Symbolbild Fakt der Woche – Foto: ©Till_Junker

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Fakt der Woche


Affenpocken

Affenpocken – Eine Pandemiegefahr?

Symbolbild Affenpocken Virus, ©Pixabay
Affenpockevirus aus Mikroskopsicht, ©Pixabay

Steht uns mit den Affenpocken die nächste Pandemie bevor?

Wir müssen die Lage sehr ernst nehmen, aber eine neue Pandemie kann noch verhindert werden. Eine weltweite und langanhaltende Ausbreitung wie beim Sars-CoV2-Virus ist nicht zu erwarten. Das liegt zum einen daran, dass die Affenpocken durch engen Körperkontakt übertragen werden, also vor allem durch sexuelle Kontakte oder direkten Kontakt zu Bläscheninhalt und Schorf Infizierter [1]. Damit ist die Übertragung deutlich schwieriger als bei Sars-CoV-2, das beim Atmen, Husten oder Sprechen auch über größere Distanzen sehr leicht übertragen wird. Des Weiteren sind die Symptome einer Affenpocken-Infektion sehr charakteristisch. Zwar können typische Hautveränderungen wie bläschenartige Ausschläge im Gesicht oder im Genitalbereich auch mild sein und nur vereinzelt auftreten, sie sind aber dennoch zu erkennen. Kontakte können dadurch gut nachverfolgt und Infektionsketten schnell unterbrochen werden. Schließlich ist eine Affenpocken-Pandemie auch deshalb unwahrscheinlich, weil es bereits Medikamente und wirksame Impfstoffe gegen das Virus gibt.

Warum breitet sich der Erreger plötzlich weltweit aus?

Bisher ist das Virus vor allem aus Zentral- und Westafrika bekannt, das Reservoir sind Nagetiere, zum Beispiel Hörnchen [2]. Wir Menschen sind – genau wie Affen – sogenannte Fehlwirte, die nur in seltenen Ausnahmefällen infiziert werden. Auch dass das Virus, wie bei den aktuellen Fällen, von Mensch zu Mensch übertragbar ist, war aus Afrika schon lange bekannt. Außerhalb Afrikas sind Infektketten von diesem Ausmaß bisher jedoch neu. Die Gründe dafür sind noch unklar, haben aber wahrscheinlich viel mit dem menschlichen Verhalten zu tun. Die weltweite Ausbreitung des Erregers ist sehr wahrscheinlich eine direkte Folge der Globalisierung, durch die infizierte Reisende das Virus sehr schnell auch in weit entfernte Gebiete tragen.

Warum und wie hilft der Pocken-Impfstoff gegen das Virus?

Die Pocken, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt, sind nach einer erfolgreichen weltweiten Impfkampagne seit 1979 ausgerottet. Da das Pocken-Virus und das weit weniger gefährliche Affenpocken-Virus sich relativ ähnlich sind, schützt die Pocken-Impfung auch vor den Affenpocken. Für Menschen, die nach 1979 geboren sind und keine reguläre Pockenimpfung mehr erhalten haben, steht derzeit ein neuerer Impfstoff gegen Pocken und Affenpocken zur Verfügung, der auf einem abgeschwächten Virus basiert und daher weniger Nebenwirkungen hat als der ursprüngliche Impfstoff.

Wie kann die One-Health-Forschung Pandemien künftig verhindern?

Der Mensch dringt immer weiter in tierische Lebensräume ein, Kontakte zu Wildtieren und ihren Krankheitserregern werden häufiger, das Risiko für Zoonosen, also Krankheitsübertragung vom Tier auf den Menschen, steigt. Diese Entwicklung können wir nur eindämmen, indem wir die Gesundheit von Menschen, Tier und Umwelt als ein großes Ganzes betrachten. Diesen Ansatz verfolgt die One-Health-Forschung: Sie untersucht die Ursachen von Pandemien und leitet daraus Maßnahmen ab, mit denen wir künftige Pandemien verhindern können oder zumindest besser auf sie vorbereitet sind. Zum Beispiel hilft engmaschiges Monitoring von Infektionsfällen örtlich begrenzte Epidemien möglichst früh zu erkennen und dadurch die weitere Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Dafür müssen bisher separate Bereiche wie Gesundheit, Landwirtschaft, Klima- und Naturschutz besser miteinander vernetzt, Gesundheitssysteme gestärkt und digitale Frühwarnsysteme etabliert werden.

