Öffentliches Recht (Bachelor of Arts)

Öffentliches Recht (Bachelor of Arts)

Öffentliches Recht (Bachelor of Arts)

Kurzinformation

Zulassungsbeschränkung
Dieser Studiengang ist zulassungsfrei. Eine Bewerbung hat daher nicht zu erfolgen.

Studienbeginn
Eine Studienaufnahme kann nur im Wintersemester erfolgen.

Kombination
Dieses Fach muss mit einem weiteren Bachelor-of-Arts-Fach (außer Privatrecht und Wirtschaft) kombiniert werden.

Sprachkenntnisse
Die Kenntnis von Fremdsprachen ist keine Zugangsvoraussetzung zum Studium.

Unterrichtssprache
Deutsch

Kurzbeschreibung
Im B.A.-Teilstudiengang Öffentliches Recht wird ein Fach der Philosophischen Fakultät mit einer Ausbildung im Öffentlichen Recht kombiniert.
Die Pflichtfachausbildung entspricht der Ausbildung im Öffentlichen Recht des rechtwissenschaftlichen Staatsexamensstudienganges. Durch die Wahl weiterer Veranstaltungen der Fakultät im Rahmen des Wahlmoduls kann das Studium individuell spezialisiert werden.
Die Ausbildung führt zu Berufen, in denen vertiefte Kenntnisse im Öffentlichen Recht erforderlich sind, z.B. in der öffentlichen Verwaltung, in Verbänden, in öffentlichen Anstalten, in Beratungsstellen oder in Fortbildungs- und Qualifizierungseinrichtungen.

Fachstudienberatung
Einschreibung
Termine und Fristen

Diese Fähigkeiten sollte man mitbringen

Studieninteressierte sollten Spaß an strukturiertem Denken und Formulieren von Texten, Interesse an gesellschaftlichen und politischen Zusammenhängen und die Fähigkeit zur Kommunikation mit anderen Menschen haben.

Darum geht es in diesem Fach

Der von der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät angebotene Bachelor-of-Arts-Teilstudiengang „Öffentliches Recht“ wendet sich an Studierende der Philosophischen Fakultät, die ihr Fach an dieser Fakultät mit einer gezielten Ausbildung im Öffentlichen Recht kombinieren wollen. Die Pflichtfachausbildung entspricht der Ausbildung im Öffentlichen Recht des rechtwissenschaftlichen Staatsexamensstudienganges, wobei im Bachelor-ofArts-Teilstudiengang wegen der Konzentration auf das Öffentliche Recht größere Vertiefungsmöglichkeiten bestehen.

In den Modulen Staatsrecht I und II und Allgemeines Verwaltungsrecht werden die grundlegenden Kenntnisse des Staats- und des Allgemeinen Verwaltungsrechts als Basis für das nachfolgende Studium vermittelt. In den beiden Modulen Grundlagen des Rechts lernen die Studierenden je nach gewählter Veranstaltung die hinter dem Recht stehenden grundlegenden historischen, philosophischen, gesellschaftlichen und politischen oder wirtschaftlichen Fragen – letztendlich die Frage nach der gerechten Ordnung der Gemeinschaft aus dem jeweiligen Blickwinkel – zu erkennen und sich selbst immer wieder zu stellen.

Im Öffentlichen Recht/Vertiefung werden Kenntnisse des Besonderen Verwaltungsrechts (Polizei-, Kommunal- und Baurecht), Europarecht und des Staatsrecht erworben bzw. vertieft. Als Wahlmodul kann eine weitere Veranstaltung der Fakultät individuell gewählt werden. In dem zu wählenden Seminar wird die Fähigkeit zur wissenschaftlichen Vertiefung (auch als Vorbereitung auf die Bachelorarbeit), zur Präsentation und wissenschaftlich Diskussion aktueller Themen der Rechtswissenschaft gefördert. 

Im Bachelor-of-Arts-Teilstudiengang „Öffentliches Recht“ werden im Pflichtbereich sieben Mikromodule und im Wahlpflichtbereich zwei Mikromodule angeboten.

Absolventen dieses Fachs...

… können Berufe ausüben, in denen vertiefte Kenntnisse im Öffentlichen Recht erforderlich sind, zum Beispiel in der Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltung, in Verbänden, in öffentlichen Anstalten, in Beratungsstellen oder in Fortbildungs- und Qualifizierungseinrichtungen.

Allgemeine Hinweise zum Studiengang

Der Bachelor-of-Arts-Studiengang führt bereits nach sechs Semestern zu einem berufsqualifizierenden Abschluss. Im Rahmen des Bachelor-Studiums sind neben dem Fach Öffentliches Recht in gleichem Umfang noch ein weiteres Bachelor-of-Arts-Fach nach eigener Wahl (das können sein: verschiedene Sprach- und Literaturwissenschaften, Geschichte und Philosophie, Politik- und Kommunikationswissenschaften sowie musisch-künstlerische Fächer) und in geringerem Umfang, die „General Studies“ mit Sprachkursen, Rhetorik und Schreibpraxis zu studieren. Auf diese Weise können sich Studierende im Hinblick auf ihr späteres Berufsfeld weiter profilieren. Im Rahmen des Bachelor-Studienganges ist ein Praktikum von insgesamt 360 Stunden Dauer zu absolvieren; das Praktikum soll während der vorlesungsfreien Zeit absolviert werden.

Greifswald und die Universität 

1456 ist das Gründungsjahr der Universität Greifswald und seitdem gehen hier Studenten ein und aus – zurzeit etwa 10800 junge Menschen, die das Leben an der Universität und in der Stadt prägen. „Wissen lockt“ heißt seit 2006 – zum 550. Geburtstag der Universität Greifswald – das Motto für alle, die sich von der Universität mit ihrem altehrwürdigen Charme angezogen fühlen.

Im Jahre 1199 gründeten Zisterziensermönche das Kloster Hilda an der Flussmündung des damals gleichnamigen Flusses, heute Ryck genannt, der in den Greifswalder Bodden fließt. Rund um die bewirtschafteten Klostergüter ließen sich in der Folgezeit viele slawische Siedler nieder. Grund dafür waren sicher auch die Salinen, die zu dieser Zeit auf der anderen Ryck-Seite betrieben wurden. So bildeten sich schnell Siedlungen, die gemeinsam als eine Siedlung 1249 das Marktrecht und schon 1250 das lübische Stadtrecht verliehen bekam. Im Mittelalter wuchs Greifswald zu einer prächtigen Hansestadt heran. 1299 gehörte Greifswald zu den Mitbegründern der Hanse. Sie war ein hoch frequentierter Umschlagplatz für heimisches Salz, Bier und Getreide. Die „Goldenen Privilegien“ im Jahre 1452 sicherten Greifswald weitreichende Handelsrechte, die der Stadt zu Wohlstand und vor allem wirtschaftlicher Macht verhalfen. Die Backsteingotik und die reich verzierten Giebelhäuser am Markt zeigen noch heute eindrucksvoll den Glanz jener Zeit.

Die selbstbewusste Bürgerschaft und deren Wohlstand überzeugten den zuständigen Landesfürsten (Pommernherzog Wratislaw IX.) als auch den Papst Calixtus III. von den Vorteilen einer Universität in Greifswald, insbesondere der damalige Bürgermeister Heinrich Rubenow, er wurde dann erster Rektor, trieb die Gründung der Universität stark voran.