Symbolbild FamilienUni - Foto: Till Junker

Familien-Universität Greifswald

Spannende Vorlesungen für alle von 12 bis 99 Jahren! #wissenlocktmich

Familien-Uni: Referent*innen

Medizinischer Alltag in der DDR - Was die Eiserne Lunge und andere Objekte darüber erzählen

Familien-Uni: Referent*innen

Jetzt handeln - Wie kommt der Klimaschutz in der Politik an?

Familien-Uni: Referent*innen

Ice Age an der Ostsee - Wie sah es während der letzten Kaltzeit wirklich bei uns aus?

#wissenlocktmich ... zur Uni Greifswald

Die Angebote der Universität Greifswald für alle, die neugierig sind und wissen wollen.

Familien-Universität im Wintersemester 2019/20

Familien-Uni: Portraits Referent*innen
17. Oktober 2019 – 17:00 Uhr

Die Eiserne Lunge ist ein 400 kg schwerer Stahlkoloss aus der medizinhistorischen Sammlung der Universitätsmedizin Greifswald. Eine erste Begegnung mit ihr ist oftmals verstörend, weckt aber auch Neugierde. Sie ist keineswegs ein stummer Zeuge. Vielmehr steht sie für den Kampf gegen eine heute fast vergessene Krankheit, für bewegende Patientenschicksale, Systemkonflikte, Innovation und Stagnation. Aufwendige Medizintechnik und unscheinbare Dinge wie Gummihandschuhe, Glasspritzen und selbstgebaute Infusomaten zeugen vom Innovations- und Improvisationsvermögen im DDR-Gesundheitswesen.
Die Objekte der medizinhistorischen Sammlung des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin sind Zeugen dieser spezifischen materiellen Kultur, die auch originelle Namensschöpfungen wie „Otlaphari“, „Medimorph“ oder „Minicoma“ hervorgebracht hat. Über die Erschließung der historischen Kontexte, in denen diese Dinge Verwendung fanden, eröffnet sich ein wichtiger Zugang zum Verständnis eines staatlichen Gesundheitssystems unter besonderen politischen und ökonomischen Bedingungen. Für den Aufbau einer Ausstellung zum medizinischen Alltag der DDR sollen diese Sachzeugen zum „Sprechen“ gebracht werden, um einen fundierten und differenzierten Blick auf das DDR-Gesundheitswesen zu ermöglichen.
In ihrem Vortrag gewähren Hartmut Bettin und Kathrin Pscheidl aus dem Institut für Ethik und Geschichte der Medizin spannende Einblicke in ihre museologische Arbeit.

Medizinischer Alltag in der DDR

Was die Eiserne Lunge und andere Objekte darüber erzählen

Dr. phil. Hartmut Bettin (Historiker) und Kathrin Pscheidl (Historikerin)

Veranstaltungsort: Hörsaal 2, Neues Audimax, Campus Loefflerstraße

Familien-Uni: Portraits Referent*innen
14. November 2019 – 17:00 Uhr

14. November 2019 – 17:00 Uhr

Klimaschutz ist in der Öffentlichkeit aktuell ein großes Thema. Forschende führen uns das Problem der globalen Erwärmung und den Einfluss des Menschen hierauf bereits seit Jahrzehnten vor Augen. Junge Demonstrierende der Fridays-for-Future-Bewegung machen lautstark darauf aufmerksam, dass es höchste Zeit ist, mehr für den Klimaschutz zu tun. Das Thema ist aber auch im Bewusstsein der Allgemeinheit angekommen. Viele Menschen ändern aktiv ihr Konsumverhalten, verzichten etwa auf Flüge und Fleisch. Andere suchen nach den richtigen Antworten und versuchen, die vielen Erkenntnisse und Empfehlungen zu einem einheitlichen Bild zusammenzufügen.
Doch wie wird Klimaschutz in politisches Handeln aufgenommen? Wie geht wissenschaftliche Erkenntnis und öffentlicher Druck in den politischen Prozess ein? Der Vortrag des Politikwissenschaftlers und Landschaftsökologen Stefan Ewert beleuchtet diese Fragen aus einer sozialwissenschaftlichen Perspektive. Er lädt ein zur Diskussion über den Zusammenhang von Demokratie und Klimaschutz. Zudem wird die Frage aufgeworfen, wie aktiv Wissenschaft sich hier einbringen sollte und welche Rolle die Bürger und Bürgerinnen in der Klimaschutzpolitik spielen.