Quellen
[1] Robert Koch Institut (RKI)
[2] Institut für Virusdiagnostik (IVD) 

Kontakt
Prof. Dr. Fabian Leendertz
Dr. Stephanie Markert
Helmholtz-Institut für One Health (HIOH)
hioh-prhelmholtz-hiohde

 



Gesundheit

Symbolbild mRNA-Impfstoff – Foto: © Patrick Gessner

mRNA-Impfstoffe gegen Corona

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Ob groß oder klein: Im Notfall ist jedes Krankenhaus wichtig, ©Lukas_Voigt

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Kleinere Krankenhäuser im ländlichen Raum müssen genauso wie große Häuser hohe Qualität sowie gute Erreichbarkeit und Wirtschaftlichkeit gewährleisten. Die Wirtschaftlichkeit spricht oft für deren Schließung. Aber auch andere Aspekte sind wichtig.

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Chronische Schmerzen verändern das Gehirn

Funktionelle Bildgebungsverfahren helfen, die Mechanismen neuronaler Veränderung bei der Ausbildung chronischer Schmerzen zu erkennen.

Infektionsforschung an der Uni Greifswald ©Till_Junker

Pneumokokken von harmlos bis gefährlich

Pneumokokken sind meist harmlose Bakterien, die symptomlos die oberen Atemwege des Menschen besiedeln. Bei einem geschwächten Immunsystem können sie jedoch zu einem gefährlichen Erreger werden.

Gesellschaft, Kultur und Sprachen

©Magnus-Schult, 2018

Was gute Reden ausmacht

Reden spielen während des Jura-Studiums eine untergeordnete Rolle. Die juristische Berufspraxis ist dagegen viel stärker durch Mündlichkeit geprägt. Doch Rhetorik ist nicht nur für Jurist*innen wichtig.

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Beute: Geklaut oder gerettet?

Spätestens beim nächsten Museumsbesuch wird sich die Frage stellen: Alles nur geklaut? Denn Kulturgut ist oft unrechtmäßig zu uns gelangt. Der Erwerb und das Bewahren wertvoller Objekte wurden und wird oft mit dem „Rettungnarrativ“ legitimiert.

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In Greifswald wird geradelt

Welche Verkehrsmittel nutzen Pendler*innen auf dem Weg zur Arbeit? Wie gestalten wir Mobilität nachhaltig? Diese und weitere Fragen hat die Initiative „MobilitätsWerkStadt 2025“ untersucht.

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Herrenhäuser prägen und prägten den Ostseeraum. Sie erzählen Geschichten von historischen Ereignissen und von den Menschen, die dort lebten. Das Herrenhauszentrum Greifswald erforscht dieses Kulturerbe.

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1924 hat Dora Benjamin ihre Dissertation an der Uni Greifswald abgeschlossen. Sie war damit eine der ersten Frauen in der Wissenschaft. Woran hat sie geforscht? Welchen Weg hat sie in der Wissenschaft verfolgt? Was hat sie erreicht?

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Unwörter des Jahres 2020

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Seit 2004 sind in den USA 1800 Tageszeitungen von der Bildfläche verschwunden. Die Hälfte aller US-Counties hat nur noch eine lokale Tageszeitung; oft ist es nur noch eine Wochenzeitschrift.

Lebensmittel ©Amelie_Michalke

Wahre Kosten von Lebensmitteln

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Es gibt gute Gründe, sich in der Ausbildung von angehenden Lehrer*innen mit Verschwörungstheorien aus geschichtswissenschaftlicher, didaktischer und methodischer Perspektive zu beschäftigen.

