Zielvereinbarung 2011 bis 2015

Die Zielvereinbarung mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern sichert die künftige Fächerstruktur sowie die Grundfinanzierung der Universität sowie der Medizinischen Fakultät bis Ende 2015 ab. Zudem konnte die Zukunft der Lehrbildung in Greifswald gesichert werden. Grundlage für die Verhandlungspositionen der Universität war der Hochschulentwicklungsplan 2009. Obwohl der Senat der Universität dem ausgehandelten Vereinbarungstext bereits zugestimmt hatte, versuchte das Ministerium für Bildung- und Kultur noch kurz vor Unterzeichnung wichtige Formulierungen zu verändern.

„Die Zielvereinbarung können wir als fairen Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Ausgangsvorstel-lungen von Universität und Bildungsministerium betrachten. Die in unserem Hochschulentwicklungsplan festgelegten Arbeitsbereiche, Fächer und Studiengänge können erhalten bleiben. Dies gilt insbesondere für die Lehramtsstudiengänge, den Diplomstudiengang Betriebswirtschaftslehre und das Fach Anglistik. Auch die Grundfinanzierung für die Universität und die Medizinische Fakultät ist gesichert. Darüber freuen wir uns auch. Trotzdem kommen wir nicht umhin, Landesregierung und Landtag aufzufordern, im Interesse der Gesamtentwicklung des Landes mehr Geld für Bildung und Wissenschaft bereit zu stellen. Ganz konkret bedeutet das für unserer Universität, dass dringend zusätzliche Mittel für eine raschere Verbesserung der Gebäudesituation bereit gestellt werden müssen, um konkurrenzfähig in Forschung und Lehre zu bleiben“, so Rektor Prof. Dr. Rainer Westermann.

Sanierung ehemaliger Kliniken für die Lehre hat Priorität

Mit der Vereinbarung wird der Universität zugesichert, dass die begonnenen oder bereits im Landeshaushalt festgeschriebenen Baumaßnahmen beendet werden. Dies betrifft auch die Sanierung der ehemaligen Kinderklinik Soldmannstraße für die Botanik und die Zoologie. Das Land hat sich mit der Zielvereinbarung auch verpflichtet, den alten Klinikkomplex in der Greifswalder Innenstadt für die Geistes- und Rechtswissenschaften zu sanieren. Außerdem ist an diesem Standort ein Neubau mit Hörsälen, Bibliothek und Ausgabemensa geplant. „Dieses Projekt hat für uns außerordentlich Priorität, da dies zu einer spürbaren qualitativen Verbesserung für Lehre und Forschung führen wird. Aus diesem Grund haben wir uns nach längerer Abwägung und mit Zustimmung des Senats bereit erklärt, für die Sanierung der Inneren Medizin bzw. der Klinik für Chirurgie bis zu 12 Millionen Euro entsprechend dem Baufortschritt zu verauslagen. Die Mittel für diese Vorfinanzierung wird die Uni durch eine vorübergehende Belastung ihrer körperschaftseigenen Liegenschaften bereit stellen. Das Land hat sich verpflichtet, nach Fertigstellung der Maßnahme das Geld in fünf Jahresraten zurückzuzahlen.“ Das erklärt Rektor Prof. Westermann.

Lehrerbildung für Greifswald gesichert

Mit dem ausgehandelten Kompromiss kann die Universität Greifswald, die bestehenden Lehramtsstudiengänge mit einer hinreichend großen Studierendenzahl fortführen. Konkret will das Land gemäß der Lehrerbedarfsprognose bis 2030 langfristig 4.000 Studienplätze in der Lehrerbildung für allgemeinbildende und berufliche Schulen halten. Rund 1.500 Studierende können demnach in Greifswald eingeschrieben sein.

Forschung stärken

Neben den bisherigen Forschungsschwerpunkten Molekulare Biologie und Medizin, Community Medicine und Individualisierte Medizin, Plasmaphysik und Kulturen des Ostseeraums will die Universität den neuen Schwerpunkt Landschaftsökologie etablieren.

Zur Stärkung der Forschung werden unter anderem folgende Teilziele verfolgt:

  1. Förderung der Einwerbung von Verbundprojekten
  2. Verbesserung der Antragsqualität durch gezielte Informationen und Beratungen
    durch das Zentrum für Forschungsförderung (ZFF)
  3. Entwicklung und Einrichtung eines modernen und umfassenden
    Forschungsinformationssystems
  4. Kooperation mit regionalen und internationalen Wirtschaftsunternehmen

Im Rahmen der Exzellenzinitiative bemüht sich die Universität Greifswald um Förderung einer Graduiertenschule im Bereich Personalisierte Medizin und Prävention. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur unterstützt die Universität Greifswald bei der Bereitstellung der ggf. erforderlichen Kofinanzierung.

Stellenabbau geht bis 2017 weiter

Bereits in der Zielvereinbarung 2006 wurde der Abbau von 190 Stellen an der Universität Greifswald vereinbart. Von diesen müssen ab 2011 noch 64 Stellen eingespart werden. Der Universität sollen dann 765 Stellen verbleiben. Diese werden vom Land bis 2020 garantiert.

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