Zeitfenstermodell

Die Hinzunahme der Lehramtsstudiengänge Mathematik, Physik und Grundschullehramt macht die Weiterentwicklung des seit 2015 bestehenden und von der Studiendekanin der Philosophischen Fakultät betreuten kooperativen Zeitfenstermodells erforderlich.

Gemäß § 12, Absatz (5), Satz 2 der Studienakkreditierungslandesverordnung M-V ist die Studierbarkeit in der Regelstudienzeit insbesondere durch die weitgehende Überschneidungsfreiheit von Lehrveranstaltungen und Prüfungen zu gewährleisten. Die Universität Greifswald strebt zum Wintersemester 2022/23 die Fortschreibung des kooperativen Zeitfenstermodells für die Zweifach-Studiengänge Lehramt und Bachelor-of-Arts an, um die Überschneidungsfreiheit alternativloser Pflichtlehrveranstaltungen soweit als möglich zu gewährleisten. Derzeit laufen die Abstimmungsprozesse mit den beteiligten Fakultäten.

Ausgehend von dem bestehenden kooperativen Zeitfenstermodell für die Zweifach-Studiengänge Lehramt und Bachelor-of-Arts an der Philosophischen Fakultät sowie der guten Praxis anderer Universitäten in Deutschland wurde ein Vorschlag für den künftigen Rahmen der Veranstaltungsplanung entwickelt. Das vorgeschlagene Zeitfenstermodell definiert Planungsfenster der beteiligten Fachrichtungen für Veranstaltungen des 1.-6. Fachsemesters und berücksichtigt dabei weitestgehend die bestehenden Lehrveranstaltungsfenster. Dabei sollen für die studierendenstarken Fachrichtungen die Zeitfenster direkt fixiert werden, wodurch für kleine Fachrichtungen die Zeitfenster indirekt definiert werden. Für einige wenige Restüberschneidungen sollen mit den betroffenen Fachrichtungen Verlegungsmöglichkeiten gefunden werden. Innerhalb der vorgesehenen Zeitfenster planen die Fachbereiche weiterhin eigenständig ihre Lehrveranstaltungen.

Der Nutzen für Lehrende wie Studierende ist die Vorhersehbarkeit der Lehrveranstaltungsplanung. Zugleich lässt das vorgeschlagene Zeitfenstermodell genügend Flexibilität für Umplanungen und Blockveranstaltungen. Durch die Einführung des Zeitfenstermodells würde sich die Anzahl der von der Überschneidung alternativloser Pflichtveranstaltungen betroffenen Studierenden von 16 (LA) bzw. 60 (BA)  im 1. Fachsemester (Stand WiSe 2020/21) und 44 (LA) bzw. 36 (BA) im 2. Fachsemester (SoSe 2021) auf rund 7 (LA) bzw.  4 (BA) (1. FS) und 7 (LA)  bzw. 2 (BA) (2. FS) verringern.