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Eller Kuhl, Kronskamp und Düwecksoll: Was bedeuten diese Ortbezeichnungen? Dies verrät ein Blick in das „Digitale vorpommersche Flurnamenbuch“.

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Wie steht es um die guten Vorsätze für das neue Jahr? Warum der innere Schweinehund oft stärker ist als unser mahnendes Gewissen, und wie man mit „Nudging“ kluge Entscheidungen anstoßen kann.

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Das Carl-Zeiss-Doppelteleskop in der Greifswalder Sternwarte ist weltweit einmalig. 1924 wurde es angefertigt. Welche Geschichte hat das Horoskop? Welche wissenschaftlichen Leistungen waren damit möglich?

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Dieses Abbild des Sassnitzer Kreidebergwerks von Otto Jaekel aus unserer Akademischen Kunstsammlung kann auch als Forschungsobjekt dienen. Wie helfen Metadaten dabei, Sammlungsbjekte für die Forschung nutzbar zu machen?

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Was denken die Menschen über die Region, in der sie leben? Was ist ihnen wichtig? Und was sollte ihrer Meinung nach verbessert werden?

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Einst schenkte Ernst Bogislaw von Croy der damaligen Pommerschen Landesuniversität in Greifswald einen prunkvollen Wandteppich: den Croy-Teppich. Wo kann das textile Riesenbild heute bewundert werden? Und warum lohnt sich das?

Der Zweck von Staatsfonds

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Staatsfonds werden genutzt, um zukünftige Ausgaben zu finanzieren. Damit werden Pensionen und Infrastrukturprojekte bezahlt oder konjunkturelle Schwankungen ausgeglichen. Doch wann und wo werden sie zweckentfremdet?

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Argumentieren ist eine wichtige kommunikative Fähigkeit. Schon im Kindergartenalter lernen wir, miteinander Konflikte zu lösen. Doch welche Auswirkungen hat es, dass die meisten Kinder seit über einem Jahr zuhause sind?

Ein eisenzeitliches – also mehr als 2000 Jahre altes – Urnengefäß, welches 1823 zusammen mit weiteren Urnen, Beigefäßen und Leichenbrand auf einem Urnengräberfeld bei Neuenkirchen (bei Greifswald) ausgegraben wurde. ©Manuel-Vojtech, 2010

Sammlung vorgeschichtlicher Altertümer

Das eisenzeitliche Urnengefäß stammt aus einer Ausgrabung bei Neuenkirchen. Es ist heute Teil der Sammlung vorgeschichtlicher Altertümer der Uni Greifswald. Welche anderen Schätze gibt es dort? Warum sind diese heute wichtig?

Wie klingt Geschichte? ©Aziza Sadikova

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Was hat Musik mit Geschichte(n), kollektivem Gedächtnis oder Erinnerungen zu tun? Wie vielstimmig klingen Geschichten unserer heutigen pluralen Gesellschaft in Musik?

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1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Diese Münze ist das erste „Jüdische Artefakt des Monats“, welche das Gustaf-Dalman-Institut anlässlich des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ monatlich vorstellt. Was wissen wir über die Münze?

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Linguistik zur Weihnachtszeitszeit

Was wissen wir über unser Weihnachtsvokabular? Inwiefern werden in manchen Weihnachtsliedern die Regeln der deutschen Satzstellung missachtet? Und was verraten bundespräsidentiale Weihnachtsansprachen über die Redner?

Leistungsdruck in der Schule, ©Oliver_Böhm

Stress in der Schule

Von welchen Faktoren hängt es ab, ob Schule stresst? Was hilft Schüler*innen, die Herausforderungen des Schulalltags besser zu meistern? Und unter welchen Bedingungen fühlen sich Schüler*innen wohl in der Schule?

