Antrittsvorlesungen

Die Antrittsvorlesung soll an der Universität Greifswald wieder eine feste Tradition werden. Sie bietet neu ernannten Professor*innen Gelegenheit, sich und ihre Forschungsinteressen vorzustellen. Sofern es die Coronasituation erlaubt, werden die Antrittsvorlesungen auch für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich sein.

Die Veranstaltungen finden in Präsenz in der Aula im Universitätshauptgebäude statt.


4. Mai 2022, 18:00 Uhr

Prof. Dr. Gesa zur Nieden, © Magnus Schult, 2022
Prof. Dr. Gesa zur Nieden

Prof. Dr. Gesa zur Nieden

Professorin für Musikwissenschaft am Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft 

Zur Person

Gesa zur Nieden ist seit 2019 Professorin für Musikwissenschaft an der Universität Greifswald und hatte bis 2021 zeitgleich eine Professurvertretung an der hmtm Hannover. Nach ihrem Studium der Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft und allgemeinen und vergleichenden Literaturwissenschaft in Bochum, Venedig, Paris und Berlin wurde sie 2008 an der École des Hautes Études en Sciences Sociales Paris und der Ruhr-Universität Bochum mit einer Arbeit zum Pariser Théâtre du Châtelet promoviert. 2008–2011 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Musikgeschichtlichen Abteilung des DHI Rom und 2011–2019 Juniorprofessorin an der JGU Mainz sowie 2016/2017 Gastprofessorin „Inter Artes“ an der Universität zu Köln. Seit 2010 leitete sie mehrere internationale Forschungsprojekte zur frühneuzeitlichen Musiker*innenmigration mit Kolleginnen aus Frankreich, Italien, Kroatien, Polen und Slowenien (ANR-DFG Musici, EU-HERA MusMig und DFG-NCN Pasticcio). In ihrer Arbeit kombiniert sie kulturgeschichtliche Ansätze mit Begriffsreflexionen und ethnographischen Methoden.

Forschungsinteresse
  • frühneuzeitliche Musiker*innenmigration und Musiktransfers (vgl. Pasticcio)
  • Musik, Geschichte und Erinnerungen in pluralen Gesellschaften
  • Bauten und Räume für Musik
  • Intermedialität von Musik, bildender Kunst und Literatur
  • Wagner-Rezeption nach 1945
  • Digitale Musikwissenschaft

Gerade erschienen: Daniel Martin Feige/Gesa zur Nieden (Hg.), Musik und Subjektivität. Beiträge aus Musikwissenschaft, Musikphilosophie und kompositorischer Praxis, Bielefeld 2022.

4. Mai 2022, 18:00 Uhr

 Prof. Frank Dittmer, © Laura Schirrmeister, 2022
Prof. Frank Dittmer

Prof. Frank Dittmer

Professor für Musikwissenschaft am Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft 

Zur Person

Prof. Frank Dittmer hat seit April 2021 die Professur für Kirchenmusik mit Schwerpunkt Chorleitung am Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft der Universität Greifswald inne. Damit verbunden ist die künstlerische Leitung der Greifswalder Bachwoche. Als Kantor und Organist leitete er von 1997- 2002 den Bach-Chor an St. Nikolai Stralsund. 2002 folgte die Berufung zum Domorganisten an St. Nikolai Greifswald und zum Landeskirchenmusikdirektor. Schwerpunkte seiner Tätigkeit bilden die Erforschung und Entwicklung orgelpädagogischer Konzepte und die Leitung der kirchenmusikalischen Ausbildung an der Schnittstelle von Kirche und Universität. Neben der Leitung von Chorfesten, Chor-Workshops und Singwochen des Kirchenchorwerks der Nordkirche ist er als Juror bei Chorwettbewerben tätig. Konzerte führen ihn regelmäßig ins europäische Ausland. Rundfunkaufnahmen im WDR und NDR sowie CD-Aufnahmen.

Forschungsinteresse
  • Erforschung und Entwicklung orgelpädagogischer Konzepte
  • Leitung der kirchenmusikalischen Ausbildung an der Schnittstelle von Kirche und Universität

18. Mai 2022, 18:00 Uhr

Prof. Dr. Uwe Schröder
Prof. Dr. Uwe Schröder

Prof. Dr. Uwe Schröder

Professur für Biochemie V am Institut für Biochemie.

 

Zur Person

Uwe Schröder studierte von 1990–1995 Chemie an der Humboldt-Universität zu Berlin und promovierte dort in Physikalischer Chemie. Im Anschluss an die Promotion forschte er Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung am Physical and Theoretical Chemistry Laboratory der Universität Oxford. Im Jahr 2007 habilitierte er an der Universität Greifswald und wurde im Jahr 2008 auf die W3-Professur für Nachhaltige Chemie und Energieforschung an die TU Braunschweig berufen, wo er ab 2015 das Institut für Ökologische und Nachhaltige Chemie leitete. Einen Ruf an die Universität Jena (2013) lehnte Herr Schröder ab, nahm jedoch im Jahr 2021 den Ruf auf die Professur „Biochemie V“ an die Universität Greifswald an, wo er seit 01.10.2021 den Arbeitskreis Elektrobiochemie aufbaut. Professor Schröder veröffentlichte über 170 Publikationen mit mehr als 17.000 Zitationen; er ist unter anderem Chefeditor des Journals Frontiers in Energy Research (Frontiers Media) und Board-Mitglied zahlreicher Zeitschriften.

Forschungsinteresse

Uwe Schröders Arbeit widmet sich den Grundlagen und der Entwicklung nachhaltiger chemischer und biochemischer Technologien.

