Mobilität
Der mit der Universität verbundene Verkehr umfasst insbesondere die Personenmobilität, also Fahrten auf dem Campus oder im Rahmen von Dienstreisen und studentischen Exkursionen sowie den Pendelverkehr. Hinzu kommen die Fahrten, die mit dem technischen Betrieb verbunden sind, etwa für Lieferungen, Service oder Entsorgung.
Pro Jahr finden rund 7.000 Dienstreisen statt, durch die knapp 1.000 Tonnen an Treibhausgasen emittiert werden. Das entspricht etwa 17% der gesamten errechneten Netto-Treibhausgas-Emissionen der Universität. Bezogen auf die Anzahl der Reisen liegt die Bahn knapp vor dem Auto an der Spitze; im Hinblick auf die Emission von Treibhausgasen führt mit Abstand das Flugzeug, das rund 80% der klimaschädlichen Emissionen im Sektor Mobilität erzeugt.
Der Fuhrpark der Universität besteht aus 24 Pkw, acht Kleinbussen, darunter drei Elektroautos und ein Erdgasfahrzeug (Stand 2026). Außerdem nutzt die Universität 20 Dienstfahrräder sowie ein Lastenfahrrad.
Fahrradfahren in Greifswald

Greifswald ist durch seine Übersichtlichkeit, kurze Distanzen und geringe Steigungen als Fahrradstadt prädestiniert, verfügt über eine gute, sich positiv entwickelnde Fahrradinfrastruktur und weist eine hohe Fahrraddichte auf.
Die Universität fördert systematisch die Fahrradmobilität: Sie erweitert fortlaufend die Fahrradstellflächen und stattet sie systematisch mit modernen Anlehnbügeln aus. Einzelne Fahrradstellflächen sind überdacht. Die Verkehrs- und insbesondere die Fahrradinfrastruktur sind Gegenstand von Forschungsprojekten und Abschlussarbeiten an der Universität und ein wichtiger Baustein im Klimaschutzkonzept der Stadt.
Die Universität Greifswald stärkt gemeinsam mit der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und der Universitätsmedizin Greifswald im Verbundprojekt „GEKLIB – Gesundheit und Klima in Bewegung“ den Ausbau der Fahrradinfrastruktur. Mit dem Projekt wird nicht nur die Verkehrsinfrastruktur verbessert, sondern zugleich eine nachhaltige und klimafreundliche Mobilität gefördert. Neben der Infrastruktur setzt GEKLIB auf Information, Beteiligung und praktische Angebote. Geplant sind Mobilitätsaktionstage, Reparaturworkshops, gemeinsame Fahrradtouren sowie Kommunikationskampagnen rund um die Themen Gesundheit, Klimaschutz und nachhaltige Mobilität.

Fast 90 Prozent der Studierenden in Greifswald nutzen das Rad für den Weg zur Universität und ca. 40 Prozent gehen zu Fuß. Gerade einmal zwei Prozent nutzen den ÖPNV. Ebenfalls nur fünf Prozent kommen mit Auto oder Motorrad. Der deutschlandweite Durchschnitt liegt bei der Fahrradnutzung bei rund 34 Prozent; 30 Prozent gehen zu Fuß und 26 Prozent kommen mit PKW oder Motorrad zur Hochschule.
Das geht aus der Studie Wohnsituation und Mobilität von Studierenden an einzelnen Hochschulorten in Deutschland des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) aus dem Jahr 2023 hervor. Die Daten beruhen auf einer Befragung von über 80.000 Studierenden in grundständigen Studiengängen ab dem dritten Fachsemester. Bei der Frage nach den Verkehrsmitteln waren Mehrfachantworten erlaubt, weshalb sich die Prozentangaben zu mehr als 100 Prozent aufsummieren können.