Genderpreis
Der Genderpreis wird jährlich vom Rektorat und der Zentralen Gleichstellungsbeauftragten verliehen und ist mit 500 Euro dotiert. Gewürdigt werden exzellente wissenschaftliche oder künstlerische Abschlussarbeiten, die die Geschlechterperspektive in besonderer Weise berücksichtigen und zur Geschlechterforschung beitragen.
Isabell Sperke erhält den Genderpreis 2025!
Isabell Sperke, Genderpreisträgerin 2025
Die Universität Greifswald zeichnet Isabell Sperke mit dem Genderpreis 2025 aus. Damit wird der Preis in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal verliehen. Sperke erhält die Auszeichnung für ihre Abschlussarbeit im Rahmen der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien im Fach Geschichte, die von Prof.in Dr. Annelie Ramsbrock betreut wurde. Ihre Arbeit trägt den Titel „Von ‚Muttis‘ und ‚Emanzen‘ – weibliche Rollen im deutsch-deutschen Wiedervereinigungsprozess“.
“In ihrer Untersuchung setzt sich Isabell Sperke, die von 2018 bis 2025 an der Universität Greifswald Geschichte und Geografie studiert hat, mit dem Wiedervereinigungsprozess auseinander. Sie zeigt auf, welche Konflikte zwischen westdeutschen Aktivist*innen und ostdeutschen Frauen auf dem Ersten Frauenkongress im April 1990 ausgetragen wurden. Dabei macht die Arbeit deutlich, dass ostdeutsche Perspektiven im Austausch häufig marginalisiert wurden. Zugleich arbeitet Sperke heraus, dass der Kongress trotz großer Unterschiede einen wichtigen Raum für Begegnung, Austausch und ein produktives Miteinander eröffnete.” - Jenny Linek
Das Rektorat und die Zentrale Gleichstellungsbeauftragte haben bislang Studierende und Promovierte aus acht verschiedenen Studienfächern mit dem Genderpreis ausgezeichnet. „Wir freuen uns, wenn es auch in den nächsten Jahren Bewerbungen aus unterschiedlichen Fachkulturen gibt, die zeigen, wie vielfältig die Kategorie Geschlecht genutzt werden kann, um neue Erkenntnisse zu gewinnen oder alte Sichtweisen auf den Kopf zu stellen" sagt Jenny Linek.
Ein besonderer Dank gilt den Mitgliedern der Senats-Gleichstellungskommission unter dem Vorsitz von Anne Tiede, die in diesem Jahr sieben eingereichte Arbeiten begutachtet haben. Die Ergebnisse von Isabell Sperke sind, gerade mit Blick auf den Wert von Austausch auch bei unterschiedlichen Perspektiven, eine Botschaft, die man mit ins neue Jahr 2026 nehmen kann.
Auswahlkriterien
Die Senatsgleichstellungskommission sichtet die eingegangenen Bewerbungen und übermittelt der Zentralen Gleichstellungsbeauftragten und dem Rektorat einen Vorschlag zur Auszeichnung. Das Rektorat beschließt im Einvernehmen mit der Gleichstellungsbeauftragten den*die Preisträger*in.
Für die Auswahlentscheidung sind folgende Kriterien maßgeblich:
- Die Geschlechterperspektive wird in der Arbeit in besonderer Weise berücksichtigt
- Die Arbeit leistet einen Mehrwert und wesentlichen Beitrag (wissenschaftliche oder künstlerische Relevanz) zur Geschlechterforschung der jeweiligen Disziplin
- Das Thema ist innovativ und zukunftsweisend
- Das Thema ist aktuell
- Weitere Forschungen sind anschlussfähig
Preisträger*innen der vergangenen Jahre
- 2025 - Isabell Sperke, Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien
- 2024 - Isabel Roth, Masterarbeit im Fach Humanbiologie
- 2023 - Alisa Otte, Masterarbeit in der Germanistischen Literaturwissenschaft
- 2022 - Titia Ladewig, Bachelorarbeit in der Anglistik/Amerikanistik
- 2021 - Nele Marie Klamer, Dissertation im Strafrecht
- 2020 - Anna Lange, Masterarbeit in der Skandinavistik
- 2019- Oksana Alekseev, Bachelorarbeit in der Politikwissenschaft
- 2018 - Sabrina Stock, Masterarbeit Kultur – Interkulturalität – Literatur
- 2017 - Nicole Rupschus, Promotion in der Theologie
- 2016 - Jenny Linek, Promotion in Neuerer Geschichte sowie
Georg Brosche, Masterarbeit Germanistische Literaturwissenschaft
Kontakt
Büro der Zentralen Gleichstellungsbeauftragten
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