Schwerpunkte der Forschung sind dabei:

  • Bioelektrochemie, insbesondere die mikrobielle Elektrochemie und mikrobielle elektrochemische Technologien
  • Elektrosynthese auf Basis nachwachsender Rohstoffe

 

24. Mai 2022, 18:00 Uhr

Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier, © Wally Pruß, 2021
Zur Person

Seit 10/2019 Lehrstuhlinhaberin für Klinische Psychologie und Psychotherapie und Direktorin des Zentrums für Psychologische Psychotherapie (ZPP) der Universität Greifswald; Initiatorin und Leiterin des Netzwerks „Gemeinsam für psychische Gesundheit“; zuvor Professuren an der Philipps-Universität Marburg (2016–2019) und der Psychologischen Hochschule Berlin (2012–2016) sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universitätsklinik Freiburg (2007–2012) und der Charité Universitätsmedizin Berlin (2004–2007); Promotion an der Humboldt-Universität Berlin (2009); Approbation zur Psychologischen Psychotherapeutin (2007); Studium der Psychologie an der Freien Universität Berlin (1998–2003) sowie Studium der Musik an der Franz-Liszt-Hochschule in Weimar (1995–1999); Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes; Einwerbung von Drittmitteln als PI von über 5,8 Millionen Euro; Publikation von über 200 wissenschaftlichen Schriften und acht Lehrbüchern als Herausgeberin.

Forschungsinteresse

Forschungsinteresse

  • Personalisierte Psychotherapie über die Lebensspanne mit dem Ziel einer prozess- und evidenzbasierten individualisierten und modularen Psychotherapie
  • Chronische bzw. therapieresistente Depression
  • Moderne Ansätze der Psychotherapie (z.B. Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP), Interpersonelle Psychotherapie (IPT), Well-Being Therapie (WBT))
  • Internet- und App-basierte Interventionen
  • Nebenwirkungen von Psychotherapie
  • Stimulationstechniken (v.a. tDCS)
  • Neurourbanismus

15. Juni 2022, 18:00 Uhr

Prof. Dr. Anne Christin Wietfeld © Wally Pruss, 2021
Prof. Dr. Anne Christin Wietfeld

Prof. Dr. Anne Christin Wietfeld

Professur und Inhaberin des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht und Arbeitsrecht

Zur Person

Prof. Dr. Anne Christin Wietfeld hat in Bielefeld Rechtswissenschaft studiert. Während ihrer Promotion hat sie sich mit der rechtlichen Stellung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern befasst, die keine Gewerkschaftszugehörigkeit haben, sich aber dennoch an Arbeitskampfmaßnahmen bestimmter spezialisierter Gewerkschaften beteiligen möchten. Nach dem Abschluss Ihrer Promotion im Jahr 2009 absolvierte Anne Christin Wietfeld ihr Referendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Hamm und legte das Zweite Juristische Staatsexamen ab. 2019 habilitierte Prof. Wietfeld an der Universität Bielefeld. Ihre Habilitationsschrift zu Kernfragen des Bürgerlichen Rechts trägt den Titel „Bereichsverweisungen auf Rückabwicklungssysteme im Bürgerlichen Gesetzbuch“. Nach einer Lehrstuhlvertretung an der Ruhr-Universität Bochum ist sie seit dem 1. April 2021 Inhaberin des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht und Arbeitsrecht an der Universität Greifswald.

Forschungsinteresse
  • Bürgerliches Recht
  • Arbeitsrecht (u.a. mit europäischen Bezügen)
  • Sozialrecht
  • Methodenlehre

1. Juli 2022, 16:00 Uhr

Prof. Dr. Sabine Schlacke ©Laura Schirrmeister, 2022
Prof. Dr. Sabine Schlacke

Prof. Dr. Sabine Schlacke

Professur und Inhaberin des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, insb. verwaltungs- und Umweltrecht.

 

 

Zur Person

Sabine Schlacke ist seit Oktober 2021 Professorin für Öffentliches Recht, insb. Verwaltungs- und Umweltrecht an der Universität Greifswald und geschäftsführende Direktorin des universitären Instituts für Energie-, Umwelt- und Seerecht (IfEUS). Sie ist Co-Vorsitzende des die Bundesregierung beratenden Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) und des Lenkungskreises der Wissenschaftsplattform Klimaschutz. Ferner ist sie Vizepräsidentin des Staatsgerichtshofs der Freien Hansestadt Bremen.

Nach einem Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen und Lausanne (1987–1993) promovierte sie an der Universität Bremen (1997). Nach der Zweiten juristischen Staatsprüfung 2000 war sie bis 2007 wissenschaftliche Assistentin am Ostseeinstitut für Seerecht, Infrastruktur- und Umweltrecht der Universität Rostock, wo sie zum Thema Überindividueller Rechtsschutz habilitierte. 2008 erhielt sie eine Professur für Öffentliches Recht mit dem Schwerpunkt deutsches, europäisches und internationales Umweltrecht, Verwaltungsrecht, an der Universität Bremen. 2013 folgte sie dem Ruf der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) auf einen Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Bau, Planungs- und Umweltrecht sowie als geschäftsführende Direktorin des Instituts für Umwelt- und Planungsrecht (IUP). Seit 2019 ist sie geschäftsführende Direktorin des dortigen Zentralinstituts für Raumplanung (ZIR).

Forschungsinteresse

Forschungsschwerpunkte liegen im Umwelt-, Klima-, Energie-, Planungs- und Seerecht mit den jeweiligen Bezügen zum internationalen, europäischen und nationalen Recht. Sie forscht interdisziplinär und praxisorientiert. Insbesondere arbeitet sich an rechtswissenschaftlichen Fragen der Großen Transformation zur Nachhaltigkeit, insbesondere der Energiewende hin zur Klimaneutralität.