Erbsen ©Laura_Schirrmeister

Wie Finnen auf die Erbse kamen

Unter Linguisten gilt seit geraumer Zeit gesichert, dass die Urahnen der Esten und Finnen die Erbse als Kulturpflanze bei ackerbauenden baltischen Stämmen an der Südküste des Finnischen Meerbusens kennengelernt hatten.

Gedenkstein im Strandbad Boltenhagen ©privat

Gedenkstein in Boltenhagen

Etwa 30 km Luftlinie liegen zwischen dem mecklenburgischen Boltenhagen und dem schleswig-holsteinischen Dahme. Einige DDR-Flüchtlinge wählten die Route über das Meer. Der Leuchtturm von Dahmeshöved - das „Licht der Freiheit“ - wies ihnen den Weg.

Lastenräder in Greifswald ©Magnus_Schult

Verkehrswende in Städten

Mit Lastenrädern lassen sich fünf Tonnen CO2 pro Jahr, im Vergleich zu einem herkömmlichen Pkw, einsparen.

Flora und Fauna

Erde, Umwelt und Klima

Symbolbild Vulkane, © Jan Meßerschmidt

Was bedeutet die Eruption des Hunga Tonga-Hunga Ha-apai für Atmosphäre und Klima?

Vulkanausbrüche stellen eine der größten Unsicherheiten für Klimaveränderungen auf Zeitskalen von einigen Jahren bis zu einem Jahrzehnt dar. Gleichzeitig sind Vulkanausbrüche für die Forschung hochinteressante natürliche Experimente, mit denen sich die Reaktion des Erdsystems auf eine plötzliche Veränderung untersuchen lässt.

Im Projekt ArchaeoForest suchen Forschende in alten Holzfunden nach dem Wald der Zukunft, ©Landesamt für Archäologie Sachsen

Unter Tage nach dem Wald der Zukunft suchen

Im Erzgebirge gibt es zahlreiche mittelalterliche Silbergerbwerke. Forschende bergen dort heute jahrhundertealte Stützbalken. Deren Jahrringe zeigen uns, wie ein Wald aussehen kann, der Dürre und Klimawandel trotzt.

W. Gelbke beobachtete das Phänomen der blauen Sonne im Jahr 1950 vom Observatorium in Greifswald aus und fotografierte es. ©Laura-Schirrmeister, 2021

Warum die Sonne manchmal blau erscheint

Manchmal färbt sich die Sonne blau. Dann sind die Aerosole in der Erdatmosphäre ungefähr gleich groß und haben einen Radius von etwa 500 nm. Auch in Greifswald wurde das Phänomen bereits beobachtet.

Im Waldboden wird ungefähr doppelt so viel Methan gespeichert als in Grünlandböden. ©Jan-Meßerschmidt, 2020

Bodenbakterien binden Methan

Im Boden leben winzig kleine Bakterien, die Methan aus der Luft im Boden binden. Art und Intensität der landwirtschaftlichen Nutzung wirkt auf ihre Aktivität. Unter welchen Bedingungen sind diese Bakterien besonders aktiv?

Kreideschuppen an der Ostküste der Halbinsel Jasmund, @Anna_Gehrmann

Gletscher und die Rügener Kreideküste

Die Gletscher haben die Kreide in einer Tiefe von rund 100 Meter abgeschert und herausgehoben. Dabei wurde die Kreide gefaltet und in Schuppen zerlegt. Die Schuppen wurden vor dem Gletscher dachziegelartig übereinander geschoben.

Hiddenseer Dünenheide ©Theodor_Fiedler

Heide bedroht durch Nährstoffeintrag und Klimawandel

Vor hundert Jahren nahmen Heideflächen in Nordeuropa einen großen Raum ein. Heute sind nur noch fünf Prozent dieser Flächen erhalten. Ebenso wie Moorflächen speichern Heideflächen erhebliche Mengen an Kohlenstoff in ihrer Rohhumusauflage.


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