Jetzt handeln

Wie kommt der Klimaschutz in der Politik an?

Dr. Stefan Ewert (Politikwissenschaftler)

Veranstaltungsort: Hörsaal 2, Neues Audimax, Campus Loefflerstraße

Familien-Uni: Portraits Referent*innen
05. Dezember 2019 – 17:00 Uhr

Es ist Dezember, tiefster Winter, viel dunkler geht es nicht mehr, nur die Kälte wird noch zunehmen. Das könnte einen richtig runterziehen, aber für diese nicht ganz so schönen Gegebenheiten hat man in Schweden ein Gegenmittel: Lucia! Was gehört alles zu diesem Fest? Wie wird es offiziell gefeiert, wie am Arbeitsplatz und wie in der Familie? Wie kann es im modernen Schweden auch mal ganz anders daherkommen? Und wie wird Lucia in der Literatur dargestellt?
Dr. Birgit Hoffmann, Schwedisch-Lektorin an der Universität Greifswald, führt Sie auf eine stimmungsvolle Reise mit der sympathischen schwedischen Tradition.

 

Von Lussekatter und Lichterkränzen

Das schwedische Luciafest

Dr. Birgit Hoffmann (Schwedisch-Lektorin)

Veranstaltungsort: Hörsaal 2, Campus Loefflerstraße, Ernst-Lohmeyer-Platz 6

Familien-Uni: Portraits Referent*innen
23. Januar 2019 – 17:00 Uhr

Im Sommer an die Ostsee fahren und sich mit einem Eis an den Strand legen? Das wäre bei uns vor etwa 25 000 Jahren noch undenkbar gewesen. Der Nachteil: Einen Strand gab es noch nicht. Der Vorteil: Unser Eis wäre nicht sofort in der Sonne geschmolzen. Wir wären mitten in der sogenannten Weichsel-Kaltzeit mit einer Jahresmitteltemperatur von etwa -8 °C.
Unsere letzte Kaltzeit begann 115 000 Jahre vor heute und dauerte etwa 105 000 Jahre. Als das Skandinavische Inlandeis in der Hochphase dieser Zeit vor etwa 25 000 Jahren seine weiteste Ausdehnung erreichte, lag Greifswald unter einer dicken Eisdecke. Ganz Mecklenburg-Vorpommern war vom Inlandeis bedeckt, das bis kurz vor Hamburg und südlich von Berlin reichte. Und wo war die Ostsee zu dieser Zeit? Die gab es noch gar nicht, ihre Entstehung begann erst vor etwa 14 000 Jahren, als das Eis schon so weit zurückgeschmolzen war, dass es nördlich von Südschweden lag.
Immer wieder rückte in der Kaltzeit der Rand des Skandinavischen Inlandeises vor und schmolz wieder zurück. Die verschiedenen Eisrandlagen sehen wir noch heute auf den Karten und in der Landschaft. Dort haben sich Endmoränen gebildet. Das sind bis zu etwa 150 Meter hohe Höhenrücken, die das Eis vor sich zusammengeschoben hat.
Um zu verstehen, wie es bei uns während der letzten Kaltzeit aussah, sehen die Geologen in sogenannte Geo‑Archive. Das sind zum Beispiel die Sedimente und Landformen, die die Gletscher hinterlassen haben. Man erkennt an ihnen, wann und wo ein Gletscher, ein See, ein Fluss oder ein Meer war. Außerdem helfen große Findlinge und kleinere Geschiebe den Geologen, herauszufinden, von wo genau das Eis zu uns kam. Dies sind Gesteine, die aus verschiedenen Regionen Skandinaviens stammen und sozusagen per Anhalter auf, in und unter den Gletschern zu uns gekommen sind.

 

Ice Age an der Ostsee

Wie sah es während der letzten Kaltzeit wirklich bei uns aus?

Dr. rer. nat. Anna Gehrmann (Geologin)

Veranstaltungsort: Hörsaal 2, Neues Audimax, Campus Loefflerstraße

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