Botanischer Garten: Öffentliche Gewächshäuser

Verbinder

Eingang zum Verbinder

Den Eingang des Verbinders erreicht man vom Alpinum, dem Steingarten, aus. Hier werden im Jahresverlauf ausgewählte Hingucker präsentiert. Zu den Dauergästen gehören die Bromelien, die aufgrund ihrer epiphytischen Lebensweise spezielle Anpassungen wie wasserabsorbierende Schuppenhaare oder Zisternenblätter entwickelt haben. Zur Blütezeit bilden Sie farbenprächtige Blütenstände aus. Vom Verbinder gehen verschiedene Gewächshäuser ab.


Farnhaus

Farn - Foto: Till Junker

Das Haus bietet einer Sammlung von niedrigwüchsigen Farnen und Gesneriengewächsen sowie einigen Wasserpflanzen eine Heimstatt. Farne bilden als Vermehrungseinheit Sporen aus, die in großer Zahl in speziellen Behältern, den Sporangien, entstehen. Diese sind bei den Farnen zu mehreren in häufig auf der Unterseite der Wedel gelegenen „Sori“ vereinigt, deren Zahl, Anordnung und Form spezifisch für die Gattungen und Arten ist. Gesneriengewächse bilden ansehnliche Blüten. Viele von ihnen, besonders solche mit sehr langer Kronröhre und leuchtender Farbe, werden von Vögeln bestäubt. Die Zartheit der Blüten gestattet dies nur Vögeln, die wie die Kolibris vor der Blüte zu schweben vermögen. Das Usambaraveilchen ist wohl der bekannteste Vertreter dieser Pflanzengruppe.


Schauhaus

Orchideen - Foto: Magnus Schult

In dem schmalen Trakt des Schauhauses verbergen sich hinter Glaswänden einige Besonderheiten. Die martialisch „fleischfressende Pflanzen“ genannten Vertreter stellen mit Kleb-, Klapp- oder Grubenfallen Insekten nach. Orchideen faszinieren mit ihren ungewöhnlich geformten und oft bunt gefärbten Blüten. Die Sammlung von Kanarenpflanzen stimmt ein auf ein beliebtes Exkursionsziel.


Sukkulentenhaus

Botanischer Garten Kakteen

Kakteen und einige andere Pflanzengruppen besitzen eine ausgeprägte Fähigkeit zur Wasserspeicherung (Sukkulenz). Dadurch sind sie an ein Leben in heißen, trockenen und niederschlagsarmen Standorten angepasst. Als Bewohner von Halbwüsten und Wüsten sind sie außerordentlich zäh und kommen mit geringen Wassermengen aus.


Wasserpflanzenhaus

Seerose - Foto: Till Junker

Im Sommer umhüllt den Besucher beim Betreten des Hauses eine dumpffeuchte Wärme. Denn zu dieser Zeit ist das zentrale Becken normalerweise wassergefüllt. Es wird von zahlreichen Seerosen und anderen Gewächsen eingenommen. In der kalten Jahreszeit und während der gegenwärtigen Bauphase dient das leere Zentralbecken als Standquartier für Kübel- und Topfpflanzen. Wichtige Nutzpflanzen wie Zuckerrohr, Papyrus, Reis und Passionsblumen werden hier gezeigt.