Prof. Dr. Christer Lindqvist (Philosophische Fakultät)

Dr. Deborah Janowitz, Foto: Till Junker
24. Juni 2019 - 17:00 Uhr

Übergewicht ist ein häufiges und aktuelles Thema – für viele Betroffene ein Problem, das sich in den unterschiedlichsten Lebensbereichen niederschlägt. Die häufigsten Ratschläge, die durch Ärzte, Presse und viele andere bezüglich Übergewicht gegeben werden, sind: Sport und Diät. Oft führen diese Ratschläge nicht zum Erfolg einer Gewichtsreduktion. Wie kommt es eigentlich dazu, dass der Mensch weit über seine körperliche Sättigung isst? Welche Mechanismen spielen eine Rolle und welche Auswirkungen hat das auf den Körper insbesondere für das Gehirn? Gehen wir die Behandlung dieser schwerwiegenden Belastung der Betroffenen bisher völlig falsch an? Der Vortrag soll Grundlagen der Sättigungswahrnehmung, der Neurobiologie und der derzeitigen Therapieoptionen von emotionalem Essen berühren.  

Ansprechpartnerin
Dr. med. Deborah Janowitz
Universitätsmedizin Greifswald
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Ferdinand-Sauerbruch-Straße, 17475 Greifswald
Telefon: +49 3834 86 6911
janowitzuni-greifswaldde

Emotionales Essen - Wenn Essen ungesund wird

Dr. Deborah Janowitz (Universitätsmedizin Greifswald)

Prof. Dr. Marc Hellmuth, Foto: Magnus Schult
3. Juni 2019 - 17:00 Uhr, St. Spiritus

Ein Graph ist ein einfaches mathematisches Objekt und besteht aus Punkten welche durch Striche verbunden werden können. Ein sehr bekannter Graph ist zum Beispiel "das Haus vom Nikolaus'', welcher seit dem 19. Jahrhundert als ein Zeichenspiel und Rätsel für Kinder Berühmtheit erlangt hat. Ziel dieses Spieles ist es, das Haus vom Nikolaus ohne Absetzen des Stiftes zu zeichnen, so dass dabei keine Strecke zweimal durchlaufen wird. Was dieses Kinderspiel mit dem bekannten Mathematiker Leonhard Euler zu tun hat und wie Graphen genutzt werden, um Probleme in den Naturwissenschaften zu lösen, soll dieser Vortrag näher beleuchten.

Dieser Vortrag findet im soziokulturellen Zentrum St. Spiritus statt.

Ansprechpartner
Prof. Dr. Marc Hellmuth
Institut für Mathematik und Informatik
Junior-Professur für Biomathematik und Informatik
Walther-Rathenau-Straße 47, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4636

Punkt, Punkt, (Komma), Strich und das Haus vom Nikolaus - Von einfachen mathematischen Objekten zu Erkenntnissen in den Naturwissenschaften

Prof. Dr. Marc Hellmuth (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät)

Prof. Dr. Claus Dieter Classen, Foto: Jan Meßerschmidt
15. April 2019 - 17:00 Uhr

Der Vortrag zum Thema „Warum für Europa wählen?“ ist im Kontext der Ende Mai stattfindenden Wahlen zum Europäischen Parlament zu sehen. Zunächst wird erläutert, wofür die EU steht: die Sicherung des Friedens, des Wohlergehens der Menschen und grundlegender Werte. Dabei kommt auch die an der Tätigkeit der EU immer wieder zu hörende Kritik zur Sprache, dass sie sich um zu viele Einzelheiten kümmert. In einem zweiten Teil wird darauf eingegangen, welche wichtige Rolle dem Europäischen Parlament im Rahmen der verschiedenen Institutionen der Europäischen Union zukommt. In einem dritten Teil wird einiges zur Struktur des Europäischen Parlaments gesagt, also wie es zusammengesetzt ist und nach welchen Regeln es gewählt wird.

Ansprechpartner
Prof. Dr. Claus Dieter Classen
Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht
Domstraße 20, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 2121
classenuni-greifswaldde

Warum für Europa wählen?

Prof. Dr. Claus Dieter Classen (Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät)