Ehrendoktorwürde <br>Manfred Stolpe</br>

Ehrendoktorwürde
Manfred Stolpe

Foto: Archiv Universität Greifswald
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Dekanat der Theologischen Fakultät
Am Rubenowplatz 2/3
17489 Greifswald
Telefon 03834 420 2501
dektheol(at)uni-greifswald(dot)de
www.theologie.uni-greifswald.de

Die Theologische Fakultät der Universität Greifswald verlieh am 14. November 1989 die Ehrendoktorwürde an Dr. Manfred Stolpe, Vorsitzenden der Konferenz der Evangelischen Kirchenleitungen der DDR und Präsidenten des Konsistoriums der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg. 

Die Theologische Fakultät ehrt Manfred Stolpe für sein vielseitiges Engagement und seine Arbeit für die Evangelische Kirche.

Manfred Stolpe förderte als Mitglied des Vorstands Petersburger Dialog e.V. die Verständigung zwischen den Zivilgesellschaften von Deutschland und Russland. Zudem war er Mitglied des Kuratoriums der Stiftung zum Wiederaufbau der Garnisonkirche Potsdam und Vorsitzender des Landesdenkmalbeirates, der sich mit Grundsatzfragen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege auseinander setzte.

Als Mitglied im Evangelisch-Kirchlichen Hilfsverein unterstützt er die diakonischen Aufgaben der evangelischen Kirche und fördert die Verbreitung christlichen Schrifttums. Zudem setzt er sich für hilfsbedürftige Menschen, Entwicklungshilfe und kirchliche sowie soziale Bildungsarbeit ein. 

Zur Person

Am 16. Mai 1936 wurde Manfred Stolpe in Stettin geboren. Nach seinem Jura-Studium in Jena war er 1959 bis 1969 bei der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg aktiv. Dort war er seit 1962 Leiter der Konferenz der Evangelischen Kirchenleitungen in der DDR.
Zudem leitete er von 1969 bis 1981 das Sekretariat des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR, war von 1982 bis 1990 als Konsistorialpräsident der Ostregion der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg tätig und war stellvertretender Vorsitzender des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR.
Zu seinen weiteren Tätigkeiten zählen die Mitgliedschaft in der SPD seit Juli 1990 und das Amt des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg bis 2002.
Von 2002 bis 2005 war er Bundesminister für Verkehr, Bau und Wohnungswesen sowie Beauftragter der Regierung für die neuen Bundesländer.
Neben der Ehrendoktorwürde der Universität Greifswald besitzt er auch Ehrendoktorwürden der Theologischen Fakultät der Universität Zürich, der wissenschaftlichen Fakultät der Universität Stettin und der Toyoda-Universität Tokio.
Im Jahr 2006 wurde ihm zudem der Verdienstorden des Landes Brandenburg verliehen.