Zwei PostDoc-Mentees starten durch

Profilbild von Dr. Tjroven Hinzke
Dr. Tjorven Hinzke
Profilbild von Dr. Marleen J. Meyer-Tönnies
Dr. Marleen J. Meyer-Tönnies
Modell zum Studienaufbau. Von Orthologs und Paralogs über mehrere Schritte zu Mechanics of Polyspecifity
Studienaufbau von Dr. Marleen J. Meyer-Tönnies

Zwei der aktuellen Mentees im Mentoring-Programm für Postdoktorandinnen und Juniorprofessorinnen haben bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft erfolgreich Drittmittel eingeworben.

Dr. Tjorven Hinzke und Dr. Marleen J. Meyer-Tönnies, die beide seit September 2022 am Mentoring-Programm für Postdoktorandinnen teilnehmen, hatten bereits die Möglichkeit, an einer Vielzahl von Seminaren, Workshops, Vorträgen und Mentoring-Sessions teilzunehmen, die sie in ihrer Wissenschaftskarriere unterstützen. Nun haben sie kürzlich beide erfolgreich bei der DFG Forschungsgelder eingeworben – wir gratulieren!

Forschungsförderung ist ein zentrales Thema, um wissenschaftliche Kontinuität zu erreichen.  Daher kooperiert das KarriereWegeProgramm schon viele Jahre mit dem Zentrum für Forschungsförderung (ZFF) und integriert Themen aus der Workshop-Reihe, wie „Drittmittel für Forschungsvorhaben nach der Promotion“ oder „Projektanträge schreiben und Projektbudgets kalkulieren“ in sein Programm.

Eine kurze Vorstellung der beiden Forschungsprojekte:

Dr. Tjorven Hinzke - "MicroFen" (Microbial controls of fen peatland carbon turnover)

„MicroFen heißt ein 3-Jahres-Projekt, das Dr. Tjorven Hinzkegemeinsam mit der Uni Münster und dem Max-Planck-Genomzentrum in Köln durchführen wird. Darin soll untersucht werden, wie die taxonomische und funktionelle Zusammensetzung des Moor-Mikrobioms in Niedermooren von Umweltbedingungen, insbesondere Substrat- und Sauerstoffverfügbarkeit, abhängt, und wie sich das Moor-Mikrobiom in Abhängigkeit von Substrat- und Sauerstoffverfügbarkeit auf Torfbildung und Torfabbau in Moorböden auswirkt.“

  • Fördersumme: 418.765 € für die Universität Greifswald (zzgl. Finanzmittel für die Universität Münster und das Max-Planck-Genomzentrum Köln)

Dr. Marleen J. Meyer-Tönnies - Verwendung von Ortholog und Paralog Unterschieden zur Identifizierung von Mechanismen der Polyspezifität des organischen Kationentransporters OCT1

„In dem vorliegenden Projekt soll die Polyspezifität des organischen Kationentransporters OCT1 systematisch mittels verschiedener experimenteller Ansätze untersucht werden. OCT1 ist ein Membrantransporter der stark in der menschlichen Leber exprimiert ist und eine Vielzahl strukturell sehr unterschiedlicher Arzneistoffe und endogene Substanzen transportiert und pharmakologisch relevant ist. Der genaue Transportmechanismus, sprich wie genau die verschiedenen Substrate mit dem Transporter interagieren, ist bislang nicht eindeutig geklärt. OCT1 Orthologe und Paraloge unterscheiden sich in ihrer Aminosäuresequenz und es konnten bereits z.T. starke Unterschiede in der Transportkinetik gezeigt werden. Mittels chimärer OCT1 Proteine gefolgt von site-directed Mutagenese, konnten einzelne Aminosäuren identifiziert werden, die für extreme Unterschiede in der Transportkinetik zwischen Mensch und Maus OCT1 verantwortlich sind. Das primäre Ziel dieses Projekts ist es, die Unterschiede zwischen OCT1 Orthologen und Paralogen zu vergleichen und systematisch experimentell zu untersuchen um Mechanismen der substratspezifischen Interaktion mit OCT1 zu identifizieren und damit die Polyspezifität besser zu verstehen.“

  • Fördersumme: 305.550 € (Sachmittel inkl. einer Doktorand*innenstelle an Universität Greifswald)
  • Geplanter Start: Herbst 2024
  • Kooperationspartner: Institute für Pharmazie und Bioinformatik der Universität Greifswald; Institut für Klinische Pharmakologie, Universitätsmedizin Göttingen

 

Wir wünschen beiden viel Erfolg und spannende Entdeckungen in ihren Forschungsprojekten und sind stolz, sie und ihre Arbeiten durch unser Mentoring-Programm unterstützen zu dürfen!

Für alle, die noch in Planung ihrer Forschungsvorhaben und Anträge sind, kann die Netzwerkveranstaltung mit DFG-Fachkollegiat*innen, die im Januar 2024 (genaues Datum wird noch bekannt gegeben) stattfinden wird, sicherlich weiterhelfen. Hier werden unter anderem Fragen behandelt wie: „Welche Kriterien muss ein DFG Antrag erfüllen, um erfolgreich zu sein?“ und „Und welche Chancen verbinden sich damit?“. Sicherlich werden dann auch Dr. Marleen J. Meyer-Tönnies und Dr. Tjorven Hinzke von ihren Erfahrungen berichten können!